So., 24.06.2018

Jahreshauptversammlung des SV Wilmsberg Offen für die Zukunft

Neues Gesicht im Vorstand: Egbert Kramer (u.2.v.r.) wurde in das Ressort Finanzen, Sponsoring und Markeing gewählt.

Neues Gesicht im Vorstand: Egbert Kramer (u.2.v.r.) wurde in das Ressort Finanzen, Sponsoring und Marketing gewählt. Foto: Jan Gudorf

Borghorst - 

Sich nicht auf dem Erfolg auszuruhen, ist eine wichtige Tugend im Sport. Daher beschäftigt sich der SV Wilmsberg seit geraumer Zeit mit seiner eigenen Zukunft. Auf der Jahreshauptversammlung erläuterte der Vorstand nun den Status der Fusionsgespräche mit dem SC Preußen Borghorst.

Von Jan Gudorf

1924 wurde der SV Wilmsberg gegründet. Er kann sich also mit Fug und Recht als Traditionsverein bezeichnen. Doch Tradition allein ist keine Garantie für eine erfolgreiche Zukunft. Zwar steht der Club derzeit sowohl finanziell als auch sportlich sehr gut da, „aber was ist in 20 Jahren?“, warf David Pepping am Samstag bei der Jahreshauptversammlung im Clubheim am Waldstadion einen Blick in die Zukunft.

Schon seit einiger Zeit wird in der Vereinsführung über eine mögliche Fusion mit dem SC Preußen Borghorst diskutiert. Daher war es Pepping und seinem Team ein Anliegen, die Mitglieder mit ins Boot zu holen und Transparenz zu schaffen. „Wir im Vorstand sind nicht bestrebt, unbedingt eine Fusion in die Wege zu leiten“, erklärte der Vorstand Geschäftsführung, „aber wir wollen uns alle Alternativen offen halten und schauen, was für unsere Zukunft am besten ist.“ Ein „rein informatives Gespräch“ mit einer Beraterin vom Landessportbund habe bereits stattgefunden. Daran anschließend sollen nun Arbeitsgruppen mit Vertretern beider Vereine gebildet werden, „um auszuloten, ob so etwas grundsätzlich Sinn ergibt – ergebnisoffen“, so Pepping.

Dass sich die Mitglieder der offenen Haltung des Vorstandes anschließen, zeigte sich bei der Abstimmung über einen Satzungsänderungsantrag. Dieser sieht vor, dass der Paragraf zehn der Satzung um eine Passage ergänzt wird, wonach das Vereinsvermögen im Falle einer Fusion an den neu entstandenen Verein fällt. „Das ist einfach eine Absicherung, dass das Geld im Verein bleibt, falls es irgendwann einmal soweit sein sollte“, erläuterte Pepping, der bei einer Gegenstimme die Zustimmung der 40 anwesenden Mitglieder erhielt.

Dass die beiden Vereine des Ortsteils erfolgreich kooperieren können, zeigte sich bereits am erfolgreichen Abschneiden der Jugendspielgemeinschaft in der letzten Saison. Daher wird diese ab sofort auf die C- und D-Jugend ausgeweitet.

Damit soll unter anderem gewährleistet werden, dass talentierte Spieler im Verein bleiben und mittelfristig die erste Mannschaft verstärken. So rücken nun Nico Fischer, Julius Greshake und Moritz Gedenk aus der A-Jugend auf, hinzukommt Torhüter Tim Schooß vom TuS Altenberge und Rückkehrer Diogo Maia Rego. Steffen Köhler (TuS Altenberge) und Sebastian Häder (Blau-Weiß Greven) verlassen den SVW dagegen. Dass die Mannschaft Abgänge kompensieren kann, bewies sie aber schon mit Platz fünf in der Vorsaison. Daher rief Co-Trainer Marius Wies „wieder mindestens Platz fünf“ als Ziel für die neue Spielzeit aus.

Eventuell können die Spiele der Piggen dann von einer Holztribüne, die Platz für mindestens 60 Personen bieten soll, verfolgt werden. Die Baugenehmigung wurde bereits erteilt.

Ein Höhepunkt im Vorfeld der Saison ereignet sich am 3. August, wenn die Piggen ihr Stadionfest veranstalten. Unter anderem kommt es dort zur Ehrung der Jubilare.

Eine Veränderung im Vorstand gab es im Bereich Finanzen, Sponsoring und Marketing, in dem Egbert Kramer Ingo Brügging ersetzt. Peter Starmann wechselt zudem als Unterstützer in die Geschäftsführung. Sein bisheriger Posten als Vorstand Sport und Spielbetrieb bleibt zunächst unbesetzt.



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