Sven Hehl: Auf die kleinen Dinge kommt es an
Große Berge und kleine Hallen

Greven -

Es sind manchmal die kleinen Dinge, die ganz präsent in Erinnerung bleiben. So geht es auch Sven Hehl, Trainer der Grevener DJK-Fußballer, der schon viel gesehen hat in der großen Welt des Fußballs.

Montag, 16.11.2020, 10:45 Uhr aktualisiert: 16.11.2020, 10:50 Uhr
In Schlins trafen bereits viele große Talente aufeinander.
In Schlins trafen bereits viele große Talente aufeinander. Foto: Privat

Sven Hehl hat einiges gesehen in der Welt des Fußballs. Die großen Stadien, viele namhafte Vereine, etliche Talente von Format. Aber diese Dinge seien doch eher normal für jemanden, der sich quasi Zeit seines Lebens mit dem runden Spielgerät beschäftigt. Insofern hätten die kleinen, manchmal banal wirkenden Erlebnisse, bessere Chancen, sich einen Platz im Langzeitgedächtnis zu erkämpfen.

Das gilt zumindest für Hehl, aktuell Trainer der heimischen DJK-Fußballer in der Kreisliga B. „Klar, ich habe ein Champions-League-Finale live gesehen, war in Manchester und anderen großen Orten des Fußballs. Aber richtig gefesselt hat mich das klitzekleine Hallenturnier in Schlins“, erinnert sich Sven Hehl an eine aufregende Zeit als Trainer der F-Junioren von Bayer 04 Leverkusen.

Seinerzeit habe es neben der regulären eine besondere Saison der Turniere gegeben, das junge Bayer-Team habe sich mit Trainer Hehl mit den besten Deutschen Nachwuchsteams gemessen. „Wir sind viel rumgekommen“, erinnert sich der DJK-Übungsleiter. „Und dann kam die Einladung des FC Erne Schlins. Der Verein konnte sich das Geld für unsere Anreise nicht leisten. Also haben wir das selbst übernommen und dafür einen Ski-Kurs für unsere Jungs ausgehandelt. Das war eine klasse Sache für unsere Acht- bis Neunjährigen“, denkt Hehl an das Jahr 2001 zurück. Eine tolle Zeit sei das gewesen. Tagsüber Ski-Unterricht, dann noch die Spiele in einer Mini-Halle ohne Tribüne oder sonstige Annehmlichkeiten. Dazu die tolle Atmosphäre, in einer grandiosen Bergwelt gegen die besten Teams aus Österreich und Deutschland anzutreten. „Gespielt wurde in einer Art Holzkäfig. Zuschauen musste man von einem Balkon aus. Einfach fantastisch. Und am Ende haben wir das Turnier auch noch gewonnen“, schmunzelt der Übungsleiter, unter dessen Anleitung viele namhafte Fußballer ihre ersten Gehversuche machten. Beispielsweise Danny da Costa, der aktuell beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt sein Geld verdient. Aber auch andere Spieler von Rang und Namen tummelten sich seinerzeit in der F-Jugend der Werks-Elf.

Und tourten mit Trainer Sven Hehl durch Fußball-Deutschland. „Eigentlich sogar durch ganz Europa. Bei den großen Turnieren traf man immer auf die gleichen Kontrahenten. Da haben sich dann im Laufe der Jahre viele Freundschaften entwickelt. Die halten teilweise heute noch“, lächelt Hehl, der sich jedoch besonders gerne an das Hallenturnier in den Bergen Österreichs zurückerinnert.

Manchmal sind es eben doch die etwas kleinen Dinge, die am Ende ganz groß rauskommen.

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