Radsport: RSF Greven
RSF Greven: Matschbrötchen und Gegenwind bei der Mammutour

Greven -

Das war schon eine echte Mammuttour, die die Radsport des RSF Greven zu meistern hatten. Die Grevener traten am Wochenende zu ihrer 200-Kilometer-Fahrt an und kämpften an diesem Tag vor allem mit dem hartnäckigen Gegenwind. Am Ende überstanden jedoch alle Teilnehmer – dank der intensiven Vorbereitung – die Tour und kehrten gesund und glücklich nach Greven zurück.

Dienstag, 20.08.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 10:36 Uhr
Die kurze Pause hatten sich die Grevener redlich verdient, um die Akkus wieder aufzuladen.
Die kurze Pause hatten sich die Grevener redlich verdient, um die Akkus wieder aufzuladen. Foto: RSF Greven

Eine ordentliche Herausforderung für die Waden und Kondition der 13 Rennradler der Radsportfreunde Greven stellte die diesjährige 200-Kilometer-Tour des RSF Greven dar. Nach dem Motto „Darf’s ein bisschen mehr sein?“ stemmten sich die Aktiven gegen den Wind, der in diesem Jahr das größte Hindernis war. Nach der erfolgreichen Vorbereitung im Training, das regelmäßig zweimal wöchentlich stattfindet, bereiteten auch das viertägige Trainingslager im Sauerland und die Teilnahmen an den Radtourenfahrten der umliegenden Vereine optimal auf den Saisonhöhepunkt vor.

Blies der Wind auf den ersten 50 Kilometer noch von hinten und sorgte für ein flottes Anfangstempo, verlangte er von den Teilnehmern nach der ersten Pause am Schloss Fürstenau dann doch einiges ab. Zum Glück wurde wieder optimal aus dem Begleitfahrzeug heraus verpflegt: Erstmals gab es auch die aus Kindheit und Jugend bekannten „Matschbrötchen“ – Schokokuss im Brötchen – zur Stärkung. Wie nötig dieses in Radlerkreisen genannte „Carboloading“ war, stellte sich direkt heraus. Strammer Wind von der Seite, und aus der Gegenrichtung zehrte an den Kräften der eifrigen Pedalisten.

Und als ob das noch nicht genug war, wurde zwischenzeitlich noch ein Teilstück der ausgetüftelten Strecke zur Baustelle deklariert, so dass spontan ein zehn Kilometer langer Umweg um das Venner Moor herum eingebaut werden musste.

Die Pause Nummer zwei am Venner Aussichtsturm nahe des Varusschlachtgeländes nach 110 Kilometern war also redlich verdient und nötig, um die Reserven wieder aufzufüllen. Dass davon noch genug vorhanden waren, zeigte sich dann doch, als einige schwindelfreie Radler den Turm erklommen, um die Aussicht über das Osnabrücker Land zu genießen.

Schon ging es auch wieder auf dem nächsten Teilstück weiter, schließlich musste ein Zeitplan eingehalten werden, und die Muskeln durften nicht erkalten. Zur letzten Pause nach 160 Kilometern kehrten die durstigen Radler dann traditionell ein: Im Biergarten kurz vor Hilter wurde verlorene Flüssigkeit isotonisch und natürlich alkoholfrei ersetzt, um auch für die letzten 50 Kilometer noch genug Ausdauer zu konservieren. So kurz vorm Ziel konnten die Reserven noch einmal im Gegenwind mobilisiert werden, so dass Greven nach insgesamt 210 km pünktlich nach insgesamt fast zehn Stunden, davon knapp acht Stunden nur im Sattel, erreicht wurde.

Trotz aller Anstrengungen verloren die Radsportfreunde aber nie die gute Laune und den Spaß an der Sache, dafür sorgten auch die vielen Anfeuerungsrufe von Anwohnern entlang der Strecke. Beim gemeinsamen abendlichen Abschluss bei Öppe ging es dann noch einmal hoch her, als die zurückgelegten Kilometer mit vielen frischen Eindrücken gefeiert wurden.

Wer Lust bekommen hat, gemeinsam mit den Radsportfreunden unterwegs zu sein, findet alle Infos und weitere Fotos von gemeinsamen Aktivitäten auf der Homepage: www.rsf-greven.com.

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