So., 25.03.2018

Fußball: Kreisliga A Steinfurt Frost im Frühling beim TuS Germania – Erleichterung beim FCN II

Freudensprünge machten Steffen Braun (v.) und seine Nordwalder Kollegen nicht nach dem Schlusspfiff. Doch sie konnten mit dem 1:1 deutlich besser leben als Patrick Jungs Horstmarer.

Freudensprünge machten Steffen Braun (v.) und seine Nordwalder Kollegen nicht nach dem Schlusspfiff. Doch sie konnten mit dem 1:1 deutlich besser leben als Patrick Jungs Horstmarer. Foto: Jan Gudorf

Horstmar/Nordwalde - 

Allmählich steigen die Temperaturen in einen für den Frühling angemessenen Bereich. Die Fußballer des TuS Germania Horstmar mussten sich nach dem 1:1 (1:1) gegen die Reserve des 1. FC Nordwalde dennoch warm anziehen. Denn in der Kabine dürfte eine frostige Stimmung geherrscht haben.

Von Jan Gudorf

„Das ist das schlechteste A-Liga-Spiel, das ich je gesehen habe“, schimpfte Andre Rodine schon während der Partie. Der Schlusspfiff entrang ihm ein ironisches „Überragend, Männer!“ Keine Frage, Horstmars Trainer war über die Leistung seines Teams wenig erfreut.

Bernd Hahn konnte dem Duell deutlich mehr abgewinnen. „Einstellung, Laufbereitschaft, Wille – alles, was uns in Neuenkirchen gefehlt hat, haben wir heute auf den Platz gebracht“, zeigte sich Nordwaldes Coach nach dem ersten Punktgewinn in 2018 erleichtert, mahnte aber zugleich: „So muss man im Abstiegskampf jedes Spiel angehen.“

Die Partie begann weniger einseitig, als man sich ein Duell zwischen dem Tabellenzweiten und dem Zweiten von unten vorstellt. Nordwalde igelte sich nicht ein, sondern versuchte selbst für Gefahr zu sorgen. Die weitaus größeren Chancen hatte aber der Favorit. Ein Kopfball von Torsten Höing (14.) und ein Schuss von Dennis Behn (16.) verfehlten noch ihr Ziel. Kurz darauf durfte Behn bei seinem Startelfdebüt nach der Rückkehr aus Burgsteinfurt dann doch über sein Premierentor jubeln. Nach einer scharfen Hereingabe von Sebastian Wehrmann stand er am zweiten Pfosten goldrichtig.

Doch auch nach der Führung war das Team des Gastgebers nicht als das überlegene auszumachen. Folgerichtig war nach 38 Minuten auch der Spielstand wieder ausgeglichen. Einen langen Ball legte Daniel Gerlach an Torwart Timo Lindstrot vorbei und schob ihn zum 1:1 ins leere Gehäuse.

Nach der Pause näherte sich Nordwaldes Zweitvertretung sogar mehrmals einer Führung, denn sie kam deutlich aktiver aus der Kabine. „In solchen Situationen fehlt uns dann die nötige Abgeklärtheit“, erklärte Hahn, was seiner Mannschaft zum Sieg gefehlt hat. Die größte Chance vergab Henning Hölscher nach 74 Minuten, als er von der Strafraumgrenze knapp am linken Pfosten vorbeizog.

Der TuS meldete sich erst Mitte des zweiten Durchgangs wieder im Spiel an, schaffte es aber nach wie vor nicht, den FCN tief in dessen Hälfte zu drängen. Zu viele Abstimmungsprobleme, Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe prägten das Horstmarer Aufbauspiel.

Erst in der Schlussphase entwickelte die Germania so etwas wie eine Drangphase – ohne Erfolg. Die Quittung gab es in der Kabine.

TuS : Lindstrot – Kortehaneberg, Jung, Höing, Berkenbrock – Carvalho, Wehrmann (68. Oldach) – Smith (81. Backhaus), Behn, Exner – Hellenkamp.

FCN II : Kemper – Roters, Jostarndt, Kröger, Schemmann – Gerlach, C. Heinze, Sommer, Van Essen (76. P. Wiedeyer) – Braun, Hölscher (90. De Winkel).

Tore : 1:0 Behn (19.), 1:1 Gerlach (38.).

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Das ist das schlechteste A-Liga-Spiel, das ich je gesehen habe.

Andre Rodine

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