Fußball: Kreisliga B
Blau-weißes Drehmoment

Greven -

DJK BW Greven lag schon mit 0:1 zurück. Doch am Ende reichte es noch zu einem knappen Sieg gegen den SC Sprakel.

Sonntag, 13.10.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 14:52 Uhr
Mit einer beherzten zweiten Halbzeit drehte BW Greven das Match gegen Sprakel.
Mit einer beherzten zweiten Halbzeit drehte BW Greven das Match gegen Sprakel. Foto: Stefan Bamberg

Plötzlich fehlt Norbert Gellenbeck nur noch ein einziger Pfiff zu einem perfekten Sonntag. Die Aussicht auf Zählbares, sie ergab sich auch aus Sicht des Abteilungsleiters denn doch ein bisschen unverhofft. Egal. Mach‘ Schluss, das ist seine Geste in Richtung Rasen. Und dann, Tatsache! Aus. Die DJK BW Greven dreht ein 0:1 gegen den SC Sprakel noch in ein 2:1.

Spät ins Glück: DJK dreht das Spiel gegen Sprakel

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Blau-Weiß spielt passend zur eigenen Tabellensituation in mausgrau – und, ehrlich gesagt, verläuft die erste Halbzeit entsprechend. Greven ja gewiss bemüht, Druck zu entfachen – Zielführendes aber springt selten heraus.

Einen Volltreffer landet zunächst einzig Nicolai Lange, mit einem ebensolchen Bein im Sechzehner – es gibt sogar im Leben eines Fußballers Momente, in denen Diskussionen zwecklos sind: Referee Gary Vaughan deutet auf den Elfmeterpunkt, und ebnet Sprakel damit den Weg zur Führung (31.). Was die DJK derweil so zustande bringt? Einen eher zufälligen Bernd-Block-Abschluss nach einer Ecke (36.). Kurz drauf stapft Sven Hehl mit Stechschritt in die Katakomben.

Wo der Mann offenbar mehrere gute Ideen hatte. „Wir haben es geschafft, den Schalter trotz eines Rückstands umzulegen“, notiert der Coach. „Das war eine schwierige Situation.“

Die seine Mannen einerseits dank einer großen Portion Beherztheit meistern. Andererseits: Das ist auch echt gar nicht mal so schlau, wie die Gäste hier ihren dünnen Vorsprung verteidigen wollen. Den Offensivbetrieb stellen sie weitgehend ein; hinten vertrauen sie darauf, dass so komische Sachen wie in der 75. Minute schon nicht passieren werden: Ein krummer Pass rutscht da irgendwie durch, Block grätscht hoffnungsfroh zum Ball – 1:1. So verdient der Ausgleich ist: In seiner konkreten Entstehung kommen die Gastgeber an dieses Tor wie Karl-Marx-Stadt an ein Pfund Bananen.

Doch dieser eigentlich unspektakuläre Kick hält sogar noch eine Pointe bereit: 81., Halbfeld-Flanke in die gefährliche Zone, genau da muss er hin – und dann ein Selbsttor der allerersten Kategorie. 2:1! Das ultimative Drehmoment. „Mir ist völlig wurscht, wer das Ding reinhaut“, frohlockt Sven Hehl, packt die drei Punkte ein – und geht nach Hause.

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