Mo., 09.04.2018

Landesliga: SV Burgsteinfurt verlor schon zwölf Punkte in den letzten Minuten Immer wieder in der Nachspielzeit

Freudensprünge: Alexander Hollermann bejubelt seinen spielentscheidenden Treffer zum 2:0 gegen GW Nottuln..

Freudensprünge: Alexander Hollermann bejubelt seinen spielentscheidenden Treffer zum 2:0 gegen GW Nottuln.. Foto: Thomas Strack

Burgsteinfurt - 

Ein besonderes Phänomen begleitet den SV Burgsteinfurt durch die laufende Landesliga-Saison. Schon in sechs Spielen kassierten die Stemmerter in den letzten Minuten entscheidende Treffer. Das wirkt sich zwangsläufig auf die Tabelle aus.

Von Heiner Gerull

Wie wertvoll Burgsteinfurts 2:0 (1:0)-Sieg gegen GW Nottuln war, wurde am vergangenen Sonntag erst nach Spielschluss deutlich, als die Ergebnisse von den anderen Plätzen übermittelt wurden. Westfalia Gemen und der Werner SC punkteten jeweils nur einfach, die SG Borken verlor gar in Altenberge – da half der „Dreier“ dem SVB ein Stück weiter, auch wenn die Mannschaft immer noch auf einem Abstiegsplatz steht. Dennoch: Das rettende Ufer ist in Sicht. Der heimische Landesligist hat es in eigener Hand, den Klassenerhalt zu schaffen.

Vier Spiele sind die Gelb-Roten nunmehr ungeschlagen, eine Mini-Serie, die eine Ausbeute von acht Punkten einbrachte. Obwohl Christoph Klein-Reesink diese Bilanz nicht vollkommen glücklich macht. „Eigentlich hätten es ja zwölf Punkte sein können, wenn wir gegen Dorsten und Mesum in der Nachspielzeit nicht noch einen Treffer kassiert hätten.“ Der Trainer des SV Burgsteinfurt spricht damit ein Phänomen an, das den heimischen Landesligisten durch die gesamte Saison begleitet. Denn wären Fußballspiele tatsächlich nach 90 Minuten beendet gewesen, dann hätten die Stemmerter etliche Punkte mehr auf der Habenseite, und der Klassenerhalt wäre längst kein Thema mehr.

Genau sind es sechs Partien, in denen der Club späte Tore kassierte. Treffer, die richtig wehtaten und die insgesamt zwölf Punkte kosteten. Hätten die Burgsteinfurter diese jetzt auf der Habenseite, kämen sie auf 34 Zähler, lägen damit als Tabellensiebter jenseits von Gut und Böse und fernab jeglicher Abstiegsängste. Nachvollziehbar, dass der SVB diese Kuriosität in der jüngsten Ausgabe des Stadionheftes aufgriff und thematisierte. „Die verflixte Nachspielzeit“ heißt es in der Überschrift. In der Tat können die Burgsteinfurter ein Lied davon singen.

Immerhin stand gegen Grün-Weiß Nottuln hinten die Null. Nicht zuletzt deshalb, weil die Mannschaft ihren Job zuverlässig und engagiert erledigte. Und weil einer für den anderen da war. Das führte dazu, dass selbst in Unterzahl nach der Roten Karte gegen Lucas Bahlmann in der 34. Minute kaum etwas anbrannte.

► Lucas Bahlmann wurde nach der am Sonntag verhängten Roten Karte mit einer dreiwöchigen beziehungsweise drei Pflichtspiele umfassenden Spielsperre belegt. Damit ist der SVB-Mittelfeldakteur in den beiden anstehenden Auswärtsspielen bei der SG Borken (15. April) und Borussia Emsdetten (19. April) sowie im dann folgenden Heimspiel gegen den Werner SC (22. April) nicht einsatzberechtigt. Bahlmann wird somit erst wieder im Auswärtsspiel beim SC Preußen Lengerich (29. April) auflaufen dürfen.



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