Goldener Moment in Stuttgart
Mentaler Wahnsinn am Reck

Greven -

Paula Windau war live dabei, als „Turnfloh“ Fabian Hambüschen den sportlichen Durchbruch schaffte und sich im Jahr 2007 den WM-Titel am Reck sicherte.

Montag, 16.11.2020, 11:00 Uhr
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Fa Foto: DANIEL MAURER

Es gibt sie tatsächlich, diese ewig schillernden Jahrhundert-Ereignisse. Und natürlich gibt es sie auch im Sport. Leistungen, Erfolge, absolute Höhepunkte, die Generationen prägten, einen Boom auslösten, quasi auf die Medaille mit den größten Sport-Blockbustern geprägt wurden. Was könnte schöner sein, als solch einem Ereignis live beizuwohnen. Paula Windau, Grevens Mrs. Turnen, gehört zu den Glücklichen. Sie wurde Zeuge, wie sich „Turnfloh“ Fabian Hambüchen aufmachte, in den Kreis der ganz Großen aufzusteigen.

Das war im Jahr 2007, als sich Windau mit einem Trupp Grevener Turn-Enthusiasten auf den Weg gemacht hatte, um die WM in Stuttgart live unter die Lupe zu nehmen. „Das war ein Atmosphäre“, staunt die Grevenerin nach wie vor. „Gut 8000 Zuschauer in der Halle, ein Riesenlärm, und dann feiert Florian Hambüchen seine erste Goldmedaille bei Weltmeisterschaften am Reck. Wahnsinn.“

Die besondere Note bei diesem ganz besonderen Augenblick: Im Rahmen einer Fortbildungsmaßnahme hatte Turn-Trainerin Paula Windau Bruno Hambüchen, bei einem Vortrag kennengelernt. Der Onkel des WM-Helden fungierte seinerzeit als Mental-Trainer und hatte einen kleinen Einblick in seine Arbeit gewährt. „Diese mentale Unterstützung Hambüchens hat man dann im Reckfinale deutlich gespürt. Das war natürlich ein ganz besonderer Augenblick“, erinnert sich Windau zurück und erzählt von weiteren sportlichen Sternstunden in ihrer langen Sport-Karriere. Da wäre zum Beispiel Daria Bijak. Als Turnerin machte die ehemalige Grevenerin 1998 erstmals von sich reden, als sie vierfache deutsche Juniorenmeisterin wurde, 2000 gewann sie sogar fünf Titel. Mittlerweile lebt Bijak in den USA.

Die Liste derjenigen Talente, die Paula Windau im Laufe ihrer Karriere begleitet hatte, ist ellenlang. Entsprechend reichhaltig dürfte Windaus Füllhorn mit sportlichen Sternstunden angereichert sein.

Ein Ereignis ragt jedoch hinaus. 2001 erfüllte sich an der Kroner Heide der Traum von einer eigenen Halle mit festen Turngeräten. Ein Meilenstein, der den Status des TVE Greven als Landes-Leistungsstützpunkt noch untermauert. „Und auch darauf können wir sehr stolz sein“, sagt Paula Windau.

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