So., 07.05.2017

Fußball: Kreisliga A Steinfurt Feuer auf und neben dem Feld

Eines Derbys würdige, intensive Zweikämpfe lieferten sich nicht nur Daniel Klostermann (r.) und Namensvetter Thiemann. Meist mit dem besseren Ende für den TuS.Die Westfalia-Fans sorgten für schlechte Sichtverhältnisse.

Eines Derbys würdige, intensive Zweikämpfe lieferten sich nicht nur Daniel Klostermann (r.) und Namensvetter Thiemann. Meist mit dem besseren Ende für den TuS.Die Westfalia-Fans sorgten für schlechte Sichtverhältnisse. Foto: Jan Gudorf

Horstmar - 

Im wahrsten Sinne des Wortes viel Feuer steckte im Kreisliga-Derby zwischen dem TuS Germania Horstmar und dem SV Westfalia Leer. In 90 intensiven Minuten behielt der TuS den kühleren Kopf und setzte sich verdient durch.

Von Jan Gudorf

Dass der TuS Germania Horstmar über Comeback-Qualitäten verfügt, bewies er bereits beim 2:2 im Hinspiel, als er zwei Rückstände ausglich. Im zweiten Derby der Saison gegen den SV Westfalia Leer setzte er sogar noch einen drauf: Nach 0:1 hieß es am Ende 3:1 (0:1) für das Team von Andre Rodine.

Während auf der einen Seite gefeiert wurde, schmerzte der Westfalia die Niederlage doppelt: „Natürlich ist es bitter, hier zu verlieren. Aber viel schlimmer ist, dass wir keine Punkte haben. Jetzt wird es verdammt schwer“, konstatierte Trainer Thomas Overesch mit Blick auf den Abstiegskampf, zeigte sich im gleichen Atemzug aber kämpferisch: „Solange rechnerisch noch nichts entschieden ist, glauben wir dran.“

Fotostrecke: Ortsderby zwischen dem TuS Germania Horstmar und dem SV Westfalia Leer

Vor der erwartungsgemäß sehr gut gefüllten Tribüne setzte der TuS das erste Ausrufezeichen, als SVW-Keeper Michael Denkler einen Distanzschuss mit Hilfe des Pfostens zur Ecke klären konnte (5. Minute). Auch im Anschluss wirkte Horstmar präsenter und besaß mehr Spielanteile, ohne sich große Chancen zu erspielen. Abseits des Feldes dominierten dagegen die Fans der Westfalia, die jedoch auch mehrfach durch das Zünden von Pyrotechnik auffielen. Sieben Minuten vor der Pause wurden sie richtig laut: Einen direkten Freistoß von Lennard Raus musste TuS-Torwart Daniel Kock ins Netz passieren lassen.

Das Tor schien den Gästen gut zu tun, in der Phase nach dem Seitenwechsel hatten sie das Spiel unter Kontrolle – jedoch nur bis zur 69. Minute. Die Ecke von Daniel Smith konnte Leer zunächst noch abwehren. Doch die zweite Hereingabe des Horstmarers landete bei Patrick Jung, der frei stehend einschieben konnte.

Keine 120 Sekunden später war das Spiel komplett gedreht: Torsten Höing zirkelte einen Freistoß aus halbrechter Position in die Maschen und löste damit großen Jubel aus. Die Partie war nun fest in der Hand der Horstmarer, die sich noch nicht zufrieden gaben. Nachdem Jan Carvalho den Pfosten getroffen (87.) und die Germania einige Kontermöglichkeiten liegengelassen hatte, brachte in der Nachspielzeit erneut ein Standardtor die endgültige Entscheidung: Nach der Ecke von Smith war Tim Hellenkamp zur Stelle.

„Wir sind etwas schleppend reingekommen. Aber in der zweiten Halbzeit ließen bei der Westfalia die Kräfte nach. Es war ein verdienter Sieg“, freute sich Rodine über den Prestigeerfolg gegen den Rivalen.

TuS : Kock – Kortehaneberg, Jung, Höing, A. Berkenbrock – Oepping, Exner – Sanders (69. Backhaus), Hellenkamp, Klostermann (58. Carvalho) – Smith.

SVW : Denkler – D. Thiemann (76. M. Thiemann), Eweler, Hölscher, Feldkamp (84. Hetzer) – Iger, Raus, Westerink, Hüsing – Joormann, Schulte (60. Selker).

Tore : 0:1 Raus (38.), 1:1 Jung (69.), 2:1 Höing (71.), 3:1 Hellenkamp (90.).



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