Fußballverband geht vorzeitig in die Winterpause
Kein Spielbetrieb bis Jahresende

Tecklenburger Land/Kreis Steinfurt -

Der Amateurfußball ruht – aufgrund der Corona-Pandemie ist der Spielbetrieb bis zum Jahresende zunächst einmal ausgesetzt. Das hat das zuständige Gremium des Fußballverbandes beschlossen.

Freitag, 20.11.2020, 10:15 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 10:20 Uhr
Wer hat den Ball? – diese Frage stellt sich zunächst mal nicht mehr, da der Verband den Fußballbetrieb zunächst bis zum Jahresende ruhen lassen will. Ob es dann im Januar weitergehen kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden. Foto: Jörg Wahlbrink
Wer hat den Ball? – diese Frage stellt sich zunächst mal nicht mehr, da der Verband den Fußballbetrieb zunächst bis zum Jahresende ruhen lassen will. Ob es dann im Januar weitergehen kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden. Foto: Jörg Wahlbrink

Eine Überraschung ist es nicht: Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hat mitgeteilt, dass es für die westfälischen Clubs ab der Oberliga abwärts sowie für die Junioren vorzeitig in die Winterpause geht. Demnach wird der Ball bis Ende 2020 ruhen.

Das hat der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) am Dienstagabend in einer Videokonferenz mit Vertretern des Verbands-Jugend-Ausschusses (VJA) und den Vorsitzenden der 29 FLVW-Kreise beschlossen.

Die Vereinbarung gilt für alle Amateur- und Jugendspielklassen sowie Freundschaftsspiele auf Verbands- und Kreisebene. Schon am Montag hatte der Fußballverband Niedersachsen seinen Kickern mitgeteilt, dass der Ball bis Ende Dezember ruhen werde.

„Das war zu erwarten“, stellt die Mitteilung aus Kaiserau für Helmut Hettwer keine große Überraschung da. Der Vorsitzende des Fußballkreises Tecklenburg begrüßt diese Entscheidung: „So herrscht für alle Planungssicherheit.“

Das unterstreichen auch der VFA-Vorsitzende Reinhold Spohn und der für den Jugendfußball verantwortliche Vizepräsident Holger Bellinghoff: „Nach den jüngsten Einschätzungen der Bundes- und Landesregierung ist nicht zu erwarten, dass der Spielbetrieb im Amateur- und Jugendbereich noch in diesem Jahr wieder zugelassen wird. Wir haben uns deshalb entschlossen, im Dezember keine Spiele anzusetzen.“

Wann die Saison fortgesetzt wird, hängt vom Infektionsgeschehen und den politischen Entscheidungen ab. „Denkbar ist eine verkürzte Winterpause und ein früherer Re-Start im Januar“, beschäftigen sich der FLVW-Vizepräsident Amateurfußball Manfred Schnieders, der VFA und die Verantwortlichen im Jugendbereich bereits mit Anpassungen des Rahmenterminkalenders. Unverändert gilt, dass man den Vereinen eine mindestens zweiwöchige Vorbereitungszeit vor dem ersten Pflichtspiel einräumen wird.

Den Fußballkreis Tecklenburg trifft die Entscheidung nicht so hart. Da die Kreise ihren Rahmenterminplan frei gestalten können, waren Spiele im Tecklenburger Land anders als im Verband ohnehin bis Ende Juni angesetzt. In 2021 sollte die Saison zudem nach der Winterpause erst am 28. Februar fortgesetzt werden.

„Wenn wir nun Anfang, Mitte Januar loslegen können, haben wir genug Spielraum, die bisher ausgefallenen Begegnungen nachzuholen, um eine reguläre Saison spielen zu können“, zeigt sich Helmut Hettwer zuversichtlich. Ob allerdings Wochenspieltage, wie bisher geplant, komplett außen vor bleiben können, werde sich zeigen.

Ziel sei, „mindestens“ die Hinrunde zu Ende zu spielen. „Erst wenn 50 Prozent aller Begegnungen absolviert sind, kann die Meisterschaft nach der jüngsten Satzungsänderung in den jeweiligen Klassen gewertet werden“, erläutert Hettwer ein mögliches Vorgehen.

FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski begrüßt die gemeinsam getroffene Entscheidung: „Es ist dringend geboten, einerseits den Vereinen Planungssicherheit zu geben und andererseits der Gesellschaft zu signalisieren, dass wir den Vorgaben der Politik unbedingt folgen werden und nicht ständig um privilegierte Regelungen für den Fußball nachsuchen.“

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