Fr., 06.07.2018

Fußball: Fußball im Kreis Steinfurt Fairplay wird im Fußballkreis Steinfurt wieder stärker honoriert

Nicht nur Meister, sondern auch Fairplay-Champion: Thomas Fraundörfer (M.) und die SpVgg Langenhorst/Welbergen waren zusammen mit dem SV Wilmsberg II auch das fairste Team der Kreisliga B 2.

Nicht nur Meister, sondern auch Fairplay-Champion: Thomas Fraundörfer (M.) und die SpVgg Langenhorst/Welbergen waren zusammen mit dem SV Wilmsberg II auch das fairste Team der Kreisliga B 2. Foto: Marc Brenzel

Kreis Steinfurt - 

Auf überkreislicher Ebene ist es Usus, dass die „Fairplay-Meister“ jeder Staffel ausgezeichnet werden. Im Fußballkreis Steinfurt war das bislang nicht der Fall. Doch jetzt haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, ab der kommenden die fairsten Teams im Kreisgebiet zu belohnen.

Von Marc Brenzel

Im Fußballkreis Steinfurt wird die Fairplay-Wertung wieder eingeführt. Ab der kommenden Saison werden in allen Staffeln die Mannschaften mit den wenigsten Strafpunkten ausgezeichnet. Darauf verständigten sich jetzt die mit dem Meisterschaftsspielbetrieb unmittelbar befassten Mitglieder des Kreisvorstandes: also Obmann Gerhard Rühlow und die Staffelleiter im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden Hans-Dieter Schnippe.

Strafpunkte gibt es für Gelbe, Gelb-Rote, Rote Karten und Innenraumverweise unter der Berücksichtigung der daraus resultierenden Sperren. In der abgelaufenen Saison führten Preußen Borghorst (Kreisliga A), Germania Hauenhorst II und Skiclub Rheine (beide B-Liga, Staffel 1), der SV Wilmsberg II und die SpVgg Langenhorst/Welbergen (beide B-Liga, Staffel 2), Borussia Emsdetten (Kreisliga C, Staffel 1), der SV Burgsteinfurt IV (Kreisliga C, Staffel 2) sowie die SG Horstmar/Leer (Frauen-Kreisliga) die jeweiligen Fairplay-Tabellen an.

Honoriert wurde das im Gegensatz zu den überkreislichen Ligen nicht beziehungsweise nicht mehr. Der Grund: Der Verband untersagt es, den Vereinen dafür Geldprämien zukommen zu lassen. Oberhalb der Kreisligen hingegen tritt der Sportwetten-Anbieter ODDSET als Sponsor auf und belohnt in dieser Rolle die Clubs direkt.

„Daher haben wir die Sache mit den Ehrungen vor rund zehn Jahren ausgesetzt“, erklärt Rühlow. „Doch wir sind gemeinsam zu der Ansicht gekommen, dass das Fairplay belohnt werden muss.“ In welcher Form das honoriert wird, ließ der Funktionär aus Burgsteinfurt offen. Darüber werde der Kreisvorstand noch beraten. Es sei aber angedacht, die Vereine mit einem Preis zu belohnen, der über die Verleihung einer Urkunde hinausgehen würde, so Rühlow weiter.

„Mir ist in der Vergangenheit immer öfter aufgefallen, dass Teams und Trainer sehr erpicht darauf sind, die fairste Mannschaft zu sein. Das ist für die Außendarstellung natürlich eine tolle Sache“, findet Rühlow. Seiner Meinung nach sei die Wiedereinführung der Fairplay-Honorierung auf Kreisebene fast schon ein Muss. Es sei schließlich schwer zu begründen, warum faire Mannschaften auf internationaler Ebene groß gewürdigt würden, dem an der Basis aber nur unzureichend Rechnung getragen würde.



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