Fußball: Bezirksliga
Ab durch die Mauer

Greven -

Auf super Wetter und schlechtes Ergebnis in Wolbeck folgt schlechtes Wetter und super Ergebnis gegen Hörstel. Greven 09 ist nach dem 3:1-Heimsieg über den Aufsteiger wieder zurück in der Erfolgsspur. Was vor allem pfiffigen Freistoß-Varianten zu verdanken war.

Sonntag, 29.09.2019, 19:38 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 14:06 Uhr
Freistoß-Künste: Zweimal versenkte Greven 09 direkt beim 3:1 gegen den SC Hörstel, das sie zurück an die Tabellenspitze bringt.
Freistoß-Künste: Zweimal versenkte Greven 09 direkt beim 3:1 gegen den SC Hörstel, das sie zurück an die Tabellenspitze bringt. Foto: Stefan Bamberg

Diese Woche ist ja schon wieder Tag der Deutschen Einheit. Und keine Frage, über dieses Fest für Ost und West dürfen wir alle uns jedes Jahr aufs Neue freuen. Der SC Hörstel ist in dieser Hinsicht gestern in der Schöneflieth mit bestem Beispiel voran gegangen. Oder wie wäre es anders zu erklären, dass der Bezirksliga-Aufsteiger vom Ufer des Dortmund-Ems-Kanals gleich zweimal seine Mauer geöffnet hat? Das Resultat: zwei direkte Freistoßtore für den SC Greven 09. Bei dem – eine Woche nach dem sehr ärgerlichen Remis in Wolbeck – wieder zusammenwächst, was zusammengehört. Nach dem 3:1 (2:1)-Sieg ist jedenfalls erst mal wieder alles paletti für Andreas Sommer und seine Landesliga-Interessenten.

Freistoß-Künste in der Schöneflieth: Nullneun schlägt Hörstel

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Jene laufen neuerdings zu Eminem ins Stadion ein: Das wummert echt unheimlich unterm Tribünendach – und auch die Gäste kriegen hier sofort mal ein paar Beats um die Ohren geknallt: Bernd Lakenbrink nach der ersten Ecke noch mit Schusspech (11.). Aber die zweite kommt bestimmt, mit ihr ein wildes Gepöhle – und Patrick Fechtel zu Fall. Emre Kücükosman hat sich den Ball flugs zurecht gelegt – und kennt da aus elf Metern keinen Spaß, Nullneun führt (15.).

Fünf Zeigerumdrehungen später beginnt dann das oben angesprochene Freistoß-Theater. Dessen erster Akt einmal mehr die Pianisten-Weisheit belegt, dass es drei Männer braucht, die das Klavier reintragen und nur einen, der‘s spielen kann: Herting hat die Murmel da ganz fein drapiert. Kücükosman redet gut zu. Brüning stiftet Chaos. Und Fechtel klopft schließlich drauf – abgefälscht, 2:0! Hörstels Drei-Mann-Mauer hier so durchlässig, dass David Hasselhoff die Stimme schon geölt hat.

Der Rest der ersten Hälfte verläuft eher beschaulich, Greven mit einem grundsoliden Auftritt bei schwierigen Platzverhältnissen – jedoch einmal im Schießbuden-Modus: Patrick Schoo zum 2:1 (42.) – ja, is‘ denn heut‘ schoo Weihnachten? Denn dieses Anschlusstor überrascht die fleißigen, aber sonst doch harmlosen Gäste offenbar selbst.

Zu keiner Sekunde wirkt die Partie so, als könne sie kippen – nach der Pause hält sie dafür das zweite Freistoß-Kunstwerk bereit: Kapitän Peter Lakenbrink, 25 Meter, sechs wütende Schritte Anlauf, die so aussehen, als wollte er das Ding in Absicht Richtung Freibad wemmsen – aber dann: zack, verarscht! Ein irre frecher Schlenzer ins kurze Eck – und zugleich, siehe oben, die zweite überwundene Mauer dieses Sonntags. Die Entscheidung.

SC 09: Dömer – Herting, Krasenbrink, Rüschenschulte, Kraus – P. Lakenbrink, Hart, B. Lakenbrink, Kücükosman, Fechtel – Brüning.

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