Fußball: Bezirksliga
Trotz Umbruchs: Beim SV Wilmsberg überwiegt Zuversicht

Borghorst -

Trotz eines erheblichen Umbruchs überwiegt beim SV Wilmsberg Zuversicht. Mit jungen Kräften wollen Trainer Christof Brüggemann und sein „Co“ Marius Wies das Niveau halten, auf dem sich die Piggen in der vergangenen Saison befanden.

Mittwoch, 14.06.2017, 15:11 Uhr aktualisiert: 14.06.2017, 15:17 Uhr
Frische Kräfte: Daniel Groll (linkes Foto oben, re.), Jan Markfort (rechtes Foto oben., re.), Philip Perlik (linkes Foto unten, li.) und Nils Schemann (re.).
Daniel Groll (re.) ist einer von vielen Neuzugängen, die dazu beitragen sollen, dass der SV Wilmsberg auch in der kommenden Saison eine gute Rolle spielt beim SV Wilmsberg. Foto: Thomas Strack

Als Christof Brüggemann Ende November seine Zusage für ein weiteres Jahr beim SV Wilmsberg gegeben hatte, sah die Welt noch anders aus beim heimischen Fußball-Bezirksligisten. Die Piggen waren Spitzenreiter und beschäftigten sich mit der Landesliga. Bekanntlich nahm die Entwicklung in der Rückserie einen anderen Verlauf.

Wilmsberg beendete die Saison als Tabellendritter. Und seitdem sich ein einschneidender personeller Aderlass vollzieht, gibt es nicht wenige, die befürchten, dass es für den SVW demnächst in die umgekehrte Richtung gehen könnte. Doch für Brüggemann ist das kein Thema. „Wir haben den Fußball in Wilmsberg auf ein sehr gutes Niveau gehoben. Das soll auch in der kommenden Saison so sein.“ Soll heißen: Auch 2017/18 wollen die Piggen ansprechenden Fußball anbieten. Auf jeden Fall wird es für den SVW eine spannende Saison. Ob sie erfolgreich sein wird, hängt maßgeblich davon ab, inwieweit es gelingt, den bevorstehenden Umbruch zu meistern.

Dem Trainer war zum Zeitpunkt seiner Vertragsverlängerung schon bewusst, dass eine Veränderung der Mannschaftsstruktur bevorsteht. „Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass sich dieser Umbruch über zwei Jahre erstrecken würde“, sagt der Coach. Da dieser Prozess jedoch eine kaum kalkulierbare Eigendynamik entwickelte, stehen der Chefcoach und sein „Co“ Marius Wies jetzt vor neuen Herausforderungen.

Vor allem deshalb, weil die Abgänge von Leistungsträgern wie Johannes Wesselmann, Jannick Hagedorn, Maximilian Langer, Thomas Grabowski oder Ron Konermann nicht durch die Verpflichtung ähnlich erfahrener Akteure aufgefangen werden kann. „Als wir aus der Kreisliga kamen, stießen Spieler aus benachbarten Vereinen zu uns, die uns auf Anhieb weitergeholfen haben“, sagt Brüggemann. Auf dem Niveau, auf dem die Piggen jetzt angekommen sind, wird das schwierig. „Wir konkurrieren mit Vereinen, die eine andere Kragenweite haben als wir. Im Vergleich zu denen sind wir am unteren Ende der Nahrungskette angekommen.“

Womit der 33-Jährige Clubs wie etwa Münster 08 oder auch SV Mesum ins Visier nimmt. Es sind Vereine, die nicht nur finanziell in einer anderen Liga spielen. Hinzu kommt, dass sie auch infrastrukturell in jeder Beziehung besser aufgestellt sind als der SVW. Angesichts dieser Umstände bedarf es einiges an Selbstbewusstsein und Überzeugungskraft, um auswärtige Spieler mit gehobenem Potenzial nach Wilmsberg zu lotsen.

Die Piggen gehen deshalb den umgekehrten Weg. Neuzugänge wie etwa Jan Markfort sollen ebenso wie Niclas Ochse und Sven Köhler künftig Führungsrollen in der neu formierten SVW-Elf einnehmen. Seine Hauptaufgabe sieht der Coach deshalb darin, diese neuen Mannschaftsstrukturen rasch herauszubilden. Er hat keinen Zweifel, dass das gelingen wird: „Mir ist nicht bange vor der nächsten Saison. Wir haben seinen sehr soliden Kader, in dem immer noch viel Qualität steckt.“

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