Fußball Kreispokal: SC Greven 09
Schnell, präzise, torhungrig

Greven -

Das Kreispokalviertelfinale zwischen dem SC Greven 09 und dem SV Drensteinfurt war eine Demonstration der Stärke. Im Duell der beiden ambitionierten Bezirksligisten gab nur ein Team den Ton an. Entsprechend deutlich fiel auch das Ergebnis aus.

Sonntag, 24.11.2019, 17:00 Uhr
Starker Antritt, starker Auftritt: Wenn Nicolas Kriwet auf der rechten Bahn aufs Tempo drückte, bedeutete das auf Drensteinfurter Seite die höchste Alarmstufe.
Starker Antritt, starker Auftritt: Wenn Nicolas Kriwet auf der rechten Bahn aufs Tempo drückte, bedeutete das auf Drensteinfurter Seite die höchste Alarmstufe. Foto: Sven Thiele

Den Titelverteidiger Herbern zu Fall gebracht, den VfL Senden aus dem Rennen geworfen, ebenso Concordia Albachten. Und nun den SV Drensteinfurt bezwungen, nein: deklassiert. Mit sage und schreibe 5:0 (3:0) stieß der SC Greven 09 am Samstagnachmittag das Tor zum Kreis-Pokalfinale ganz weit auf und hält Kurs. Nicht nur in Sachen Meisterschaft stimmt die Richtung. Auch der Kreispokal erweist sich als vielversprechendes Ziel.

Dabei machte keineswegs ein Leichtgewicht seine Aufwartung in der Schöneflieth. Mit dem SV Drensteinfurt stellte sich ein ebenfalls ambitionierter Bezirksligist in den Weg. Doch die seit Anfang September ohne Blessuren durch Liga-Alltag und Pokal-Zugabe geeilte Mannschaft von Oliver Logermann wurde schneller entzaubert als ihr lieb war. 25 Minuten lang hielten die Gäste die Partie offen, danach gab es kein Halten mehr.

Der Führungstreffer von Bernd Lakenbrink diente dabei als eine Art Blaupause. Die aufmerksame Vierer-Kette mit Steffen Herting, Felix Krasenbrink, Philipp Kraus und Jonas Averbeck, der an diesem Tag besonders heraus stach, gab den Anstoß. Ein Pass auf Nicolas Kriwet, sein Spurt über 30 Meter und der Blick für den am langen Pfosten postierten Lakenbrink ebneten den Weg zum 1:0. Drensteinfurts Hintermannschaft wirkte nicht nur in dieser Szene wie überrollt.

Dass an diesem Nachmittag nahezu jeder Passversuch sein Ziel fand und dadurch die im Gegensatz zu ihren Gästen fast in Bestbesetzung angetretenen Grevener wie am laufenden Band feine Spielzüge kreierten, führte Andreas Sommer auch auf die Platzverhältnisse zurück. „Da sieht man mal, wie der Kunstrasen uns hilft. Durch unsere Ballsicherheit und unsere läuferische Stärke kriegen wir viel mehr Tempo ins Spiel.“

Dem Hoch-Geschwindigkeitsfußball der 09er hatten die Drensteinfurter an diesem Tag wenig bis nichts entgegenzusetzen. Ein einziges Mal geriet das Tor von Luca Dömer ernsthaft in Gefahr. Falk Bußmanns Schuss aus 20 Metern donnerte an das Lattenkreuz (40.). Mehr ging nicht.

Die Grevener setzten weiter auf gezielte Nadelstiche. Und erzwangen die frühe Entscheidung in diesem Pokal-Viertelfinale. Wer nicht aufmerksam das Geschehen verfolgte, dürfte das 2:0 verpasst haben. Der erneut enteilte Kriwet legte zum zweiten Mal an diesem Tag mustergültig vor. Diesmal vollendete Patrick Fechtel (43). Es war ein ähnlich rasanter Spielzug wie der zum 1:0.

Grevens Torjäger vom Dienst hatte einen Sahnetag erwischt. Er profitierte auch von der formvollendeten Vorarbeit seiner Mitspieler. Nächster Spielzug, nächstes Tor. In der 45. Minute erhöhte Fechtel auf 3:0. Diesmal per Kopf.

Sommer: „Das war heute eine richtig gute Mannschaftsleistung. Wir haben sehr kompakt gestanden und uns die Torchancen gut herausgespielt. Auch läuferisch war alles drin.“

Dass der SC Greven 09 den Vorsprung nach der Pause nicht nur verwaltete, sondern weiterhin Vollgas gab, quittierten die fröstelnden Zaungäste, soweit sie die Daumen für die Gastgeber drückten, mit viel Applaus. Geboten bekamen sie weiterhin sehenswerte Spielzüge und zwei weitere Treffer. Den Hattrick des Tages vollendete Patrick Fechtel, als er den Ball am Drensteinfurter Keeper vorbei spitzelte (53.).

Der Schlusspunkte zum 5:0 war Emre Kücükosman (64.) vorbehalten. Er, der zuvor seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene gesetzt hatte, krönte mit diesem Tor seine ebenfalls tadellose Vorstellung.

Zum Thema

SC Greven 09: Dömer – Krasenbrink, Kraus, Herting, Averbeck – Bernd Lakenbrink, Hart (78. Hinterding), Rüschenschulte (70. Austermann), Kücükosman, Kriwet – Fechtel (63. Glanemann).

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