Bezirksliga: 09 gewinnt zum Saisonstart glücklich 1:0 gegen Emsdetten 05
Drei Punkte – irgendwie

Greven -

Gleich zu Saisonbeginn fordern die Fußballer des SC Greven 09 ihr Glück mächtig heraus. Gegen Emsdetten 05 gelingt den Grevenern nur wenig. Selbst ein Elfmeter sitzt erst im Nachschuss.

Montag, 07.09.2020, 12:15 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 12:20 Uhr
Bernd Lakenbrink und der SC Greven 09 bezwingen Emsdetten 05 mit viel Glück 1:0.
Bernd Lakenbrink und der SC Greven 09 bezwingen Emsdetten 05 mit viel Glück 1:0. Foto: Stefan Bamberg

Also doch noch! Ein bisschen Spannung, ein bisschen Bambule – und vor allem auch noch ein bisschen Fußball. Mirsad Celebic, so wirkte es Mitte der zweiten Halbzeit, hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben. Hatte sich immer wieder an die Stirn gefasst, weil kaum was gelingen wollte. Und weil überhaupt so wenig passierte. Dann aber: Als die Schlussviertelstunde anbrach, als Celebics Mannschaft zumindest mal die Initiative ergriff, als hier und da sogar ein Hauch Originelles aufblitzte und vor allem, als Patrick Fechtel mit der letzten Patrone doch noch das 1:0 erzielte – da kam die Schöneflieth plötzlich so richtig auf Touren. Um wenig später, bei der Bilanzierung dieses Sonntagnachmittags, die Handbremse wieder anzuziehen: „Im Grunde“, so das schonungslose Fazit des Trainers, „ist das Glück für die ganze Saison aufgebraucht.“

Die Zahlen zu diesem eher freudlosen Auftakt: Greven 09 besiegt Emsdetten 05 mit 1:0. Und, ehrlich gesagt, mit ziemlich viel Dusel.

Zu Beginn ist die Stimmung natürlich mehr heiter als wolkig: Sie spielen wieder – das ist ja immer noch die wichtigste Nachricht in diesen Wochen. 300 Zuschauer heiß und ganz im Sinne der bedeutenden Fankultur-Philosophen von „Fettes Brot“ unterwegs: Fußball ist immer noch wichtig!

Auf dem Platz läuft es freilich erst mal ganz anders als erwartet: Die wohl als Mittelklasse-Team einzuschätzenden Gäste nerven den Favoriten kolossal. 09 agiert nach vorn zu unpräzise – und ist hinten bei Standards anfällig: Nach 13 Minuten im Sechzehner großes Hallo nach einem Freistoß, Dettens Max Mause wemmst den Ball letztlich an die Unterkante der Latte.

Gegenüber gibt es vor der Pause tatsächlich nichts zu sehen. „Wir sind einfach überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, moniert Celebic. Und wird, als Emsdetten noch mal vors Holz klopft (Latte/49.), aktiv: Gleich dreimal wechselt er aus – das bringt endlich mehr Schwung.

In der 68. zum Beispiel geht‘s mal fix über links, Mo Seyes Schlenzer wird aber pariert. Seye allerdings hat noch nicht fertig: Er ist es, der das Heft jetzt in die Hand nimmt – und der davon in der 89. Minute nur mit unfairen Mitteln abzuhalten ist: Es gibt Elfmeter, wohl zu Recht, als Grevens Mittelfeldmotor am Fünfer zu Boden geht.

Und wie Fechtel den versenkt, ist irgendwie symptomatisch: im zweiten Versuch, im Nachschuss. 16.48 Uhr, die Grevener Bank springt auf, mehr erleichtert als euphorisch. Auf dem Rasen folgt noch ein kleines Handgemenge, da muss man natürlich dabei gewesen sein! Und in der Nachspielzeit ein allerletzter Emsdettener Freistoß, der über drei Stationen in Luca Dömers Arme flippert. Nicht drin – irgendwie. Drei Punkte – irgendwie.

SC Greven 09: Dömer - Mennemeyer, Kraus (70. Qoraj), Averbeck, Herting (50. Krumschmidt) - Liszka (60. Rüschenschulte), Kücücosman (60. Berges), Seye, Golparvari, B. Lakenbrink - Fechtel.

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