Dem TVE Greven stehen einige gravierende Veränderungen ins Haus
Die Zukunft hat schon begonnen

Greven -

Die beiden Grevener Großvereine TVE und DJK sehen sich für den Start nach dem Lockdown gut aufgestellt.

Donnerstag, 07.01.2021, 11:00 Uhr
Der TVE Greven liegt nicht am Boden, er stellt vielmehr die Weichen für die Zukunft.
Der TVE Greven liegt nicht am Boden, er stellt vielmehr die Weichen für die Zukunft. Foto: Ulrich Schaper

Ja, natürlich – auch beim TVE Greven hat das Thema Corona Hochkonjunktur – und das völlig ungewollt sowie auf unbestimmte Zeit. Aber immerhin: der mitgliederstarke Verein mit den vielen Spaten macht das Beste aus der Lage, denkt pragmatisch und an die Zukunft. „Die Sportlandschaft wird sich nach Corona verändern. Wir stellen uns darauf ein“, sagt TVE-Chef Frank Simon. Er und seine Vereinskollegen sind längst dabei, sich auf neue Anforderungen und Herausforderungen wie die Digitalisierung des Vereinslebens einzustellen. Insofern hat die Zukunft beim TVE schon begonnen – auch angeschoben durch die aktuellen Umstände.

Sich gezielt auf das Ende des Lockdowns vorbereiten – das ist nach Aussage von Frank Simon kaum möglich. Auch deshalb nicht, weil nicht abzusehen sei, wann das „normale“ Vereinsleben mit den unterschiedlichen Sportangeboten wieder Fahrt aufnehmen könne. Entsprechend habe sich der TVE früh bewegt, die Zeit sinnvoll genutzt, und biete nun etliche Online-Angebote. „Was entsprechende Konzepte angeht, wenn der Lockdown endet, haben wir zudem alles getan, was in unserer Macht steht. Beispielsweise kommen wir beim TVE weg von dem Papierwust. Alle Gruppen sind digital hinterlegt. Niemand muss sich noch in irgendwelche Listen eintragen. Es kann im Prinzip direkt wieder losgehen“, sagt Simon, den im Grunde genommen andere Fragen umtreiben. „Nach Corona wird sich die Sportlandschaft stark verändern. Da müssen wir uns nichts vormachen. Das wird ein sehr einschneidendes Jahr. Wir wollen unsere Mitglieder mitnehmen auf dem neuen Weg, flexibler werden, bunter, neuer. Die Klein-Klein-Sportvereine mit nur wenigen Spaten und Strukturen wie vor einigen Jahrzehnten werden keine Chance mehr haben.“

Deutliche Worte, die einigen Vereins-Oberen durchaus die Schweißperlen auf die Stirn treiben dürften. Aber eben auch die Hoffnung ausdrücken, den Sport ganz allgemein ganz neu zu definieren. Simon: „Athleten werden sich auch in Zukunft messen wollen, ihre Leistung überprüfen. Aber wer sagt denn, dass das alles in speziellen Ligen passieren muss? Wer sagt, dass man dafür einen Trainer braucht, der ständig vor Ort ist? Wer sagt, dass eine Wertung nach Punkten erfolgen muss? Viele Sportler treffen sich beispielsweise schon jetzt digital auf verschiedenen Plattformen, trainieren gemeinsam virtuell, aber jeder für sich in seinem Raum. Vielleicht ist das ja die Zukunft“, überlegt der „gelernte“ Triathlet. Sein Credo: Vieles ist möglich, fest steht nur, dass sich alles verändern wird.

Das gilt im Prinzip auch für „seinen“ Verein. Um das Angebot weiter ausbauen zu können und damit überlebensfähig zu bleiben, strebt der TVE Greven eine Fusion mit der DJK an. Die (digitalen) Gespräche diesbezüglich laufen, entschieden sei natürlich noch nichts. Simon: „Es ist noch offen, wie der Zusammenschluss am besten für alle Mitglieder funktionieren kann. Aber er wird kommen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7755093?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker