Öko-Check des Landessportbundes: Sport-Centrum Emsaue auf dem Prüfstand
Befriedigend bis mäßig

Greven -

Im SportCentrum Emsaue ist viel Luft nach oben, was den engetischen Zustandes des Gebäudes betrifft. Zu diesem Ergebnis ist der Öko-Check des Landessportbundes gekommen. Die DJK hat die Analyse in Auftrag gegeben und will nun Maßnahmen ergreifen, um Kosten zu senken und die Öko-Bilanz zu verbessern.

Donnerstag, 17.09.2020, 10:33 Uhr aktualisiert: 17.09.2020, 12:42 Uhr
Haben das Sport-Centrum unter ökologischen Aspekten prüfen lassen (v.l.): Präsidiumsmitglied Wolfgang Block, Eberhard Grabowski, Christian und Lukas Sauerland.
Haben das Sport-Centrum unter ökologischen Aspekten prüfen lassen (v.l.): Präsidiumsmitglied Wolfgang Block, Eberhard Grabowski, Christian und Lukas Sauerland. Foto: th

Ob bei der Heizenergie, dem Strom- oder dem Wasserverbrauch: In allen Werten weißt das SportCentrum Emsaue Spitzenwerte auf. Wobei Spitze in diesem Fall nicht ausgezeichnet bedeutet. Im Gegenteil. Im Vergleich zu ähnlichen Gebäuden weist der Komplex, in dem Umkleiden, Sporträume sowie die Geschäftsstelle der DJK untergebracht sind, einen erheblichen höheren Energieverbrauch auf. Das ist das Ergebnis des Öko-Checks, den der Verein beim Landessportbund NRW in Auftrag gegeben hat. Ein Maßnahmenkatalog soll helfen, die Energiekosten zu senken und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Christian Sauerland und Eberhard Grabowski haben eine neue Funktion bei der DJK. Sie fungieren künftig als Energie-Manager. An Beschäftigung dürfte es ihnen nicht mangeln. Das zeigt ein Blick in das 47-seitige Papier, das das Ergebnis einer umfassenden Analyse ist. Der von einer Duisburger Energieberatung aufgestellte Öko-Check umfasst neben der Verbrauchsentwicklung konkrete Empfehlungen, weniger Strom, Wasser und Erdgas zu nutzen, Lüftung und Beleuchtung zu optimieren sowie das Energiemanagement als Teil der Gebäudeverwaltung zu betrachten.

Seit 2007 bewirtschaftet die DJK die Immobilie, die sich im Besitz der Stadt Greven befindet. Neben Umkleideräumen betreibt der Verein in der Emsaue drei Sporträume. Außerdem gibt es Seminarräume, einen Club-Raum sowie eine Geschäftsstelle. Auch die DLRG ist im Sport-Centrum Emsaue beheimatet.

Durch die steigende Nutzung ist der Energieverbrauch in den vergangenen Jahren in die Höhe geklettert. Und damit auch die Kosten. Allerdings: Nach Berechnungen der Energieagentur liegen die Verbrauchszahlen deutlich über denen vergleichbarer Gebäude. In Sachen Optimierung scheint es viel Luft nach oben zu geben. Dr. Jörg Ahlert kommt zu diesem Schluss: „Die Begehung hat ergeben, dass es noch zahlreiche Möglichkeiten gibt, die ökologische Situation zu verbessern. Insgesamt macht die Einrichtung einen befriedigenden bis mäßigen Eindruck.“

Kurzfristige Maßnahmen sollen erste Verbesserungen bringen: Dabei geht es um die Optimierung der Belüftung, die Erneuerung von Armaturen und das Stilllegen von Kühlgeräten. Mittelfristig stehen der Einbau einer Solaranlage sowie die Erneuerung der Fenster an. Ebenfalls in der Diskussion ist die Frage, ob das Thema Klimaschutz in die Vereinssatzung aufgenommen werden soll. Auch diese Diskussion hat der Öko-Check ins Rollen gebracht.

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