Kreisliga B: Greven 09 II gewinnt ein wildes Derby bei der DJK mit 3:2 (2:1)
Derby deluxe!

Greven -

Das Derby ist ein Derby ist ein Derby! Und was für eins es war am Sonntag in der Emsaue. Zwischen DJK und 09 II ging es so richtig rund. Mit Toren, Karten – und einem durchaus überraschenden Ergebnis.

Montag, 26.10.2020, 11:10 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 10:27 Uhr
Bei DJK gegen Greven 09 II wurde so richtig was geboten. Nicht zuletzt ein überraschendes Ergebnis.
Bei DJK gegen Greven 09 II wurde so richtig was geboten. Nicht zuletzt ein überraschendes Ergebnis. Foto: Stefan Bamberg

Das war‘s! Neunzig plus fünf Minuten – und, ja gibt‘s das: Nicht eine Sekunde lang haben wir an Corona gedacht. Denn: Es hat gerappelt im Karton. Der Papst im Kettenhemd geboxt. Und ach ja, die Kuh flog auch. Liebe Fußballfreunde! Kramt alle Synonyme für „Hier ist was los“ hervor, die Ihr kennt – und nehmt sie mal hundert. Für ein Derby deluxe. Mit allem, was dazugehört. Mit Menschen, Toren, Emotionen – und einer ergebnistechnischen Pointe: DJK Blau-Weiß gegen den SC Greven 09 II: 2:3! Der Außenseiter tanzt Masken-Pogo in der Emsaue.

„Ich glaube, das ist verdient“, sagt Gäste-Coach Srdjan Kosoric, um die gute Ordnung bemüht. Während sein Kollege und Kumpel Sven Hehl auf blau-weißer Seite als einer der wenigen im Stadion der berühmten Redewendung vom „rassigen Derby“ so recht nichts abgewinnen kann. Was aber aus Trainersicht allzu verständlich ist. Weil: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht einen vernünftigen Zweikampf geführt.“

In der Tat – das Bild vor der Pause: Die DJK pennt, Nullneun rennt – auf die Frage nach dem Warum kann sich Hehl keinen Reim machen. Und erleidet förmlich, wie nach einem besonders schnarchnasig ausgeführten eigenen (!) Freistoß das 0:1 eigentlich schon fallen muss – Ricardo Torres trifft aber nur den Pfosten (17.).

Lange geht das freilich nicht gut: 25., diesmal Freistoß 09. Und vielleicht weil so ein kühler, usseliger Sonntagnachmittag im Oktober ja an sich prädestiniert zum Netflix gucken ist, erleben wir jetzt die 54. Staffel der Kult-Serie „Wenn er rauskommt, muss er ihn haben“: BW-Keeper Robyn Zenker faustet Dominic Wessels an – und es steht 0:1.

Generell hilft dieser Treffer der Partie sehr weiter: Die Gastgeber wachen endlich auf – und gleichen aus, als Daniel Reiter aus 25 Metern und dem allgemeinen Chaos einen Heber in den Kasten schraubt (31.). Doch während der Favorit noch denkt, dass jetzt bestimmt endlich alles gut wird, flitzt Nasimon Fousseni schon wieder durch den Sechzehner und schießt völlig unbehelligt das 1:2 (33.). Halbzeit.

In der zweiten dreht sich der Wind: Reiter köpft nach einer fabelhaften Bernd-Block-Flanke das 2:2 (63.). Und sogar durch den Mund-Nasen-Schutz riecht es irgendwie plötzlich ganz penetrant nach Unentschieden. Dann jedoch flankt Torres einfach noch mal einen rein, knickt dabei schmerzhaft um – und verfolgt im Liegen, wie Maxi Wilp dieses krumme Ding ins eigene Netz lenkt. 2:3, 87. Minute, der Irrsinn ist perfekt.

Auf dem Platz bricht jetzt natürlich noch mal Hektik aus. Das Match wird in der Schlussphase in herbstliche Farben getaucht: Neben viel Gelb gibt‘s Rot gegen Jan-Niklas Bober, dem Schiri Niklas Kalfayan ein Nachtreten unterstellt (90.). Und einen allerletzten DJK-Standard, an dem alle vorbeifliegen. Das Flutlicht brennt inzwischen. Was für ein Derby!

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7648768?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker