Fußball: Ein Spieltag während der Pandemie
Von Blumen und Masken

Greven -

Über die Aktion „Sonnenblumen für die integrative Fußballmannschaft“ wurden 500 € gespendet, die Kinder und Jugendlichen freuten sich sehr.

Dienstag, 20.10.2020, 11:00 Uhr
500 Euro kamen für die integrative Fußballmannschaft zusammen.
500 Euro kamen für die integrative Fußballmannschaft zusammen. Foto: Stefan Bamberg

„Vielen Dank für die Blumen“, sang der großartige Udo Jürgens im Jahr 1981, und produzierte damit nicht nur einen Hitparaden-Klassiker – sondern auch den Soundtrack für Tom und Jerry. Das alles passte fabelhaft zu diesem Sonntag in der Schöneflieth: Denn nicht nur, dass Greven 09 beim 4:0-Sieg Katz‘ und Maus mit Germania Hauenhorst spielte. Nein, der Bezirksliga-Nachmittag hatte tatsächlich auch was mit Blumen zu tun. „Sonnenblumen für die integrative Fußballmannschaft“, diese Aktion erlebte ihren Abpfiff: 500 Euro sind zusammen gekommen dank der Sonnenblumen vom Feld am Emsdeich, die Hobby-Floristen gegen eine Spende für die von Nullneun und der Lebenshilfe ins Leben gerufene Integrationsmannschaft seit dem Sommer erwerben konnten.

Jonas Averbeck, 09-Abwehrrecke und Mitinitiator, freute das natürlich: „Besonders schön ist, dass heute auch so viele aus dem Team da sind.“ Zum großen Mannschaftsfoto stellten sich alle zusammen im Mittelkreis auf – und strahlten bereits vor dem Anpfiff über das ganze Gesicht. Über das erneut vermummte Gesicht, versteht sich. Weil, und das war die zweite Geschichte vom Spielfeldrand: Die 09-Fans erlebten nun schon das zweite Match binnen fünf Tagen mit 90-minütiger Mund-Nasen-Schutz-Pflicht.

Per App oder Zettel registrierten sie sich, rund 100 Sportfreunde hielten „Schnutenpulli“ und Anwesenheitsliste erneut nicht vom Fußballschauen ab: „Na klar, ohne Maske wär‘s schöner“, meint Frank Blom, Corona-Beauftragter des Vereins. Aber Schönheitspreise gibt es in Pandemiezeiten ja nicht zu gewinnen – und das habe sich auch rumgesprochen, hat Blom festgestellt: „Grundsätzlich treffen diese Regeln auf Verständnis.“

Die praktische Umsetzung stehe freilich auf einem anderen Blatt. Dass doch bitteschön zusätzlich zur Maske der 1,50-Meter-Abstand eingehalten werden solle, mehr als einmal müssen die ehrenamtlichen Ordner daran erinnern. „Hin und wieder vergisst auch mal jemand seine Maske zuhause oder im Auto“, berichtet Blom, der für diese Fälle immer ein paar Einweg-Modelle in der Tasche hat, damit alle zu ihrem Fußball-Vergnügen kommen. Die meisten Zuschauer wirken aber allemal guten Willens – nur eben noch nicht wirklich erprobt.

Doch man muss vermutlich weder Hellseher noch Epidemiologe sein, um voraussagen zu können: Wir werden noch mehrere Monate zum Üben bekommen. . .

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