So., 01.07.2018

Reiten: Die Metelener Reitertage Elmar Vinkelau feiert bei den Metelener Reitertagen eine doppelte Premiere

Elmar Vinkelau entschied sich im Stechen für die richtige Taktik. Und die brachte dem Legdener den Sieg.

Elmar Vinkelau entschied sich im Stechen für die richtige Taktik. Und die brachte dem Legdener den Sieg. Foto: Thomas Strack

Metelen - 

Elmar Vinkelau hat den Großen Preis von Metelen gewonnen. Auf Montenda siegte er im S**-Springen mit Stechen vor Massimo Bonomi und Kai Antonius Reckmann. Für den 49-jährigen Vinkelau war es eine Premiere der besonderen Art.

Von Marc Brenzel

Die Metelener Reitertage gehören zu den Lieblingsturnieren von Elmar Vinkelau. Gewonnen hatte der 49-Jährige den Großen Preis der Vechtegemeinde allerdings noch nie. Doch das hat sich geändert: Am Sonntag holte sich der Legdener auf Montenda den Sieg im S**-Springen mit Stechen.

Dieser Erfolg hatte sich angekündigt, schließlich kamen Ross und Reiter mit großen Vorschusslorbeeren nach Metelen. In den vergangenen sechs Wochen hatten Vinkelau und seine zehnjährige Stute S-Siege in Serie eingefahren. „Das hier ist etwas ganz Besonderes für mich. Nicht nur, weil es mein erster Erfolg beim Großen Preis von Metelen ist, sondern auch, weil es mein erster Erfolg in einem S-Springen mit zwei Sternchen überhaupt ist“, erklärte Vinkelau. „Und den feiern wir heute Abend wie es sich gehört.“

Fotostrecke: Der Große Preis von Metelen

Fünf der 25 gestarteten Paare hatten sich für das Stechen qualifiziert. Mit Hen­drik Hofschröer blieb ein sechster Reiter ohne Abwurf, doch die Zeitüberschreitung kostete den Mann aus Herzlake seinen Platz im zweiten Umlauf.

„Wir haben richtig guten Reitsport gesehen. Dass nur fünf Paare ins Stechen gekommen sind, spricht für einen anspruchsvollen Parcours. Das ist mir lieber, als wenn es acht oder neun Mann geschafft hätten“, freute sich Rainer Isermann, der zweite Vorsitzender des gastgebenden ZRFV Metelen, über eine packende, letzte Prüfung des Wochenendes.

Vinkelau, der als Vorletzter in den zweiten Umlauf ging, hatte die Runde vorher genau gescannt. Dabei kam dem Legdener der entscheidende Geistesblitz. „Die anderen sind beim Übergang vom fünften zum sechsten Sprung hinter dem Oxer geritten. Ich habe den Weg vor dem Oxer genommen, das hat mir letztlich den entscheidenden Zeitvorteil gebracht“, analysierte der Routinier. In 37.51 Sekunden lieferte Vinkelau mit Abstand die schnellste Runde im Stechen ab.

Vinkelaus zündende Idee erstickte die Hoffnungen vom Massimo Bonomi auf den Sieg. Der für den RFV Wodan Damm startende Italiener hatte auf Calais richtig gut vorgelegt (41.17), doch das reichte in der Endabrechnung „nur“ zu Silber. Kai Antonius Reckmann (RV Mettingen) und Tornado (41.32) schafften ebenfalls noch den Sprung auf das Treppchen. Auf den Rängen vier und fünf reihten sich Thomas Holz auf Balinus und Atsushi Sakata auf Casarinjo ein.

„Das Wochenende war die beste Werbung für uns. Sowohl die Zuschauer als auch die Sportler waren begeistert. Jana Wargers, Michael Cristofoletti oder Thomas Holz haben die Bedingungen auf unseren beiden Plätzen als optimal bezeichnet“, freute sich Isermann. „Das ist umso schöner, weil einige Reiter unserem Rasenturnier gegenüber etwas skeptisch geworden sind, da wir in der Vergangenheit ja schon mal abgesoffen waren. Wir haben gezeigt, dass diese Skepsis unbegründet ist.“



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