Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Preußen Borghorst bei Dirk Altkrügers Abschied gegen Westfalia Leer ohne Sieg

Borghorst -

Für Dirk Altkrüger endete die Zeit als Trainer von Preußen Borghorst mit einem 3:3-Unentschieden gegen Westfalia Leer. Das letzte Spiel als Verantwortlicher der Adlerträger war wie ein Spiegel der SCP-Hinrunde. Die Westfalia sicherte sich mit großer Moral in der Nachspielzeit einen Punkt.

Sonntag, 09.12.2018, 18:50 Uhr aktualisiert: 09.12.2018, 19:00 Uhr
SCP-Innenverteidiger Nico Matic (l.) kommt hier gegen Leers Jannik Arning bei dessen 0:1 zu spät.
SCP-Innenverteidiger Nico Matic (l.) kommt hier gegen Leers Jannik Arning bei dessen 0:1 zu spät. Foto: Alex Piccin

Gewünscht hatte sich Altkrüger nicht unbedingt solch intensive 90 Minuten. „Eigentlich gibt es hier nur einen Sieger. Das ist bitter. Wir haben wieder einmal Gegentore verschenkt“, sagte er. Der scheidende Coach durchlebte die Partie auf einer Gefühlsachterbahn. Antrittsschnell wie in seinen aktiven Stürmerzeiten zeigte sich Altkrüger, als er zum Jubellauf ansetzte, sobald seine Elf sich in aussichtsreicher Torschussposition befand. Das war häufig der Fall, aber die Bank musste oft den Sprint abbrechen.

Die Gastgeber waren gut im Spiel, doch Jannik Arning sorgte für eine kalte Dusche. Er eroberte im Mittelfeld den Ball, eilte in den Strafraum und versenkte den Querpass Pascal Igers (9.). Die Westfalia agierte nun gegen verunsicherte Preußen gefällig, ohne jedoch mit dem letzten Biss auf das 2:0 zu gehen. Ihr absolute Wille zeigte sich erst kurz vor Schluss.

Borghorst vergibt

Borghorst schüttelte sich und rannte auf Michael Denklers Bude zu. Der parierte zunächst Tobias Maders Kopfball (21.) und gegen Rene Reiß (43.), Lucas Rademacher (31.), Hendrik Berning (43.) und Mader zielten daneben. Mit dem Pausenpfiff passte es dann aber: Berning legte quer zu Eilers, der zum Ausgleich traf (45.+1).

Nach der Pause änderte sich das Bild zunächst kaum, Rademacher drückte das Leder erneut vorbei (58.). Dann waren plötzlich die Leerer wieder da: Timo Hüsings Freistoß boxte Niclas Kock aus der Gefahrenzone (61.) und der Schnapper vereitelte auch eine Doppel-Großchance der Westfalia (69.). Und die Borghorster?

Vermeintliche Vorentscheidung

Sonst sehr anfällig bei Standards nutzten sie dieses Mal selbst eine Ecke. Die schlug Sven Berghaus genau auf den Kopf von Daniel Schulze Brock – 2:1 (72.). Elf Minuten später dann die vermeintliche Vorentscheidung: Leer leistete sich einen Stockfehler an der Mittellinie, Rausch sprintete los und passte auf Rademcher, der zum 3:1 vollendete. Ganz so schnell wie sein Kapitän auf dem Flügel war Altkrüger zwar nicht, doch er führte die Jubeltraube um den Torschützen im Leerer Strafraum an.

Aber nicht mit Leer: Hennig Eweler erzielte mit einem abgefälschten Schuss den Anschlusstreffer (85.) und in der Nachspielzeit wurde es ganz kurios: Alex Groll stoppte das Leder artistisch, es landete an die Latte und Philipp Wierling drückte die Kugel bedrängt über die eigene Linie (90.+1). Westfalias Trainer Thomas Overesch atmete durch: „Es war insgesamt kein gutes Spiel von uns und ein glücklicher Punkt. Dadurch können wir nach unten Abstand halten.“

Preußen Borghorst: Kock – Reiß, Matic (75. Groll), Mader, Wierling – Rausch, Berghaus, Schulze Brock, Berning – Eilers (89. Krumme), Rademacher (84. Mallaamine).

Westfalia Leer: Denkler – Thiemann (89. Selker), J. Schulte, Eweler (73. Thiele), Hüsing – Iger, Wewers, Raus, Krawczyk (73. Meis) – Arning, Joormann.

Tore: 0:1 Arning (9.), 1:1 Eilers (45.+1), 2:1 Schulze Brock (72.), 3:1 Rademacher (83.), 3:2 Eweler (85.), 3:3 Wierling (90.+1/ET).

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