Fußball: Bezirksliga
Der SV Wilmsberg bekommt eine Tribüne

Borghorst -

Das Wilmsberger Waldstadion ist in die Jahre gekommen. Besonders wenn es nass und schmuddelig wird, bietet das Sportgelände wenig Komfort. Das wird sich bald ändern.

Mittwoch, 05.12.2018, 16:14 Uhr aktualisiert: 05.12.2018, 16:18 Uhr
Nach dem Vorbild des FC Schwarz-Weiß Weiner soll in Wilmsberg eine Tribüne gebaut werden. Läuft alles nach Plan, ist das Projekt spätestens zum Stadionfest am 23. August 2019 fertiggestellt.
Nach dem Vorbild des FC Schwarz-Weiß Weiner soll in Wilmsberg eine Tribüne gebaut werden. Läuft alles nach Plan, ist das Projekt spätestens zum Stadionfest am 23. August 2019 fertiggestellt. Foto: ontage Ann-Kathrin Schriever

Bitte nicht wundern; Sie haben nichts verpasst. Über Nacht ist im Wilmsberger Waldstadion keine Tribüne entstanden. Aber was nicht ist, das soll schon bald werden: Eine Tribüne, die Zuschauern Schutz und Komfort bieten wird.

Wenn alles planmäßig über die Bühne geht, dann steht die neue Anlage am 23. August kommenden Jahres, wenn der SV Wilmsberg mit dem Gastspiel der Schalker Traditionsmannschaft im Rahmen des Stadionfestes sein 95-jähriges Bestehen feiert. „Spätestens dann soll alles fertig sein. Die Baugenehmigung liegt vor. Von uns aus könnte es morgen losgehen“, sagte SVW-Vorstandsmitglied Klaus Brüning unlängst.

Einer, der das Projekt mit auf den Weg gebracht hat, ist Christof Brüggemann. Als der Piggen-Trainer vor einiger Zeit beim FC SW Weiner verweilte und die Tribüne sah, die 2016 dort eingeweiht worden war, hatte er nur einen Gedanken: „Bitte sofort einpacken und mit nach Wilmsberg nehmen.“

Getreu diesem Vorbild soll auch im Waldstadion eine Tribüne entstehen – und zwar genau so und an jener Stelle, wo die Mediengestalterin dieser Zeitung die neue Behausung auf obiger Fotomontage von Weiner nach Wilmsberg „verpflanzt“ hat.

„Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir mehr Zuschauer ins Stadion bekommen“, sagt Brüggemann, was ihn angetrieben hat. „Wir bieten einfach zu wenig Sitzmöglichkeiten.“

Mit seinem Anliegen stieß er beim Vorstand des SV Wilmsberg auf offene Ohren. Klaus Brüning und seine Kollegen setzten fortan alle Hebel in Bewegung und loteten aus, wie sich das angedachte Projekt umsetzen lässt. Schnell stellte sich heraus, dass die Realisierung kein Hexenwerk ist, weil die handwerklichen Leistungen größtenteils von Vereinsmitgliedern und somit in Eigenleistung erbracht werden sollen. Bei der Beschaffung der erforderlichen Materialien greift Holzhändler Franz-Josef Gönner, zugleich Sponsor beim SVW, dem Verein unter die Arme, wie SVW-Vorstandsmitglied Brüning weiter mitteilte.

Nach Brünings Ausführungen wird das Objekt 15 Meter lang und bietet 65 Sitzplätze. Entstehen soll die Tribüne unmittelbar neben dem Vereinsheim; dort, wo sich auch die Sprecherkabine befindet. Sinn macht diese Erweiterung, weil die Stadt den Pachtvertrag mit dem Eigentümer des Stadiongeländes, der schon grünes Licht für den Bau gegeben hat, für weitere 20 Jahre verlängert hat. Und da es im Waldstadion an allen Ecken bröckelt und bröselt, wird es höchste Zeit, der maroden Anlage einen frischen Anstrich zu verleihen. Auch mit Blick auf die Fusionsbestrebungen mit dem SC Preußen Borghorst.

Brüning betont in diesem Zusammenhang, dass bei der Errichtung der Anlage kein Baum des angrenzenden Wäldchens gefällt werden soll. Die zwei Bänke, die als Provisorium unmittelbar hinter den Banden aufgestellt worden waren, sollen in Richtung Mittellinie versetzt werden. Derzeit sind die Wilmsberger damit beschäftigt, eine Mannschaft zusammenzustellen, die unter Federführung von Peter Starmann und Willi Kauling das Projekt verwirklicht.

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