Bezirksliga: Greven hat beim 3:0 keine Probleme mit dem SV Wilmsberg
Rock‘n‘Roll im Regen

Greven -

Der SC Greven 09 hat Grund zur Freude. Und das gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen bezwingt die Mannschaft von Andreas Sommer den SV Wilmsberg mühelos mit 3:0. Zum anderen patzt die Konkurrenz im Rennen um die Tabellenspitze. Allein das Wetter spielt nicht mit.

Montag, 09.03.2020, 09:41 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 12:46 Uhr
Es waren oft heiße Duelle gegen den SV Wilmsberg. Am Sonntag war das allerdings anders: Da hatte Greven 09 – hier mit Jonas Rüschenschulte (weißes Trikot) keine Probleme mit dem langjährigen Rivalen. Das 3:0
Es waren oft heiße Duelle gegen den SV Wilmsberg. Am Sonntag war das allerdings anders: Da hatte Greven 09 – hier mit Jonas Rüschenschulte (weißes Trikot) keine Probleme mit dem langjährigen Rivalen. Das 3:0 Foto: Stefan Bamberg

Fußballfans in V.I.P.-Logen haben nicht den besten Ruf. Der Grund: Man hört sie meist nicht – und sieht sie vor der 60. Minute für gewöhnlich nicht wieder. Weil das Büffet so lecker ist, und die Gespräche in der Halbzeit so interessant. Auch in der Schöneflieth lassen sich viele Zuschauer am Sonntag Zeit beim Weg vom Vereinsheim zurück Richtung Kunstrasenplatz. Und tja, verpasst haben sie deshalb Entscheidendes: Einen Doppelschlag (51./53.) kurz nach der Pause nämlich, der dem SC Greven 09 den Weg ebnete: Für den 3:0-Heimsieg gegen den SV Wilmsberg. Und vielleicht sogar für mehr: Denn während Nullneun souverän siegte, ließ die Konkurrenz im Aufstiegskampf ein paar Punkte liegen. „Das war richtig gut heute“, meinte 09-Coach Andreas Sommer. Nach 90 Minuten im Dauerregen, dem seine Kapuze nicht ganz standhielt. „Musi“ freut sich auf den Sommer, titelten die Kollegen von Heimspiel neulich angesichts seines nahenden Vertragsendes. Wer will es ihm verdenken, an solchen Meimel-Tagen?

Überhaupt ein Tag der Abschiedstourneen heute: Es ist der letzte Auftritt der Wilmsberger in Greven, ehe sich der Klub auflöst und mit Preußen Borghorst fusioniert. Oftmals stiegen ja heiße Tänze, wenn der SVW hier zu Besuch war. Heute nicht: Selten war‘s so einfach, gegen den aktuellen Tabellenzehnten zu gewinnen. Von Beginn an machen die Gastgeber das Spiel gegen Gäste, die meistens einen Schritt zu spät kommen.

Beziehungsweise manchmal sogar zwei: Per Kung-Fu-Tritt nietet ihr Keeper Frederik Teupen nach zehn Minuten Patrick Fechtel um – unabsichtlich, jedoch sowas von ungeschickt. Es gibt eine blutige Nase, Gelb und natürlich Elfmeter. Emre Kücükosman netzt ein zum 1:0.

Danach hat 09 einmal Glück, bei einem plötzlichen 40-Meter-Zauberschuss an den Innenpfosten (31.). Ansonsten aber wenig Mühe.

Die beiden wichtigen Momente dann direkt nach dem Seitenwechsel: Mo Seye und Patrick Fechtel stochern sich in Teamarbeit zum 2:0. Wenig später dreht Fechtel allein seine Runde – 3:0. Wie gesagt, haben das aber längst nicht alle mitgekriegt. Nur die Wilmsberger Schlachtenbummler, die sind schon wieder komplett – und erleben jetzt einen Nachmittag frei nach Cindy und Bert: Immer wieder sonntags kommt die Ernüchterung.

Erleichterung derweil bei 09: Die Wochen im Trainer-Personalkarussell hat die Mannschaft offenbar ohne Drehwurm überstanden.

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