Fußball: Bezirksliga
Spannend, spannender – Bezirksliga

Greven -

Seit wann wird der Tatort eigentlich schon sonntagsnachmittags gezeigt? Die Bezirksliga ist im Moment jedenfalls ein Krimi der ersten Kategorie. Was maßgeblich daran liegt, dass Greven 09 gegen Wettringen strauchelt. Nun haben die Nullneuner vier Verfolger.

Sonntag, 17.11.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 16:12 Uhr
Ein Spitzenspiel, das diesen Titel verdiente – gut, dass der Kollege unten alles mitgefilmt hat. 09 ärgerte sich trotzdem.
Ein Spitzenspiel, das diesen Titel verdiente – gut, dass der Kollege unten alles mitgefilmt hat. 09 ärgerte sich trotzdem. Foto: Stefan Bamberg

Spannend, spannender – Bezirksliga! Es ist Sonntagnachmittag, zwanzig nach vier, und die Fußballfreunde von Ibbenbüren bis Münster, von Recke bis Burgsteinfurt, feiern. Alle Fußballfreunde? Nein, Uli Peppenhorst und etwa 200 Nullneuner könnten auf diesen lokalsportlichen Blockbuster gerade gut verzichten: Greven 09 eins, Vorwärts Wettringen zwei. 09 bleibt damit zwar Tabellenführer, spürt jetzt aber den heißen Atem von gleich vier Verfolgern im Nacken: von Borussia Münster, dem TuS Recke, der Ibbenbürener Spvg und eben jenen der siegreichen Gäste. Welch ein Krimi – der selbst die diesmal Enttäuschten nicht untröstlich zurücklässt: „Wir können uns nicht so viel vorwerfen“, resümiert Peppenhorst. „Das war ein starkes Spitzenspiel.“

Spannend, spannender, Bezirksliga: 09 verliert gegen Wettringen

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Also dann: Chef-Coach Andreas Sommer hat Dienst, Kapitän Peter Lakenbrink Wade und Knie – Nullneun also heute mit dezimierter Kommandobrücke. Dafür anfangs mit ein paar Leichtmatrosen an Deck: Nach 30 Sekunden gleich mal ein unbewachter Kopfball für die Gäste – aber Luca Dömer packt zu. Mit dieser Schlagzahl geht‘s weiter: 3. Minute, andere Seite, und prompt auch ein Satz heiße Hände für Wettringens Tom Knöpper – Jonas Rüschenschulte hatte doll, aber zu zentral geschossen. Beide Teams mit so viel Druck, dass Olli Kahns Anwälte sich vermutlich alsbald melden – ein Topspiel, das sofort auf die Zwölf geht. Vergleichsweise unscheinbar kündigt sich da das Unheil aus Sicht der Gastgeber an: Ein Steilpass des Tabellendritten, scheinbar ins Nirwana – doch Schiri Henrik Jasper pfeift Freistoß. Konsequent der Mann, er hatte den Vorteil abgewartet. Und dieser vorbildlichen Regelauslegung folgt denn ein vorbildlicher Schuss: Henning Hüls, 25 Meter – Tor! Mauer und Torwart verdutzt – aber: Kein Vorwurf an niemanden, das Teil war schlicht eine Granate. 0:1!

Vorwärts macht seinem Vereinsnamen weiter alle Ehre: Sie fackeln nicht lange, zimmern lieber mal amtlich einen drauf als den fünften Kurzpass zu zele­brieren – das ist mitunter Karo einfach. Aber irre erfolgreich – gestatten, hier kommt die 21. Minute: Der nächste Fernschuss, einfach mal draufgeklopft, eher planlos, fliegt Richtung Freibad – aber dann abgefälscht! Drin! Wahnsinn. Bis hinunter in die Kreisliga bringen die Übungsleiter ja heutzutage Laptops mit zum Training – wie romantisch ist‘s da, dass ab und zu solche Zufallsbuden fallen. Nur Steffen Herting findet das alles in diesem Moment verständlicherweise nicht so lustig – der hat das Ding nämlich scharf gemacht. 0:2.

Und zeitgleich eine alarmierende Beobachtung: Die Eckfahne hängt am Volkstrauertag auch schon auf Halbmast. „Wir haben aber weiterhin an uns geglaubt“, notiert Peppenhorst.

Obschon das im Falle des 0:3 schwer gefallen wäre – die Chancen dazu hat Vorwärts (39./47./76.). Doch auch der angeknockte Primus schlägt nach der Pause zurück: Emre Kücükosman scheitert per Kopf (57.), Bernd Lakenbrink im Eins-gegen Eins (81.) – und als es schon dunkel wird, liegt die Murmel doch noch im Netz: Kücükosman hat sie reingelenkt (89.), 1:2. Jonas Averbeck versucht‘s dann in der Nachspielzeit noch mal – die Schiri Jasper für Grevens Geschmack zu zeitig beendet.

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