Der neue Vorstand beim TC Rot-Weiß sieht sich neuen Herausforderungen gegenüber
Ein verlorenes Tennisjahr

Greven -

Timo Schweifel, seit dem Frühjahr Vorsitzender des Tennisclubs, spricht schon jetzt von einem verlorenen Jahr, einer Übergangssaison.

Mittwoch, 04.11.2020, 11:00 Uhr
Saisonabschluss mit Maske: Nur ein einziges Turnier konnte in dieser Saison auf der Anlage des TC Rot-Weiß ausgetragen werden.
Saisonabschluss mit Maske: Nur ein einziges Turnier konnte in dieser Saison auf der Anlage des TC Rot-Weiß ausgetragen werden. Foto: TC RW Greven

Die sechs Tennisplätze in der Kroner Heide sind längst winterfest gemacht. Rund um das Clubheim des TC Rot-Weiß ist es ruhig geworden. Oder besser: Noch ruhiger als zuvor schon im Sommer. Erst der verschobene Saisonstart im April, dann der holprige Auftakt und schließlich eine Turnierabsage nach der nächsten. Timo Schweifel, seit dem Frühjahr Vorsitzender traditionsreichen Tennisclubs, spricht schon jetzt von einem verlorenen Jahr, einer Übergangssaison. „Das habe ich mir im Februar noch ganz anders vorgestellt“, blickt der 38-Jährige auf die ersten Monate in seiner neuen Funktion zurück, die ihn und seine Mitstreiter ganz anders gefordert haben als zunächst gedacht.

Erst zu Beginn des Jahres hat sich der Verein an der Spitze personell erneuert – und nicht nur in Person des Vorsitzenden spürbar verjüngt. Doch die Aufbruchsstimmung erhielt bereits kurz nach den Wahlen einen herben Dämpfer, als der erste Lockdown verkündet wurde. „Alles, was vor allem den Mannschaftssport ausmacht, das Zusammensitzen nach den Spielen zum Beispiel, ist in diesem Sommer weggefallen“, berichtet Schweifel, der zu Beginn seiner Amtszeit vor allem als Krisenmanager gefordert ist.

Immerhin: Ganz so schlimm, wie er und seine Vorstandskollegen befürchtet haben, ist es dann doch nicht gekommen. Die Mitgliederzahl sei konstant geblieben, erklärt Schweifel. Und trotz der Turnierabsagen konnte sich der Verein auf zwei wichtige Förderer verlassen. Trotz des deutlichen abgespeckten Programms hielten mit der Kreissparkasse und der Volksbank zwei Hauptsponsoren dem TC Rot-Weiß die Treue. „Dadurch ist das finanzielle Loch nicht zu groß“, zeigt sich Timo Schweifel erleichtert.

Bevor sich die Tennissportler in die Winterpause verabschiedeten, von der im Moment niemand weiß, wie lange sie dauern wird, stand zumindest noch ein sportliches Kräftemessen auf dem Spielplan: Das traditionelle Pullover-Turnier Anfang Oktober.

Unter die 60 Mitglieder, die das einzige Turnier der Saison zum willkommenen Wiedersehen nutzten, mischte sich auch der Vorsitzende.

Timo Schweifel, seit Kindesbeinen mit dem Tennis-Rack bestens vertraut, gewann bei den Herren mit seinem Doppelpartner Alexander Neudorf gegen Christian Tast und Max Hensmann. Parallel dazu setzten sich Jonas Venschott mit Sebastian Holling gegen Uwe Bussmeier und Marcel Roth durch.

Bei den Senioren setzte sich das Doppel Peter Borggreve/Klaus Jennert durch. Bei den gemischten Paarungen gewannen Vater und Tochter Schlautmann. Christiane Denecke konnte sich an der Seite von Sophia Mumpro bei den Damen behaupten.

Hermann Gottschling und Thorsten Schlautmann war es vorbehalten, dieses eine Turnier zu organisieren. Ihnen war der Dank des Vorstandes gewiss, in dem nicht nur Timo Schweifel auf einen ganz anderen Verlauf als hofft.

Zukunftspläne gibt es beim TC Rot-Weiß jedenfalls genug. Mit Unterstützung des Landes plant der Verein im Frühjahr, die sechs Sandplätze zu sanieren. Zudem soll die Außenterrasse erneuert werden, ebenso die Heizungsanlage und Teile der Sanitärbereiche. Die Modernisierungspläne wirken ein wenig wie das Licht am Ende des Tunnels. Zunächst heißt es aber auch beim TC RW: Abwarten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7662849?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker