SC Greven 09
Kunstrasen: Fußballer müssen sich gedulden

Greven -

Aus dem erhofften Baubeginn in diesem Herbst wird nichts. Die Fußballer des SC Greven 09, die auf einen zweiten Kunstrasenplatz in der Schöneflieh hoffen, müssen sich weiter in Geduld üben.

Freitag, 25.09.2020, 15:05 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 11:22 Uhr
Wie 09-Vorstand Björn Dewitt waren die 09-Fußballer darauf, dass die ramponierte Rasenfläche in der Schöneflieth in einen Kunstrasenplatz umgewandelt wird.
Wie 09-Vorstand Björn Dewitt waren die 09-Fußballer darauf, dass die ramponierte Rasenfläche in der Schöneflieth in einen Kunstrasenplatz umgewandelt wird. Foto: th

Der Bau eines weiteren Kunstrasenplatzes in der Schöneflieth verzögert sich. Weil die Stadt ein vom Bund aufgelegtes Förderprogramm anzapfen will, müssen sich die Fußballer des SC Greven 09 weiterhin in Geduld üben. Vorsitzender Philipp Wimber rechnet nicht mit einer zeitnahen Entscheidung: „Das Vorhaben steht auf sehr wackeligen Füßen.“

Im aktuellen Haushalt der Stadt Greven waren Mittel für den Neubau eingestellt worden. Mit Sperrvermerk, da unter anderem Fragen des Lärmschutzes zu klären waren. Diese Hausaufgaben seien erledigt worden, erklärt Wimber. Grundsätzlich könne gebaut werden. Vorausgesetzt, ein Lärmschutzwall wird zwischen Platz und der nahe liegenden Wohnbebauung gezogen. Durch die dadurch entstehenden Mehrkosten summiert sich das Projekt auf rund 500 000 Euro.

In seiner letzten Sitzung vor den Neuwahlen hob der Rat gleichwohl den Sperrvermerk nicht auf und folgte damit dem Vorschlag der Verwaltung. Die will sich zunächst um Fördermittel zur Sanierung kommunaler Sportanlage bemühen.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie stellt der Bund dem Land NRW für dieses und das kommende Jahr Investitionsmittel in Höhe von 78 Millionen Euro zur Verfügung. Geht der Plan auf und die Stadt erhält noch in diesem Jahr den Zuschlag, würde eine Förderung gänzlich ohne städtischen Eigenanteil fließen.

„Wir müssen abwarten“, mahnt Philipp Wimber deshalb zur Geduld. Gleichwohl betont er: „Das Thema ist für uns ein großer Kloß im Hals. Wir kämpfen jetzt seit drei, vier Jahren für den Platz.“

Der Vorsitzende des SC Greven 09 rechnet damit, dass sich das Verfahren noch bis zum kommenden Sommer hinzieht. Frühestens im Herbst/Winter, so Wimbers Prognose, könne der neue Platz in Betrieb genommen werden.

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