Kreisliga B: DJK startet mit 3:0 (1:0) über Westfalia Kinderhaus III
Risiken und Nebenwirkungen

Greven -

Alles war nicht gut aus Sicht von Sven Hehl. Er ärgerte sich über ruppige Kinderhauser. Das 3:0 seiner DJK BW Greven verschaffte ihm immerhin Genugtuung.

Sonntag, 01.03.2020, 19:37 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 13:30 Uhr
Erster Ansprechpartner für Flanken: Daniel Reiter (l.) erzielte die Führung für die DJK, die siegte und dennoch haderte.
Erster Ansprechpartner für Flanken: Daniel Reiter (l.) erzielte die Führung für die DJK, die siegte und dennoch haderte. Foto: Stefan Bamberg

Immer mal wieder an diesem Sonntagnachmittag sorgt sich Sven Hehl um die Gesundheit seiner Elf. Was nichts mit den neuesten Horror-Nachrichten von SARS-CoV-2 zu tun hat. „Die harte Gangart des Gegners ist zu selten geahndet worden“, klagt der DJK-Coach. Alex Beuning müssen sie verarzten in der ersten Halbzeit, wenig später auch noch Maximlian Wilp. Andererseits: setzt es auch einen Platzverweis für den Grevener Linienrichter, der Schiri Paul Breul dann doch nicht neutral genug war. Das Ganze begleitet von Kinderhausern, die eine halbe Reservebank zum Pöbeln mitgebracht haben. Das Ergebnis verschafft Hehl immerhin Genugtuung: Mit 3:0 gewinnt BW Greven gegen Westfalias Dritte. Und doch ist aus Sicht des Übungsleiters eben nicht alles gut.

Deshalb gleich wieder zurück zu aktuellen Risiken und Nebenwirkungen: Das Corona-Virus kommt immer näher, und mit ihm das Ende der Menschheit – da spielen wir doch gerne Fußball, so lange wir noch können.

Wobei das mit dem Können direkt nach der Winterpause ja oft so eine Sache ist – auch hier und heute: zu Beginn recht viel, bei dem man sich fragt, was sich der Künstler wohl dabei gedacht hat. Eine Aktion jedoch, die ist so richtig handfest: 13. Minute, Einwurf DJK, schöne Hereingabe von der rechten Seite – und für sowas ist Daniel Reiter im Zentrum der erste Ansprechpartner. Volley, und rein damit! 1:0!

Ansonsten schwärmt DJK-Abteilungsleiter Norbert Gellenbeck am Rand, bei Kaffee und Kuchen, mit einigen treuen Fans über den wundervollen neuen Kunstrasen. Auf dem Reiter, vorhin noch Kunstschütze, Sekunden vor der Pause in Rücklage gerät – drüber. Die DJK muss erst mal weiter zittern.

Wobei: Echte Gefahr strahlen die Gäste eigentlich nicht aus. Der Sieg im Hinspiel, ein 3:2, war das bisherige Ende der münsterischen Herrlichkeit. Mittlerweile kämpft die Westfalia gegen den Abstieg – und testet nur einmal BW-Keeper Robyn Zenker (55.).

Und hinten, da gehen sie ruppig, aber auch relativ ungeschickt zu Werke: Eine Viertelstunde vor Schluss verzichtet Aly Camara zunächst darauf, einen Elfer zu schinden – kriegt aber, wie zur Belohnung, noch mal den Ball. Und serviert kopfgerecht für Sebastian Häder.

Mit dem zweiten Treffer ist die Nummer gelaufen. Aber es gibt noch was fürs Auge: Camara weist nämlich fußballspielend darauf hin, dass im Clubheim nebenan jetzt jeden Sonntag Tanzkreise stattfinden. Er dribbelt sie einfach alle aus – 3:0!

Daher noch einmal das Thema Gesundheit: Westfalias Abwehr braucht nach diesem Tempo-Solo dringend was gegen Schwindel.

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