Keine negativen Tendenzen in Grevener Vereinen
Warten auf die Sonne nach dem Gewitter

Greven -

Wann endet der Lockdown für die heimischen Spotler, wann öffnen sich wieder die Türen der Grevener Sportstätten? Die Corona-Pandemie hat Aktive und Vereine nach wie vor fest im Griff.

Donnerstag, 18.02.2021, 10:45 Uhr aktualisiert: 18.02.2021, 10:50 Uhr
Werner Jacobs hofft darauf, dass sich die Lage bald entspannt und die Sportler wieder ihren Hobbys nachgehen können.
Werner Jacobs hofft darauf, dass sich die Lage bald entspannt und die Sportler wieder ihren Hobbys nachgehen können. Foto: Martin Weßeling

„Wie geht´s dir?“ Die Floskel, schnell dahin gesagt im täglichen Einerlei, hat aktuell eine neue und diesmal echte Bedeutung bekommen. Wie geht es den jungen und etwas älteren Sporttreibenden, den Vereinen in den verschiedenen Sparten, den Fitnessclubs tatsächlich im aktuellen Lockdown, der sportliche Betätigungen nur ganz begrenzt zulässt?

Fest steht wohl: auf der einen Seite dürsten die allermeisten danach, endlich wieder aktiv loslegen zu dürfen, denn außer der einen oder anderen Online-Einheit und diversen Läufen durch die Natur bleiben kaum noch Möglichkeiten, den eigenen Bewegungsdrang auszuleben. Auf der anderen Seite rückt Sport ganz allgemein immer weiter in den Hintergrund, wird weniger wahrgenommen, spielt im Alltag eine immer kleinere Rolle. Die Welt dreht sich halt weiter – selbst ohne Trainingseinheiten und Wettkämpfe, selbst ohne Zuschauer und „dritte“ Halbzeiten.

Wer jetzt allerdings überzeugt davon ist, dass Vereine und Verbände ohne größeren Schaden zur Normalität zurückfinden und ihren Betrieb einfach wieder aufnehmen können, der glaubt wohl auch, „Der Herr der Ringe“ würde auf einer wahren Begebenheit beruhen. Schon jetzt beklagen viele Vereine einen deutlichen Mitgliederschwund, stehen professionell geführte Teams am Rande eines (finanziellen) Abgrunds – von den diversen Fitnessclubs ganz zu schweigen.

Diese Tendenz dürfte auch an Greven nicht ganz spurlos vorübergehen, obwohl Werner Jacobs, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, aktuell noch davon ausgeht, dass die heimischen Vereine den Lockdown relativ unbeschadet überstehen werden. „Von größeren Austrittswellen ist mir nichts bekannt. Ich gehe eher davon aus, dass die Aktiven darauf brennen, dass es endlich wieder losgeht“, sagt Jacobs, der mit seinen gut 30 Vereinen in einem regen Austausch steht.

Wichtig sei jetzt einfach, dass die Menschen und damit auch die Sportler spüren, dass nach einem Gewitter auch wieder die Sonne scheinen wird. „Wir brauchen einen Lichtpunkt, der den Leuten Hoffnung gibt. Fest steht ja: so wie jetzt kann es einfach nicht weitergehen.“

Positive Signale gebe es seitens der übergeordneten Verbände. So vertrete der Landessportsportbund die Haltung, dass der Sport-Nachwuchs durchaus mit Schulkindern beziehungsweise den noch jüngeren Kita-Kids zu vergleichen sei. Sollten diese nun wieder zu einem regelmäßigen Präsenzunterricht zurückkehren und sich auch die Türen der Sporthallen öffnen, sollten diese auch den Vereinen wieder zur Verfügung stehen. Insofern könne man darauf hoffen, bald wieder die Schuhe zu schnüren. Jacobs: „Was die aktuelle Situation betrifft, so muss sich dringend sehr schnell etwas ändern. Wir dürfen die Hoffnung einfach nicht aufgeben.“

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