Mi., 30.05.2018

Weltmeister beim 33. Steinfurter Abendrennen Liß will es in Stemmert wissen

Im Sommer auf der Straße, im Winter auf der Hallenbahn unterwegs: Lucas Liß.

Im Sommer auf der Straße, im Winter auf der Hallenbahn unterwegs: Lucas Liß. Foto: privat

Burgsteinfurt - 

Ein Welt- und Europameister ist am Samstag beim „33. Steinfurter Abendrennen“ zu Gast. Für seinen Start hat sich Lukas Liß vom Team „Heizomat rad-net.de“ eine Menge vorgenommen.

Von Heiner Gerull

Weltmeisterlicher Glanz begleitet die Pedaleure, die beim 33. Steinfurter Abendrennen in der KT- und A/B-Klasse am Samstag ab 20 Uhr durch die engen Gassen der malerischen Altstadt von Burgsteinfurt jagen. Dafür sorgt Lucas Liß. Der WM-Champion im Scratch, einer Disziplin des Bahnradsports, will es in Stemmert wissen. „Ich fühle mich topfit und komme her, um einen Podestplatz zu holen“, sagt der 26-Jährige.

Ludger Mester, Vorsitzender des RSV Friedenau und Chef des Organisationskomitees, benötigte offenbar nicht viel Überredungskunst, um Liß nach Burgsteinfurt zu lotsen. „Das Abendrennen ist eine Traditionsveranstaltung, die von besonderem Reiz ist. Ein Sieg hier hat Gewicht“, sagt der in Bergkamen beheimatete Rennradfahrer. Liß gehört dem Team „Herzomat rad-net.de“ an. Am Samstag begleitet ihn sein Mannschaftsgefährte Nils Schomber, der ebenfalls vorne mitfahren will.

Für Liß ist das Kriterium gleichermaßen reizvoll wie herausfordernd. „Es ist ein Hochgeschwindigkeitsrundkurs. Zudem stellt das Kopfsteinpflaster in der Burgsteinfurter Altstadt besondere Anforderungen an das fahrerische Können“, erläutert der gebürtige Unnaer. Stimulierend sei auch die Zuschauerkulisse in der letzten Kurve vor der Zieleinfahrt. „Das ist wie eine Wand“, beschreibt er seine Eindrücke.

Seine Ansprüche unterstrich der Sohn des im Januar 2015 verstorbenen polnischen Olympiamedaillengewinners von 1972, Lucjan Lis, erst am vergangenen Wochenende beim „Cologne Classic“. Das traditionelle Radrennen in Köln am vorvergangenen Wochenende beendete Liß als Zweiter. Bei einem weiteren Rennen in Gütersloh wurde er Dritter. In Burgsteinfurt soll nun eine weitere Top-Platzierung hinzukommen. Auch mit Blick auf die bevorstehenden Herausforderungen. So finden vom 11. bis 15. Juli in Dudenhofen die 132. Deutschen Meisterschaften im Bahnradsport statt. Auch da will Liß vorne mitmischen.

Im Dezember vergangenen Jahres musste er seine sportlichen Ambitionen allerdings ruhen lassen. Einen Tag vor den deutschen Omnium-Meisterschaften in der Oderlandhalle in Frankfurt/Oder stürzte Liß schwer, zog sich dabei einen Riss im rechten Lungenflügel, Prellungen und Hautabschürfungen zu. „Mir geht es wieder gut, ich bin fit“, sieht sich der 26-Jährige wieder auf dem Weg nach vorne. Seine starke Auftritte in jüngster Vergangenheit bestätigen das. Auch in Burgsteinfurt will er an diese Leistungen anknüpfen.

Aus Sicht des Veranstalters RSV Friedenau richtet sich das Augenmerk auf Michael Eilting und Michael Fricke vom Team Rolinck. Wie werden sie die 70 Runden überstehen? „Beide sind zurzeit gut drauf. Ich bin gespannt, wie sie sich in der starken Konkurrenz behaupten werden“, sagt Ludger Mester. Eilting machte erst am vergangenen Wochenende beim Grenzlandrennen im niederrheinischen Wegberg durch einen zweiten Platz auf sich aufmerksam und verpasste den Sieg nur knapp. Der Steinfurter nimmt den Aufstieg in die A-Klasse ins Visier und will jede Gelegenheit nutzen, um weitere Punkte zu sammeln. Das Heimspiel sollte ihm und auch Fricke in die Karten spielen. „Auf jeden Fall werden wir ein tolles Rennen erleben“, ist sich Mester sicher. Das verspricht schon das hochkarätige Teilnehmerfeld



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