Lockdown: Erste Öffnungsperspektiven im Sport
Licht am Ende des Tunnels

Greven -

Wie geht es weiter mit dem Sport auf Vereinsebene? Es gibt zumindest ein Licht am Ende des Tunnels.

Donnerstag, 04.03.2021, 16:47 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 16:52 Uhr
Der neue Outdoor-Fitnesspark in Gimbte ist gegenwärtig noch gesperrt. Das könnte sich jedoch schnell ändern und eine Alternative für die heimischen Fußballer darstellen.
Der neue Outdoor-Fitnesspark in Gimbte ist gegenwärtig noch gesperrt. Das könnte sich jedoch schnell ändern und eine Alternative für die heimischen Fußballer darstellen. Foto: Oliver Hengst

Nach über vier Monaten des Stillstandes könnte der Vereinssport ab der kommenden Woche allmählich wieder in Bewegung kommen. Die am Mittwoch gefassten Beschlüsse der Ministerkonferenz deuten darauf hin, dass in der nächsten Corona-Schutzverordnung des Landes NRW, die am kommenden Montag in Kraft treten soll, Bedingungen und Möglichkeiten mit erkennbaren Perspektiven für den seit November ruhenden Sportbetrieb formuliert werden.

Erste Reaktionen der Sportvertreter zeigen: Das Signal ist angekommen. Gleichwohl überwiegt in Anbetracht fehlender konkreter Aussagen die Zurückhaltung.

Ein Stufenplan, wie ihn der Sport unlängst ins Gespräch gebracht hatte, bildet offenbar das Gerüst für eine schrittweise Rückkehr der Aktiven auf die Plätze und in die Hallen. Ein erster Schritt könnte bereits ab der kommenden Woche kontaktfreie Sportangebote, abhängig von dem Inzidenzwert, für fünf bis zehn Personen im Freien sein.

Bei Kindern bis 14 Jahren lautet der Vorschlag, größere Gruppen zu erlauben. Eine Möglichkeit für Kontaktsport im Freien könnte sich ab dem 22. März ergeben. Vorausgesetzt, die Inzidenz bleibt stabil unterhalb der 100-Marke.

Uli Fischer ist stellvertretender Vorsitzender des Kreissportbundes Steinfurt mit rund 300 angeschlossenen Vereinen. Er bewertet die Beschlüsse als „ganz wichtiges Signal. Es wurde aber auch sowas von Zeit“, betont Fischer, der seit Monaten insbesondere eine Perspektive für Kinder und Jugendliche fordert, die besonders von den Einschnitten betroffen sind. Dieser Aspekt findet in den Überlegungen offenbar Berücksichtigung.

Der Ball liegt nun beim Land NRW, die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Vor diesem Hintergrund hält sich Werner Jacobs mit Einschätzungen noch zurück. „Man muss jetzt abwarten, was das Land draus macht“, meint der Vorsitzende des Stadtsportverbandes (SSV) Greven.

Jacobs hat jedenfalls am Donnerstagvormittag direkt zum Hörer gegriffen und mit dem Sportamt der Stadt telefoniert. „Wir stehen in direktem Kontakt und werden die Vereine informieren, sobald die neue Verordnung auf dem Tisch liegt“, verspricht Jacobs.

Er geht auch davon aus, dass die Stadtverwaltung tatkräftig unterstützt: „Was sie können, machen sie auch möglich.“

Für Frank Simon stellt sich am Tag nach dem Verhandlungsmarathon in Berlin die Lage „ziemlich verwirrend dar“. Für den Vorsitzenden des TVE sind die Beschlüsse „im Rahmen des Erwartbaren“

Gleichwohl will auch er zunächst die neue Schutzverordnung abwarten. Spannend findet Simon die Frage, wie man in NRW mit unterschiedlichen Inzidenzen umgehen wird. Der Kreis Steinfurt zählte am Mittwoch mit einem Wert von 36 zu den Regionen mit den niedrigsten Infektionszahlen.

Das am vergangenen Mittwoch diskutierte Stufenmodell sieht ausdrücklich vor, regionale Unterschiede zu berücksichtigen. Möglich, dass vor diesem Hintergrund der Grevener Sport vielleicht schon etwas schneller wieder in Bewegung kommt.

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