Fußball: Bezirksliga
Moral und ein bisschen Schwein

Greven -

Ein Topspiel – vor allem für Freunde des Spektakels. Zwischen Nullneun und Hauenhorst ging‘s rauf und runter, nach rechts und links – und für Nic Kriwet ab durch die Mitte. Nach 90 Minuten auf Augenhöhe ist Greven obenauf.

Sonntag, 01.09.2019, 19:46 Uhr
Grevens Unterschied-Spieler: Wegen Nic Kriwet werden Germania Hauenhorsts Verteidiger vermutlich noch länger schweißgebadet aufwachen – Nullneuns Stürmer krönte seine Top-Leistung mit einem Doppelpack. Und Greven gewann das Topspiel mit 2:1.
Grevens Unterschied-Spieler: Wegen Nic Kriwet werden Germania Hauenhorsts Verteidiger vermutlich noch länger schweißgebadet aufwachen – Nullneuns Stürmer krönte seine Top-Leistung mit einem Doppelpack. Und Greven gewann das Topspiel mit 2:1. Foto: Stefan Bamberg

Spanferkel gibt‘s zur Feier des Tages. Weil der Saisonstart geglückt ist, na klar. Vielleicht aber auch in weiser Voraussicht? Denn selten passte eine kulinarische Köstlichkeit so sehr zu einem sportlichen Fazit: Schwein gehabt! Ein bisschen jedenfalls. Greven 09 schlägt Germania Hauenhorst im Bezirksliga-Topspiel etwas glücklich mit 2:1 (1:0).

In der Schöneflieth ist am Sonntag übrigens auch Tag der Sponsoren. Und die hätten Ihnen, verehrte zahlende Kundschaft, in der 13. Minute gerne einen Elfmeter präsentiert – aber blöderweise geht Schiri Maik Echelmeyer nicht mit der Konjunktur: Nix da, meint er, als Patrick Fechtel nach Emre Kücükosmans Sahne-Steilpass in die Zange genommen wird. Ohnehin pflegen Nullneuns Wirbelwind und Herr Echelmeyer eine überaus innige Männerfreundschaft: Beim bislang letzten Aufeinandertreffen der beiden im Frühling stellte der Referee Fechtel wegen eines Torjubels (!) runter. Fortsetzung folgt.

Erst mal aber Freistoß: 26. Minute, Kücükosman bringt ihn, Germania verschläft ihn – und Nic Kriwet nickt ihn ein. Einsnull!

Die Partie nimmt fortan minütlich Fahrt auf: Riesen-Kopfballchance für Hauenhorst (29.), gegenüber setzen Kriwet und Fechtel den Ball in Koproduktion neben das fast leere Tor (32.) – und dann gehen alle gemeinsam für die gute Sache in die Offensive: Was für eine Krabbelgruppe in Grevens Fünfer, ein Hilferuf für mehr U3-Kitaplätze in der Wöste – vorbei, unglaublich (40.). 09-Schnapper-Youngster Jonas Grusemann freut sich ob dieses Wunders der Physik – steht jedoch sofort wieder unter Beschuss (42./44./45.). Die 09er in dieser Phase wie eine Truppe Versicherungskaufleute im Innendienst: sehnen die Pause herbei.

Und kommen zunächst auch nicht viel besser wieder raus: Stunde rum, die Gäste mal wieder fix über links und gedankenschnell im Zentrum – 1:1! Verdient.

Dreifacher Ärger derweil bei den Hausherren: weil kurz vorher Kriwets Abstauber-Tor wegen Abseits nicht zählte. Und weil Fechtel sich von seinem Spezi Echelmeyer jetzt Gelb-Rot abholt (68.).

Dass dieser Sonntag doch noch fröhlich wird, liegt an der 73. Minute, einem eher zufälligen langen Eisen – und an Kriwet, der dennoch seine Chance wittert, abzieht! – und jawollja! Moral gezeigt, gewonnen – und ein bisschen Schwein gehabt.

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