Hubert Wardemann und die TVE-Nietenriege
Humor und ganz viel Bewegung

Greven -

Es war für für Hubert Wardemann und die TVE-Sportler eine wunderbare Zeit mit Ausflügen, Schützenfesten und viel Geselligkeit.

Freitag, 15.01.2021, 11:00 Uhr
Die TVE-Nietenriege hat unzählige Ausflüge unternommen. Hubert Wardemann (kl. Foto) war viele Jahre dabei.
Die TVE-Nietenriege hat unzählige Ausflüge unternommen. Hubert Wardemann (kl. Foto) war viele Jahre dabei. Foto: TVE Greven

In der ehemaligen Gaststätte Berlage an der Martinistraße schrieb er mit nur 25 Jahren bereits Vereinsgeschichte, denn dort gründete Hubert Wardemann mit weiteren „ausrangierten“ Sportlern, wie der Grevener sie nennt, die TVE-Nietenriege. Donnerstagsabends in der Martinihalle sind sie in der Regel (außer in Zeiten von Corona) auch heute noch beim Training anzutreffen. Die „Nieten“, bis zum heutigen Tage ein fester Begriff im Verein.

Früher begann die Turnstunde grundsätzlich mit einigen kräftig geschmetterten Liedern der sportlichen TVE-Männer. „Beispielsweise: „Turner, auf zum Streite“, erinnert sich Hubert Wardemann. „Leider ist es mir im Laufe der Jahre nicht gelungen, diese schöne Tradition zu erhalten. Irgendwann wurde der Sport wichtiger und singen wollten sie nicht mehr“, stellt der mittlerweile 90-jährige Sportler mit etwas Wehmut fest.

Die Plätze in der Gruppe waren begehrt und 18 Jahre alt mussten die Teilnehmer mindestens sein, um mitzumachen. „Aber es soll auch mal jemanden gegeben haben, der sich schon mit 17 Jahren hinein mogelte, erzählt Hubert Wardemann mit einem Lächeln auf den Lippen. „Und erst an seinem Geburtstag“, so berichtet Hubert Wardemann weiter, „eröffnete er mir ganz stolz: „So, jetzt bin ich 18!“ Später, quasi nach der aktiven Karriere von Hubert, übernahm Sohn Rudolf die Nietenriege, wie sie immer noch liebevoll und mit einem gewissen Schmunzeln genannt wird.

Es war für Hubert Wardemann und die TVE-Sportler eine wunderbare Zeit mit Ausflügen, Schützenfesten und viel Geselligkeit. „Auch die dritte Halbzeit war sehr wichtig“, ergänzt das TVE-Urgestein und blickt mit unzähligen herrlichen Erinnerungen und Anekdoten auf die alten Zeiten zurück. Außerdem trainierte er viele Jahre lang die Kinder und Jugendlichen des TVE in den klassischen Leichtathletik-Disziplinen Laufen, Springen und Werfen. Besonders begabte Talente wurden dann vom Erfolgstrainer Albert Andres weiter gefördert.

Bis vor zwei Jahren absolvierte der 90-jährige Hubert Wardemann regelmäßig das Sportabzeichen bei Jutta Berg und ihrem Team. Kontaktpflege bei sozialen TVE-Aktivitäten wie Ausflügen oder geselligen Treffen sind für ihn immer noch ein „Muss“. Aber derzeit schenkt er, unterstützt von Tochter Monika und Schwiegertochter Marlies, seine ganze Aufmerksamkeit seiner kranken Frau und widmet sich ihrer Pflege.

Da bleibt eigentlich nur noch Zeit für seine drei handzahmen Hühner und ab und zu für Enkel und insgesamt sieben Urenkel.

Das Credo von Hubert Wardemann: „Humor und Sport. Ich fühle mich immer noch richtig fit und das schaffst Du nur mit regelmäßiger Bewegung.“

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