DJK Greven: Neuer Kursus
DJK BW Greven: Über Stock und über Stein

Greven -

Das Jahr beginnt sehr sportlich für die Talente von DJK BW Greven. Der Verein bietet einen neuen Kurs mit der Überschrift Parcour an: Dabei geht es darum, einen Hindernislauf auf dem Hallenparkett zu bewältigen. Begleitet wird das Projekt von Eike Scheibel, der die jungen Grevener Sportler anleitet und wertvolle Tipps gibt, wie der Hindernislauf möglichst gut zu bewältigen ist.

Montag, 06.01.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 14:54 Uhr
Mit Elan über den Stufenbarren. Wie ist eigentlich egal, effizient soll es schon sein. Vor allem die jungen Kursteilnehmer sind bei der DJK mit Feuereifer bei der Sache.
Mit Elan über den Stufenbarren. Wie ist eigentlich egal, effizient soll es schon sein. Vor allem die jungen Kursteilnehmer sind bei der DJK mit Feuereifer bei der Sache. Foto: th

Auf den ersten Blick erinnert der Aufbau an den einer Turnstunde. Ein Stufenbarren, daneben ein Balken. Ein Kasten, vor dem sich ein Sprungbrett befindet. Bänke und Matten. Jeder Aufbau bildet eine Station. Zusammen sind es fünf. Sie sind kreisförmig angeordnet.

Am Stufenbarren erfolgt der Start. 15 Kinder, die jüngsten neun Jahre alt, stehen in der Reihe und wollen ihr erstes Hindernis in Angriff nehmen. „Es ist euch überlassen, wie ihr rüberkommt. Hauptsache, ihr kommt rüber.“ Mehr hat Eike Scheibel den Mädchen und Jungen zunächst nicht zu sagen. Keine vorgegebene Bewegungsabfolge, keine Regel, welches Bein wie zuerst wo rüber zu schwingen ist. Nur ein wacher Blick, damit sich niemand verletzt.

Eike Scheibel absolviert bei der DJK ein Freiwilliges soziales Jahr. Der lizenzierte Übungsleiter trainiert verschiedene Gruppen des Sportvereins. Seit neuestem auch die Parkour-Gruppe, die er selbst ins Leben gerufen hat. Kennen- und schätzen gelernt hat er Parkour im Sportunterricht der Schule. „Ich fand, es war das beste Thema“, erinnert er sich.

Parkourläufern geht es darum, möglichst effizient von Punkt A zu Punkt B zu gelangen. Der Bewegungsfluss und die -kontrolle spielen dabei eine große Rolle. Die Abfolge soll möglichst flüssig ausschauen.

Bei den Kindern, die sich einmal in der Woche um Eike Scheibel und seine beiden Helfer versammeln, ist die Begeisterung für die Idee groß, ganz ohne Vorgaben Hindernisse zu überwinden. „Beim Parkourlaufen kann man kreativ sein“, erklärt Eike Scheibel, der sich nicht ohne Grund mit Tipps zurück hält.

Was Parkour von vielen traditionellen Sportarten unterscheidet: Es geht nicht um Wettbewerb. Es kommt nicht auf Schnelligkeit an, auch gibt es kein Regelwerk, wie die Hindernisse zu überwinden sind. Genau das scheint für viele Sportler den Reiz auszumachen.

Die 15 Kinder jedenfalls sind mit Feuereifer bei der Sache. Zunächst machen sie sich mit jedem einzelnen Hindernis vertraut. Danach balancieren und springen sie entlang aller Stationen des Parcours. Was auffällt: Anders als beim traditionellen Gerättunen, wo Mädchen den überwiegenden Teil der Sportler stellen, scheint das Parkour-Angebot der DJK eher Jungen anzusprechen. In der Trainingsgruppe von Eike Scheibel, die sich dienstags in der Zeit von 16 bis 17 Uhr in der Josefhalle trifft, sind sie eindeutig in der Mehrheit. 60 Minuten lang probieren sie sich an den Hindernissen aus. Und kommen dabei ganz schön ins Schwitzen. Parkour ist nämlich nicht Nervenkitzel, es ist zugleich ein Ganzkörperfitnesstraining.

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