Reiten: Westfälische Meisterschaften
Wie gemacht für den großen Sport

Greven -

Er reiste ohne große Erwartungen an, hatte für den Sonntag gar nicht mehr gemeldet und lag damit völlig daneben. Für Mario Maintz lief das Wochenende in Bockholt so fantastisch, dass er sein Glück kaum fassen konnte.

Montag, 12.08.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2019, 15:44 Uhr
Auf Titelkurs mit einem Ausnahmepferd: Für Mario Maintz und Dreamland lief das Wochenende so fantastisch, dass der Reiter aus Bösensell sein Glück kaum fassen konnte
Auf Titelkurs mit einem Ausnahmepferd: Für Mario Maintz und Dreamland lief das Wochenende so fantastisch, dass der Reiter aus Bösensell sein Glück kaum fassen konnte Foto: Markus Lehmann

Er reiste ohne große Erwartungen an, hatte für den Sonntag gar nicht mehr gemeldet und lag damit völlig daneben. Für Mario Maintz lief das Wochenende in Bockholt so fantastisch, dass er sein Glück kaum fassen konnte. „Ich bin happy ohne Ende. Mit einem solch unerfahrenen Pferd auf Anhieb Westfälischer Meister zu werden, das grenzt an eine Sensation.“ Der Springreiter aus Bösensell geriet fast ins Schwärmen, als er das Wochenende Revue passieren ließ. „Mit Dreamland wollte ich gar nicht die westfälische Meisterschaft reiten. Aber als es plötzlich am Samstag beim Zwei-Sterne-S-Springen so gut lief, habe ich dann doch für Sonntag gemeldet. Aber dass er dann das Drei-Sterne-S auch noch so toll absolviert, damit konnte niemand rechnen.

Gerne stellte er anschließend noch einmal kurz sein Pferd vor: „Acht Jahre alt, französisch gezogen, steht bei mir im Stall in der Ausbildung und hat im großen Sport noch sehr wenig Erfahrung.“ Hört sich alles erst einmal ziemlich normal an. Aber dann legte Maintz nach: „Es ist ein Ausnahmepferd, das für den großen Sport wie gemacht ist. Und ich genieße jedes Wochenende, an dem ich diesen Wallach auf hochkarätigen Turnieren reiten darf.“ Wie lange das noch so geht, das entscheidet der Besitzer. Und der heißt Cian O‘Connor und lebt in Irland.

Impressionen der Westfälischen Meisterschaften Dressur und Springen

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  • Foto: Markus Lehmann / photo-by-ml.com
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Hinter Maintz und seinem großartigen Dream­land holte sich der Gronauer Hendrik Zurich auf Caia westfälisches Silber ab, Dritter im Bunde wurde Markus Merschformann (Osterwick) auf Cornet‘s Cambridge.

Ganz anders als ihr männlicher Sieger-Kollege war Lara Weber die Aufgabe auf der schmucken Anlage in Bockholt angegangen. Die Sportsoldatin aus Warendorf hatte sich und vor allem ihrem achtjährigen Hengst Diathago schon im Vorfeld eine Menge zugetraut. „Das Pferd war schon immer gut und zuletzt in bestechender Form. Daher habe ich mir für die Titelkämpfe einiges ausgerechnet. Und ich bin nicht enttäuscht worden.“ Das ist eigentlich noch untertrieben. Denn Diathago war das einzige Pferd, das alle drei Wertungsprüfungen fehlerfrei absolvierte.

Das Pferd gehört dem NRW-Landgestüt und ist seit zwei Jahren im Beritt von Lara Weber, deren Heimatverein der RFV Fröndenberg ist. „Ich bin sehr dankbar, dass man mir das Pferd zur Verfügung gestellt hat. Wir harmonieren prächtig, und ich kann nur hoffen, dass das noch lange so bleibt.“ Im Übrigen sei Diathago auch als Deckhengst sehr gefragt, „weil er einfach ein supertoller Charakter ist“.

Hinter Weber und Diathago wurde Friederike Eggersmann aus Bad Oeynhausen auf Calotta Zweite, den dritten Rang sicherte sich Meike Dieckmann aus Kirchhellen auf Leviathan. Die dritte Wertungsprüfung am Sonntagnachmittag wurde im Übrigen zum Schaulaufen der Meister. Sowohl Mario Maintz als auch Lara Weber hatten den Parcours fehlerfrei absolviert und sich neben Meike Dieckmann für das Stechen qualifiziert. Aber mit dem Titel in der Tasche patzten die neuen Westfalenmeister, so dass Dieckmann die Prüfung gewann.

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