Bezirksliga: SC Falke Saerbeck
Falken haben nichts zu verlieren

Saerbeck -

In der Bezirksliga dürften die Handballerinnen des SC Falke Saerbeck um den Klassenerhalt kämpfen. Oder ist mehr drin?

Freitag, 02.10.2020, 18:25 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 13:00 Uhr
Jessica Nienaber
Jessica Nienaber Foto: Heidrun Riese

Es wird keine leichte Saison für die Bezirksliga-Handballerinnen des SC Falke Saerbeck, da ist sich Udo Wels sicher. Nicht nur wegen Corona, auch aus sportlicher Sicht sieht der Trainer seine Mannschaft vor einer großen Herausforderung. „Wir sind kein Kanonenfutter“, betont er. „Aber für uns wird es definitiv um eine gute Ausgangsposition für die Abstiegsrunde gehen.“

Dank einer Wildcard haben die Falke-Frauen den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse geschafft, wo sie auf viele Bekannte aus der Vorsaison treffen. SC Hörstel, Ibbenbürener SpVg, Warendorfer SU, DJK Eintracht Mettingen: Sie alle waren 2019/2020 noch Gegner der Saerbeckerinnen in der Kreisliga und sind es auch 2020/2021 in der Bezirksliga. Sparta Münster, SC Nordwalde und TSV Ladbergen machen die Achter-Staffel komplett. Weil zur nächsten Saison die beiden Bezirksligen zu einer verschmelzen, steigen entsprechend viele Mannschaften ab. „Wir müssen mindestens Vierter werden, um auf der sicheren Seite zu sein“, erklärt Wels, dem weiterhin Eva Schmedding als Co-Trainerin zur Seite steht. „Dann spielen wir in der Meisterrunde.“ Ab dem fünften Platz abwärts kämpfen alle Teams in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt. Für den wollen die Falke-Frauen schon mal Punkte sammeln. Denn gegen die Mannschaften aus der eigenen Staffel spielen sie nicht erneut, da zählen die bereits erzielten Ergebnisse aus der Vorrunde.

Trotz der Vielzahl an ehemaligen Kreisliga-Teams in der Staffel liegt die Messlatte hoch, ist Wels überzeugt. Wie ihm zu Ohren gekommen ist, hat sich die ISV deutlich verstärkt. Außerdem geht Hörstel mit einer ehemaligen Oberliga-Spielerin an den Start. „Miriam Ahaus von der ISV“, informiert der Trainer. „Sie ist eine gute Außenspielerin, die viel Tempo macht.“ Tempo, genau da sieht Wels die große Herausforderung für seine Mannschaft: „In der Bezirksliga wird wesentlich mehr auf die Tube gedrückt.“

Da ist es schon mal gut, dass es sich bei den Saerbeckerinnen um eine eingeschworene und eingespielte Truppe handelt. Es gibt exakt einen Ab- und einen Neuzugang: Vera Lüke beendet ihre Laufbahn zwischen den Pfosten, ihren Platz nimmt Leonie Beinker ein. „Sie kommt vom SC Greven 09, sozusagen als Leihgabe“, informiert der Falke-Coach, „weil der Verein in dieser Saison keine zweite Mannschaft stellt.“ Er findet: „Sie ist eine tolle Ergänzung zu Paula Wenners, weil sie vom Typ her eine ganz andere Torhüterin ist, und von der Chemie her hat es sofort gepasst.“

Aber auch ohne große personelle Veränderungen muss ein Team zusammen trainieren, damit auf dem Spielfeld ein Rad ins andere greifen kann. Das war schwierig unter den Corona-Bedingungen, wie Wels berichtet. „Wir haben Mitte Juni in der Halle angefangen, erstmal in kleinen Gruppen und mit Abstand. Mitte Juli war dann Teamtraining möglich. Weil dann Urlaubszeit war und einige Verletzungen auskuriert werden mussten, konnten wir erst Mitte August so richtig mit der Vorbereitung starten. Aber die anderen Mannschaften haben die selben Probleme.“

Trotz der hohen Hürden und schwierigen Voraussetzungen wirkt der Trainer der Saerbecker Handballerinnen noch relativ gelassen. „Wir haben gar nichts zu verlieren“, sagt er. „Wir haben eine tolle vergangene Saison gespielt und uns mit der Wildcard belohnt. Alles weitere“, findet er, „ist jetzt eine Zugabe.“

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