Kreisliga A: Falke Saerbeck hat beim 2:0-Sieg wenig Probleme mit SW Esch
Grujic muss nicht grübeln

Saerbeck -

In Saerbeck war am Sonntag der Tag der stürmenden Verteidiger: Weil seine Defensivkräfte ungeahnte Offensiv-Qualitäten präsentierten, konnte Falke-Coach Dragan Grujic die Saison-Heimpremiere als gelungen verbuchen.

Sonntag, 13.09.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 16:35 Uhr
Die Falken hatten nur in der Anfangsphase Mühe bei ihrem Heimauftakt gegen SW Esch. Dann ging alles seinen erhofften Gang, die Saerbecker agierten souverän – und Trainer Dragan Grujic (kleines Bild) musste nicht lange grübeln.
Die Falken hatten nur in der Anfangsphase Mühe bei ihrem Heimauftakt gegen SW Esch. Dann ging alles seinen erhofften Gang, die Saerbecker agierten souverän – und Trainer Dragan Grujic (kleines Bild) musste nicht lange grübeln. Foto: Stefan Bamberg

Den Daumen am Kinn, die restliche Hand unter der Nase. So sieht es typischerweise aus, wenn Dragan Grujic grübelt. Wenn potenziell Unheil droht. So wie gestern – zunächst jedenfalls. Lange allerdings musste der Übungsleiter schließlich doch nicht in der ihm eigenen Denker-Pose verharren. Erleichterte Gesichter stattdessen in der Klimakommune: Falke Saerbeck gewinnt mit 2:0 (1:0) gegen SW Esch – und kann das böse Wort „Fehlstart“ doch vorerst aus seinem Vokabelheft streichen.

Los geht es, mit sehr viel Sonne und noch mehr Vorfreude: Endlich wieder Lindenstraße am Sonntag – auch das Saerbecker Stadion ist prima besucht beim Heimauftakt in dieser besonderen Saison. Unvermeidlich daher auch gleich der Hinweis an die Fans, den Corona-Abstand einzuhalten. Für die Aktiven gilt der freilich natürlich ausdrücklich nicht, die Falken haben diesbezüglich aber anscheinend kurz den juristischen Überblick verloren: Denn in der elften Minute sind Grujics Jungs nicht dicht genug am Mann, die Gäste mit der dicken Schusschance – und so gerade noch klären sie da vor der Linie. Überhaupt: „In den ersten 25 Minuten hat nicht viel geklappt“, gibt Grujic zu. Und da wird es auch noch ein zweites Mal eng, als der Ball nach einem Freistoß urplötzlich frei ist, drüber – Keeper Luca Peppenhorst hatte vorher mit Schmackes in die Luft gefaustet (27.).

Aber: Falke ist davon offenbar endlich geweckt worden, die Grujic-Elf legt nun ihrerseits den Vorwärtsgang ein. Und fordert, als Laszlo Sooky fällt, wie wild Elfmeter – doch sogar am Wahl-Sonntag ist Fußball keine basisdemokratische Veranstaltung: Zum Entsetzen der Falken bleibt Michel Mayers Pfeife stumm. Aber nun gut, dann regeln sie es halt selber: Eine halbe Stunde ist vorbei, da steckt Dennis Teupen die Murmel durch, findet dabei über Umwege Jan Ottmann – der ist Linksverteidiger, erledigt das jedoch im Stile eines Torjägers. Überlegt ins Eck, 1:0 (31.). Ohnehin ist heute offenbar offizieller Tag der stürmenden Abwehrspieler: Während die Offensiven Fahrkarten schießen (41./44./45.), gelingt mit Marco Laumann einem defensiven Mittelfeldakteur das 2:0 (48.) für die Hausherren, die jetzt alles im Griff und in der Folge auch noch so einige weitere Möglichkeiten haben.

Die Schlussphase ist dann keine Delikatesse mehr, eher eine Riesenportion Gehacktes: Falke muss nicht mehr unbedingt, Esch kann irgendwie trotzdem nicht. „Die eine oder andere Szene hätten wir besser ausspielen sollen“, bemerkt Grujic – und grübelt dennoch nicht mehr.

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