Die Jugendobleutetagung des Fußballkreises Steinfurt
Abwerben von Talenten sorgt im Fußballkreis Steinfurt für Ärger

Kreis Steinfurt -

Am Montag hatte der Jugendausschuss des Fußballkreises Steinfurt die Obleute der Vereine zur Jahrestagung in die Kreissparkasse Steinfurt eingeladen. Über weite Strecken war die Versammlung von großer Harmonie geprägt. Ein Thema sorgte aber dennoch für Ärger.

Dienstag, 04.07.2017, 15:06 Uhr aktualisiert: 04.07.2017, 16:11 Uhr
Der Kreisjugendausschuss des Fußballkreises Steinfurt: (v.l.): Heinz-Gerhard Hüweler (Vorsitzender), Willi Mollen (Staffelleiter E-Junioren), Sebastian Bülter (stellvertretender Vorsitzender), Hermann Ziemann (Staffelleiter D-Junioren), Michael Rotthues (Staffelleiter A-Junioren), Otto Mensing (Staffelleiter C-Junioren), Marianne Finke-Holtz (Koordinatorin Mädchenfußball), Tobias Mensing (Koordinator für Qualifizierung und Lehrarbeit), Jens Kormann (Koordinator Talentsichtung und Talentförderung), Roman Bügener (Vorsitzender Kreisjugendspruchkammer) und Werner Bülter (Staffelleiter B-Junioren). Es fehlen Jürgen Micheel (Staffelleiter F-Junioren), Bernhard Post (Staffelleiter E- bis C-Juniorinnen) und Reinhold Hundeloh (Spielleiter Hallenkreismeisterschaft).
Der Kreisjugendausschuss des Fußballkreises Steinfurt: (v.l.): Heinz-Gerhard Hüweler (Vorsitzender), Willi Mollen (Staffelleiter E-Junioren), Sebastian Bülter (stellvertretender Vorsitzender), Hermann Ziemann (Staffelleiter D-Junioren), Michael Rotthues (Staffelleiter A-Junioren), Otto Mensing (Staffelleiter C-Junioren), Marianne Finke-Holtz (Koordinatorin Mädchenfußball), Tobias Mensing (Koordinator für Qualifizierung und Lehrarbeit), Jens Kormann (Koordinator Talentsichtung und Talentförderung), Roman Bügener (Vorsitzender Kreisjugendspruchkammer) und Werner Bülter (Staffelleiter B-Junioren). Es fehlen Jürgen Micheel (Staffelleiter F-Junioren), Bernhard Post (Staffelleiter E- bis C-Juniorinnen) und Reinhold Hundeloh (Spielleiter Hallenkreismeisterschaft). Foto: Marc Brenzel

Der Jugendausschuss des Fußballkreises Steinfurt (KJA) hatte die Vertreter sämtlicher Vereine am Dienstag zur jährlichen Jugendobleutetagung eingeladen. Während in vielen Punkten ein breiter Konsens unter den Anwesenden herrschte, sorgte ein Thema für Diskussionsstoff – das Abwerben junger Talente.

KJA-Vorsitzender Heinz-Gerhard Hüweler (Vorwärts Wettringen) mahnte das entschieden an: „Ich bin sehr enttäuscht, was das Abwerben von Spielern anbetrifft. Ein Verein ist mir in der letzten Saison dabei ganz besonders negativ aufgefallen.“

Diesen Punkt griff Ralf Fischer, Jugendobmann der SF Gellendorf, im späteren Verlauf der Versammlung auf: „Wir haben von Dezember bis Februar bis zu 30 E-Mails bekommen, dass unsere Kinder zum Probetraining bei anderen Verein eingeladen werden. Das ist einfach nicht mehr akzeptabel, die Teams werden dadurch schon vor dem Beginn der Rückrunde verrückt gemacht. Die Grenzen sind erreicht, das geht an die Nerven“, positionierte sich Fischer, der viel Zustimmung von den Anwesenden bekam.

Dazu Hüweler: „Wir können die Einladungen zum Probetraining nicht verbieten. Wenn sich Vereine beim Abwerben nicht richtig verhalten, nennt bitte Ross und Reiter. Dann sprechen wir Ordnungsgelder aus. Ich will die Kreiskasse nicht auffüllen, mir geht es um einen fairen Umgang miteinander.“

Weitgehend fair verlief die Spielzeit 2016/17. Die ausgesprochenen Feldverweise – da waren sich alle Staffelleiter einig – würden sich in Grenzen halten. Roman Bügener, Vorsitzender der Kreisjugendspruchkammer, berichtete von 21 Fällen, die seine Instanz zu verhandeln hatte – die meisten wegen Schiedsrichterbeleidigung. „Geht fair mit den Unparteiischen um und werbt in Euren Vereinen um neue Schiris, damit wir die Spiele auch ordnungsgemäß besetzen können“, forderte Hüweler auf.

Keine Schiedsrichter gibt es bei den F- und E-Junioren. Hier wird nach den Richtlinien der Fairplay-Liga gekickt. Zentraler Inhalt dieses Modells: Die Kinder regeln die Spielleitung selbst, während die Trainer nicht eingreifen. „Im F-Jugend-Bereich habe ich nichts Negatives darüber gehört, bei den E-Jugendlichen klappt das mit ein paar Unebenheiten. Das liegt jedoch nicht an den Spielern. Meistens sind es die Trainer und Eltern, die versagen. Wir setzen das mit der Fair-Play-Liga fort“, betonte der Ochtruper Willi Mollen, seines Zeichens E-Jugend-Staffelleiter und Koordinator für den Spielbetrieb.

Der stellvertretende KJA-Vorsitzende Sebastian Bülter erweitert sein Aufgabengebiet und fungiert künftig auch als Staffelleiter der G-Junioren (Minikicker). Dabei stellte er den Vereinsvertretern ein neues Konzept vor. Die Saison der Minis wird anders als in den übrigen Altersklassen nicht mehr in Spieltage gesplittet, sondern auf sogenannte Spielrunden verteilt. An sechs Terminen – drei vor den Herbstferien, drei nach den Osterferien – lädt jeweils ein Verein einer Sechserstaffel die übrigen Mannschaften zu einem Turnier ein. „Das hat sich in anderen Kreisen bewährt“, berichtete Bülter.

Eine personelle Veränderung gibt es auf der Position des Koordinators für Talentsichtung und Talentförderung. Die Rolle, die bislang Patrick Kapke inne hatte, füllt ab sofort Jens Kormann aus. „Ich freue, mich auf die neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit Euch“, so der 31-jährige Burgsteinfurter, der an der Euregio Gesamtschule in Rheine Sport, Deutsch und Niederländisch unterrichtet.

Hüweler wies noch einmal auf den Rahmenspielplan hin. Die Saison beginnt am 9. September, die Kreispokal-Endspiele finden am 3. Oktober in Altenrheine statt. Dazu wurden am Montag in allen Altersklassen die Paarungen ausgelost.

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