So., 27.05.2018

Fußball: Kreisliga A Steinfurt Westfalia Leer feiert das Double

Hüben wie drüben nichts als Feierei! Vor der voll besetzten Tribüne bejubelten sowohl die Leerer als auch die Horstmarer ihre herausragende Saison. Die Westfalia freute sich zudem über den Derbysieg.

Hüben wie drüben nichts als Feierei! Vor der voll besetzten Tribüne bejubelten sowohl die Leerer als auch die Horstmarer ihre herausragende Saison. Die Westfalia freute sich zudem über den Derbysieg. Foto: Jan Gudorf

Horstmar - 

Am Ende feierten beide Mannschaften ausgelassen vor der Fankurve – getrennt versteht sich. Die 90 Minuten zuvor brachten allerdings nur einen Sieger hervor: den SV Westfalia Leer, der mit einem 2:1 (2:0)-Erfolg auch das zweite Derby der Saison gegen den TuS Germania Horstmar für sich entschied.

Von Jan Gudorf

Das „Double“ war für Thomas Overesch jedoch nur ein Randaspekt, er betrachtete das große Ganze. „50 Punkte, Platz vier – das ist für uns Wahnsinn! Ich ziehe absolut den Hut vor der Mannschaft für diese enorme Leistung“, sagte der Trainer des zweitstärksten Rückrundenteams voller Stolz.

Besser schnitt in der zweiten Saisonhälfte nur der ungeliebte Nachbar ab. Ein wenig wurmte Andre Rodine die Niederlage dennoch. „Aber der Schmerz hält sich in Grenzen. Ich nehme lieber die Meisterschaft und den Aufstieg“, setzte der Germania-Coach klare Prioritäten.

Fotostrecke: Partystimmung pur beim Derby zwischen Germania Horstmar und Westfalia Leer

Dem TuS war die „Belastung“ der Feierlichkeiten anzumerken. „Das war ein Sommerkick von uns, wir waren zu lethargisch“, kritisierte Rodine den Auftritt seines Teams ins Halbzeit eins. Die Gäste spielten aggressives Pressing und setzten auf schnelles Umschalten. Dazu waren sie in den Zweikämpfen präsenter. Beleg dafür waren zwei Situationen, in denen sich die TuS-Abwehr im eigenen Strafraum ungeschickt verhielt und so zwei Elfmeter verursachte. Den ersten verwandelte Lennard Raus (17.), der zweite war eine Angelegenheit für Kapitän Timo Hüsing, der ebenfalls keine Nerven zeigte (21.).

Nach der Pause änderte sich am Spiel zunächst wenig. Leer stellte den Kontrahenten durch seine giftige Spielweise vor Probleme und schnupperte mehrfach am 0:3. Entsprechend überraschend kam der Anschlusstreffer der Germania, der bezeichnenderweise durch einen direkten Freistoß von Tim Hellenkamp erzielt wurde (74.).

Das Tor war ein Wendepunkt, denn nun gewann Horstmar Oberwasser und drängte auf den Ausgleich. Letztlich fehlten aber die Kräfte, um die clever verteidigende Westfalia zu überwinden. Diese darf sich nun also für mindestens anderthalb Jahre bis zum nächsten Aufeinandertreffern als Derbysieger fühlen.

Ein Duell, das der Kreisliga A in der nächsten Saison definitiv fehlen wird.

TuS : Schenkwald (48. Kock) – Heising, Jung, Oepping, Kortenaheberg – Hellenkamp, Wehrmann – Backhaus (75. Volmer), Behn, Klostermann (58. Smith) – Exner.

SVW : Denkler – Eweler, J. Schulte, Hölscher, Hüsing – Westerink, Wewers, Raus, Iger – Arning, Meis.

Tore : 0:1 Raus (17./FE), 0:2 Hüsing (21./FE), 1:2 Hellenkamp (74.).



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