Kreisliga B: DJK überrennt den Klub Mladost – und lässt dabei noch viele Chancen aus
7:1! Nur 7:1?

Greven -

Ein Spiel mit vielen Toren – in dem aber noch viel mehr Tore hätten fallen können. Vielleicht sogar müssen. Trotzdem konnten die DJK-Fußballer zufrieden sein mit ihrem Auftritt gegen den Klub Mladost.

Sonntag, 11.10.2020, 18:44 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 10:34 Uhr
So sah es eigentlich fast immer aus am Sonntag in der Emsaue: Der vor allem in der ersten Halbzeit überragende Maurice Seikowski stürmte aufs Tor des Klub Mladost – und legte dann für Bernd Block. Sieben Treffer schenkten die Blau-Weißen ihren Gästen ein.
So sah es eigentlich fast immer aus am Sonntag in der Emsaue: Der vor allem in der ersten Halbzeit überragende Maurice Seikowski stürmte aufs Tor des Klub Mladost – und legte dann für Bernd Block. Sieben Treffer schenkten die Blau-Weißen ihren Gästen ein. Foto: Stefan Bamberg

Es gibt Fußball-Ergebnisse, bei denen wundern sich erst mal alle. Ein 7:1 zählt normalerweise dazu. So hoch gewinnt man doch eigentlich nicht! Auch am Sonntag in der Emsaue sorgt dieses Resultat für überraschte Gesichter – verrückterweise allerdings aus einem anderen Grund: Wie? Nur 7:1? Vorbei ist ein Spiel mit vielen Toren, in dem aber noch unglaublich viel mehr Tore hätten fallen können – Schrägstrich: müssen. Die DJK Greven zerlegt den Klub Mladost in all seine Einzelteile.

„Unser Offensivpressing hat gut geklappt“, sagt DJK-Trainer Sven Hehl – und wäre trotzdem gerne mit weißer Weste aus der Partie gegangen. Das späte Gegentor (80.) als echtes Ärgernis, das spricht nicht unbedingt für die Qualität des Gegners.

Dafür durchaus für die eigene: Jeder einzelne Blau-Weiße ist heute schneller als sein Gegenspieler. Sie legen schon in der ersten Viertelstunde los mit fünf, sechs Warnschüssen – von denen Maurice Seikowskis der gefährlichste ist (8.).

Überhaupt Seikowski: Der Mann avanciert zur Attraktion des ersten Durchgangs. Mit seiner Flanke aus vollem Lauf legt er Bernd Block das 1:0 auf (25.), und zwei Minuten später mit selbstlosem Querpass auch gleich das 2:0. Bei Blocks dritter Kiste assistiert dann Münsters Hintermannschaft, die ihn im Sechzehner in aller Ruhe Haken um Haken schlagen lässt (37.). Doch auch das war‘s noch nicht vor der Pause. 44. Minute, und die DJK jetzt mit ihrer Interpretation eines deutschen Punkrock-Klassikers: Hier kommt Alex! Alex Ortmeier auf Alex Beuning – zack, 4:0. Die überforderten Gäste erleben hier in der Tat ein kleines bisschen Horrorschau.

Und es wird aus ihrer Sicht auch nicht zwingend besser. Das Grevener Chancenfeuerwerk geht nach der Pause nämlich nahtlos weiter, sie kombinieren auch sehr flüssig – eigentlich unfassbar ist freilich, was sie dabei noch alles versieben. Nach einem Dutzend Hundertprozenter ist das Tor aber in der 68. Minute so leer, dass Jan-Niklas Bober es auch bei bestem Willen nicht mehr verfehlen könnte – 5:0. Mladosts Keeper guckt inzwischen verständlicherweise etwas entgeistert – als hätte ihm einer erzählt, dass es mehr als nur einen Rudi Völler gibt.

Zweimal muss der Mann noch hinter sich greifen, ehe es überstanden ist: Block (71.) zum vierten und erneut Bober treffen für die DJK.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7627393?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker