Fußballvergleichskampf bei Germania Horstmar
Ein 1:1 für Völkerverständigung

Horstmar -

Wann hat man mal eine Nationalmannschaft zu Gast? Der TuS Germania Horstmar hatte am Mittwochabend das Glück. Im Stadion am Borghorster Weg traf die U-17-Nationalmannschaft Namibias in einem Testspiel auf die gleichaltrige Auswahl des Verbandes Westfalen. Mit einem insgesamt gerechten 1:1 (1:0)-Unentschieden ging die Partie der beiden Nachwuchsmannschaften aus.

Donnerstag, 22.06.2017, 13:00 Uhr aktualisiert: 23.06.2017, 16:29 Uhr
Zu einem Fußballspiel auf internationaler Ebene gehören auch ein Mannschaftsbild und der Wimpeltausch. Hier haben sich alle Beteiligten samt Schiedsrichtern, Trainern und Funktionären zum Foto aufgestellt.Warm war‘s am Mittwochabend beim Spiel in Horstmar. Gegrätscht und gerannt wurde trotzdem.Nach ihrem Führungstreffer freuten sich die Spieler Namibias wie die Könige.
Zu einem Fußballspiel auf internationaler Ebene gehören auch ein Mannschaftsbild und der Wimpeltausch. Hier haben sich alle Beteiligten samt Schiedsrichtern, Trainern und Funktionären zum Foto aufgestellt.Nach ihrem Führungstreffer freuten sich die Spieler Namibias wie die Könige. Foto: Matthias Lehmkuhl

Das Freundschaftsspiel leitete Schiedsrichter Jan Lohmann aus Borghorst mit seinen beiden Linienrichtern Hendrik Schürmann aus Burgsteinfurt und Michael Klapper aus Langenhorst/Welbergen. Das 1:0 erzielten die Afrikaner in der 32. Minute. Der Ausgleich zum 1:1 (50.) für die Westfalen resultierte aus einem berechtigten Elfmeter. „Ich habe fünf neue Spieler eingesetzt. In dieser Formation hat meine Mannschaft noch nie zusammengespielt. Deswegen bin ich mit der Vorstellung ganz zufrieden“, meinte Westfalens U-17-Trainer und Verbandssportlehrer Carsten Busch nach dem Schlusspfiff. „Wir sind natürlich stolz, dass wir diesen beiden Mannschaften unseren Rasenplatz zur Verfügung stellen konnten“, sagte Matthias Wernsmann, Chef der Seniorenfußballer beim TuS Germania Horstmar. Schon einmal vor drei Jahren habe sich der Verein um so ein Spiel bemüht. „Doch die Bewerbungsfrist war abgelaufen“, so Wernsmann weiter. Dann sei der Verband von selbst auf den TuS Germania zugegangen und habe nachgefragt. Wernsmann: „Wir hätten ja durch unser internationales U-15-Turnier Erfahrungen, lautete das Argument des Verbandes.“ Der Vorsitzende unterstrich, dass es schon sehr reizvoll gewesen sei, die Stars von Morgen in der Burgmannstadt gesehen zu haben. Allerdings taten ihm die jungen Schwarzafrikaner angesichts der hohen Temperaturen auf dem Platz etwas leid. „Aktuell ist in Namibia Winter.“ Das Wetter in Namibia ist nämlich im Juni ziemlich kalt. Nachts herrschen dort Temperaturen von sieben Grad. Tagsüber kommt das Thermometer in dem im Südwesten Afrikas gelegenen Land nicht über 22 Grad hinaus.

Noch am frühen Mittwochabend brannte die Sonne auf dem trockenen Rasenspielfeld ohne Unterlass. Temperaturen über 30 Grad im Schatten waren nicht nur für die jungen Spieler aus Westfalen, sondern auch für die Schwarzafrikaner zu heiß. Deswegen räumte Referee Jan Lohmann auch zwei Trinkpausen in den 80 Minuten ein. Nach dem Spiel gab Ernst Sunke, langjähriger Geschäftsführer des TuS Germania Horstmar und Vereinswirt, noch ein Essen für die Nachwuchskicker aus. Westfalen-Auswahl-Coach Carsten Busch jedenfalls war von der Organisation begeistert: „Wir kommen bestimmt wieder.“

In dieser Formation hat meine Mannschaft noch nie zusammengespielt.

Carsten Busch, Verbandstrainer
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