Mi., 01.08.2018

Heimische Clubs wollen in die nächste Runde Verlässliche Standortbestimmung?

Moritz Gedenk (l., hier gegen Max Feldhues) und die Grün-Weißen treffen am Donnerstag auf Vorwärts Wettringen.

Moritz Gedenk (l., hier gegen Max Feldhues) und die Grün-Weißen treffen am Donnerstag auf Vorwärts Wettringen. Foto: Jan Gudorf

Steinfurt/ochtrup - 

Mit acht Spielen wird die erste Runde des Kreissparkassen-Cups 2018/19 am Donnerstagabend abgeschlossen. Die ganz großen Überraschungen sind bislang ausgeblieben. Hält dieser Trend auch am letzten Tag?

Acht Kreispokalspiele der ersten Runde sind bereits absolviert, die weiteren acht folgen am heutigen Donnerstag. Dass die Clubs – entgegen manch anderen Bekundungen – dieses erste Pflichtspiel der neuen Saison ganz und gar nicht auf die leichte Schulter nehmen, lässt sich an den Ergebnissen ablesen. So hat sich bislang kein Favorit von einem vermeintlichen Außenseiter aufs Glatteis führen lassen. Überraschungen gab es bislang nicht. Ob das auch heute so bleibt?

Sollte Oberligist FC Eintracht Rheine die Hürde gegen Amisia nehmen, käme es schon in der zweiten Runde zu einem Duell zwischen dem ranghöchsten Vertreter des Fußball-Kreises und Titelverteidiger Borussia Emsdetten. Geht es darum, diesen zu beerben, dann wollen auch die heimischen Clubs ein Wort mitsprechen. Es folgt eine Übersicht.

SV Wilmsberg –

Vorwärts Wettringen

Angesichts der Vielzahl an Toren, die der FC Vorwärts Wettringen in den jüngsten beiden Testspielen gegen Coesfeld (5:3) und Buldern (9:1) erzielt hat, kann man die Mannschaft von Trainer Patrick Wensing schon ein klein wenig auf den Favoritenschild für die Meisterschaft heben. Beweisen müssen sich die Wettringer allerdings erst einmal am heutigen Abend, wenn sie im Waldstadion im ersten Pflichtspiel der Saison dem Vorjahresfünften gegenüber stehen werden.

„Wettringen gehört in der Meisterschaft sicherlich zu den Favoriten, aber Emsdetten 05, Altenrheine oder wir sind ja auch noch dabei. Auf jeden Fall wird das für uns heute eine gute Generalprobe“, meint Wilmsbergs Trainer Christof Brüggemann, der froh ist, nicht wieder einen Underdog oder eine Übermannschaft zugelost bekommen zu haben. Wettringen scheint genau richtig, ist ja auch aus derselben Spielklasse und kann als Standortbestimmung durchgehen. „Genau, das wird uns zeigen, wie weit weg oder nah dran sind wir aktuell am Gegner“, freut sich der Coach auf die Begegnung.

Dabei werden die Piggen, wie Brüggemann sagt, ganz gewiss nicht alle Karten auf den Tisch legen: „Wir spielen schon am zweiten Spieltag in der Meisterschaft wieder gegen Wettringen. Da muss man nicht alles vorher verraten.“

Einziger Ausfall wird Mannschaftskapitän Niclas Ochse sein, der mit Blick auf die Meisterschaft noch geschont werden soll.

►  Anstoß: heute, 18.30 Uhr, Waldstadion SV Wilmsberg.

FC Galaxy –

Preußen Borghorst

Im Rahmen der Stadtmeisterschaft hat der FC Galaxy den SC Preußen mit 3:0 klar geschlagen. Ob das in der ersten Runde es Kreispokals genauso läuft, wird sich heute Abend ab 18.30 Uhr zeigen, wenn diese beiden Kontrahenten erneut aufeinander treffen, diesmal in einem Pflichtspiel.

Wobei auf Trainerseite in dieser Partie zwei völlig unterschiedliche Philosophier oder Sichtweisen sich gegenüber stehen. Preußens Dirk Altkrüger hält nicht viel vom Pokal: „Ich bin kein Pokalfan. Für mich ist das nur ein weiteres Testspiel. Ich finde, dass der Pokal in anderen Verbänden besser geregelt ist.“ Zudem sei ihm das Ergebnis der Stadtmeisterschaft egal, an Revanche verschwendet Altkrüger keinen Gedanken. „Es sind ja auch einige Spieler wegen Urlaub oder Verletzungen wieder nicht dabei. Eventuell muss ich sogar Ersatz aus der Zweiten holen“, sagt er. Fest stehe nur, dass „elf Mann auf dem Platz sein werden“ und „das Ziel ein Sieg“ sei.

Ganz anders Galaxys Nelson Venancio, der, anders als bei der Begegnung vor einer Woche, mit einer veränderten Taktik in die Partie gehen will: „Wir werden so spielen, wie ich mir das in der Meisterschaft vorstelle: Ballbesitz, offensiv ausgerichtet. Wir wollen das Spiel an uns reißen“, sagt Venancio.

Verzichten muss er auf den rotgesperrten Onur Isikyol, Eduard Schäfer, Altin Fasku und Dennis Taylor.

► Anstoß: heute, 18.30 Uhr VR-Bank-Stadion, Burgsteinfurt

SW Weiner –

Germania Hauenhorst

B-Ligist SW Weiner will dem Bezirksliga-Absteiger aus Rheines Norden einen heißen Kampf liefern. Daran lässt Florian Dudek keinerlei Zweifel. „Wir werden dem Favoriten das Feld nicht kampflos überlassen“, verkündet der Trainer der Schwarz-Weißen. Und in dieser Hinsicht spielt es dann auch keine Rolle, dass einige Leistungsträger zurzeit urlauben, verletzt sind oder aus beruflichen Gründen fehlen. Dudek: „Wir werden 14 Spieler zusammenbekommen und eine gute Mannschaft auf dem Feld haben.“

Dudek hat keinerlei Probleme, sich mit der Rolle des Außenseiters abzufinden. „Das ist eigentlich eine sehr angenehme Ausgangslage“, sagt er. Wobei er die Hauenhorster zum Kreis der engsten Titelkandidaten in der Kreisliga A rechnet. „Nach dem Abstieg sind sie ja nahezu komplett zusammengeblieben. Dass die Mannschaft eingespielt ist, dürfte ein großes Plus in der Meisterschaft sein.“ Im Pokal freilich hofft Dudek, dass diese Tugenden nicht so zum Tragen kommen. Jedenfalls wollen er und seine Schützlinge alles daran setzen, für eine Überraschung zu sorgen.

► Anstoß: heute, 18.30 Uhr, Sportpark Weiner, Ochtrup.

Matellia Metelen –

SV Langenhorst/Welb.

Nach dem Aufstieg in die Kreisliga A werden sich die Wege des SV Langenhorst und der Matellia demnächst auch in der Liga kreuzen. Zunächst aber führt der Pokalwettbewerb die beiden Protagonisten zusammen. „Langenhorst hat in der B-Liga über hundert Tore geschossen. Da müssen wir von der ersten Minute an hellwach sein“, fordert Matellias Spielertrainer Bertino Nacar höchste Aufmerksamkeit. Dass die Metelener einige Stammkräfte aus unterschiedlichen Gründen nicht aufbieten können, spielt für Metelens Coach eine eher nebensächliche Rolle. „Jeder, der zum Kader gehört, hat auch den Anspruch zu spielen“, erläutert Nacar. Worauf er setzt, ist die Unterstützung aus den eigenen Reihen. Wenn heute Abend der Ball rollt, dann werden sicherlich auch viele Metelener am Platz sein. „Wir werden alles reinwerfen, um sie nicht zu enttäuschen“, verspricht Nacar.

Auf der anderen Seite bereiten Langenhorsts Trainer Thorsten Bäumer die Ausfälle mehrerer Stammkräfte einiges Kopfzerbrechen. Zumal es sich bei ihnen zum Teil um Langzeitverletzte handelt, wie etwa Luca Vogel. „Deshalb sind wir im Moment noch nicht A-Liga-taulich“, glaubt der Trainer, der aber dennoch hofft, dass seine Mannschaft in diesem, wie er sagt „Testspiel“, eine ordentliche Leistung abliefert.

► Anstoß: heute, 18.30 Uhr, Sportpark Süd, Kunstrasen, An der Walkenmühle 30 in Metelen.



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