Fußball: Kreispokal Steinfurt
Tim Vallandi kann ja nicht alles halten: SC Reckenfeld unterliegt GW Rheine 0:3

Reckenfeld -

Wie sagt man so schön: Der SC Reckenfeld kann sich jetzt voll und ganz auf die Liga konzentrieren. Bereits in der ersten Runde des Kreispokals war Feierabend für die Mannschaft von Thorben Zilske. Dem Ligakonkurrenten GW Rheine unterlag der B-Ligist mit 0:3. Völlig verdient – und es hätte durchaus schlimmer kommen können. Aber Zilske sah auch positive Aspekte.

Sonntag, 04.08.2019, 21:46 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 21:48 Uhr
In dieser Szene hat GW Rheines Timo Santel (l.) mal das Nachsehen gegen Reckenfeld Dennis Hülsmann. Das war nicht oft so.
In dieser Szene hat GW Rheines Timo Santel (l.) mal das Nachsehen gegen Reckenfeld Dennis Hülsmann. Das war nicht oft so. Foto: Heimspiel/Fabian Renger

Um halb fünf in der Früh kehrte Thorben Zilske am Sonntag aus dem Urlaub heim. Wenige Stunden später stand er schon wieder auf dem Platz: Der Trainer des SC Reckenfeld hatte ein Spiel zu coachen. Gegner war die B-Liga-Konkurrenz von GW Rheine. 0:3 (0:1) gerieten der SCR in der ersten Runde des Kreispokals unter die Räder. Ob sich da der ganze Stress gelohnt hat? „Auf alle Fälle“, erwiderte Zilske umgehend. Das bedarf einer Erklärung.

22 Mann umfasst der Kader des SCR. „Elf davon sind neu“, berichtete Zilske. Klar ist: Da muss sich noch was finden. „Wir sind natürlich noch nicht da, wo Grün-Weiß ist.“ Das hat er gut gesagt: Die Rheinenser um ihren Übungsleiter Steffen Molitor sind just aus der Kreisliga A abgestiegen und haben mächtig Qualität in ihren Reihen. Insbesondere Sedat Yildiz und sein Offensiv-Kollege Marvin Samuel Emonts-Gast waren kaum zu stoppen von der Zilske-Mannschaft. Doch beide übertrafen sich in der ersten Hälfte beim Auslassen von Großchancen. Glück für die Reckenfelder.

„Wir haben heute eine erfahrene Verteidigung gehabt, da fehlte ein bisschen die Schnelligkeit“, analysierte Zilske. Seine Elf kam allerdings auch vorne selten zum Zuge, einzig Sebastian Pohland sorgte einmal für einen erhöhten Puls im Gäste-Lager. Nach einem schönen Spielzug endete sein Versuch jedoch im Außennetz (35.). Alle Chancen der Gäste aufzuzählen, würde hingegen den Druck eines langen Romans nach sich ziehen.

Alternativ könnte man beim SCR-Mann des Tages nachhaken: Keeper Tim Vallandi. Vielleicht hat der mitgezählt, wie viele Bälle ihm wahlweise um die Ohren geflogen sind oder wie viele er entschärft hat. Zweifelsohne: Er war ein super Rückhalt. „Tim hat uns im Spiel gehalten“, lobte Zilske. „Er ist sehr präsent. Was er macht, das hat Hand und Fuß.“

Doch auch der hielt nicht alles. Dominik Tiekötter überwand ihn gleich zweimal (38./47.), der unermüdliche Yildiz schaffte es dann doch noch (65.). Zu dem Zeitpunkt glich das Bild der der ersten Hälfte: Grün-Weiß reihte eine Chance an die nächste, ohne sich zu belohnen. Auch, weil eben Vallandi eine gute Figur als letzte Instanz abgegeben hatte.

Spätestens nach dem dritten Treffer entschieden sich beide Teams zum Beine hochlegen. So kam der SCR wenigsten noch zu zwei Halbchancen. Doch Cedric Bödecker (69.) verfehlte aus der Drehung das Ziel und Jonas Müllers Freistoß (89.) war ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt.

Warum aber war das jetzt ein lohnenswerter Auftritt? Weil es manchmal auch neben dem Platz wichtig ist, wie Zilske bemerkte: „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Es war ruhig auf dem Platz, wir reden miteinander und es war kein großes Gemecker zu hören.“

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