Fußball: Schiedsrichter
Spitzenreiter TuS 09

Altenberge -

Es ist ein leidiges und bekanntes Thema: Den Fußballvereinen mangelt es an Schiedsrichtern. Oftmals müssen die Clubs Ordnungsgelder zahlen, weil sie das Soll nicht erfüllen - wie etwa der TuS Altenberge, der in dieser Hinsicht besonders gebeutelt ist.

Mittwoch, 15.11.2017, 13:14 Uhr aktualisiert: 16.11.2017, 12:36 Uhr
Auch in heimischen Gefilden erfüllt manch ein Club nicht das Schiedsrichter-Soll. Weil Referees fehlen, werden die Vereine zur Kasse gebeten.
Auch in heimischen Gefilden erfüllt manch ein Club nicht das Schiedsrichter-Soll. Weil Referees fehlen, werden die Vereine zur Kasse gebeten. Foto: Werner Szybalski

Sportlich läuft es für die Fußballer des TuS Altenberge derzeit gut. Nach dem jüngsten Erfolg gegen Ligaschlusslicht DJK Eintracht Coesfeld ist die Mannschaft von Trainer Florian Reckels in der Tabelle wieder auf Rang fünf hochgeklettert und kann sich als Aufsteiger in einem Bad von 23 Punkten sonnen. In einer anderen Tabelle ist der TuS sogar auf Platz eins zu finden – was Abteilungsleiter Eppi Hammer allerdings weniger erfreut: beim Ordnungsgeld für fehlende Schiedsrichter nämlich.

„Das ist ein leidiges Thema. Da haben wir ein ähnliches Problem wie andere Vereine auch. In der Tabelle stehen wir schon ganz oben“, weiß der Abteilungsleiter Fußball beim TuS 09 um die Problematik. 675 Euro muss der Club vom „Großen Berg“ an Ordnungsgeld zahlen, weil er sein Schiedsrichtersoll nicht erfüllt. „Aber wird arbeiten dran. Am 28. November haben wir eine Sitzung des Fußballvorstandes. Dort werden wir das Thema besprechen“, sagt Hammer, der seinen Schiedsrichterbeauftragten Hermann Joseph Löhring mit der Sache nicht allein lassen will.

Dabei haben die Altenberger mit zehn Schiris sogar eine ganze Menge Unparteiische am Start. Aber eben auch eine ganze Menge an Mannschaften. 13 Unparteiische müsste der TuS für den Fußballkreis Münster stellen, zehn sind es nur. Pro Mannschaft der Senioren einer, in der Landesliga sogar drei, und je einen weiteren für jede Damen-, A- und B-Jugendmannschaften. Macht unterm Strich bei vier Herren-, zwei Frauen-, drei A- und zwei B-Jugend-Teams 13 Unparteiische.

„Wir haben drei zu wenig. Das wissen wir. Einer zählt noch nicht für uns, der wohnt zwar in Altenberge, ist aber gerade von Westfalia Kinderhaus zu uns gewechselt. Der zählt erst ab dem 1. Juli 2018 für unser Soll. Und einen haben wir bei dem gerade laufenden Lehrgang angemeldet“, erklärt Löhring die Schirisituation beim TuS. „Wir müssen im Verein mehr Werbung machen“, sagt Löhring, der mit sechs Jungschiedsrichtern schon eine recht stattliche Zahl an Nachwuchs auf diesem Feld hat rekrutieren können. Aber es müssen halt mehr sein.

In der Tabelle stehen wir schon ganz oben.

Eppi Hammer, Abteilungsleiter Fußball beim TuS Altenberge
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