Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Jannik Arning ist Westfalia Leers Speerspitze

Leer -

Jannik Arning spielt eine super Saison. Zwölf Tore stehen für den Angreifer von Westfalia Leer zu Buche. Der 23-Jährige hatte aber auch schon schwierigere Zeiten durchzumachen.

Freitag, 15.02.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 16:36 Uhr
1,92 Meter groß und 90 Kilo schwer: Leers Jannik Arning bringt die Idealmaße für einen Strafraumstürmer klassischer Prägung mit. In der laufenden Saison traf der 23-Jährige zwölf Mal.
1,92 Meter groß und 90 Kilo schwer: Leers Jannik Arning bringt die Idealmaße für einen Strafraumstürmer klassischer Prägung mit. In der laufenden Saison traf der 23-Jährige zwölf Mal. Foto: Alex Piccin

Am Sonntag wird in der Kreisliga A Teil zwei der Saison eingeläutet. Für die Westfalia aus Leer steht das Heimspiel gegen den FC Eintracht Rheine II auf dem Programm. „Gegen die haben wir uns in der Hinrunde nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Insofern müssen wir was gutmachen“, kündigt Jannik Arning Revanche für die 0:5-Packung in der Hinrunde an.

Der 23-Jährige ist mit seinen zwölf Treffern die Speerspitze der Westfalia-Offensive. „Ja, in dieser Saison läuft es ganz gut bei mir“, bilanziert Arning. Das war nicht immer so, denn der Mittelstürmer hatte schon schwere Zeiten durchzustehen. Ein Mittelfußbruch und ein Kreuzbandriss sorgten für mehrmonatige Zwangspausen. „Das war echt bitter. Entscheidend ist aber, dass man nach solchen Phasen stärker zurückkommt“, lebt Arning den Kampfgeist vor, der die Westfalia stets ausgezeichnet hat.

Dass die Leerer den „Fighting Spirit“ in ihrer DNA haben, will der Stoßstürmer nicht verneinen, doch die Truppe nur darauf zu reduzieren, findet Arning zu einfach: „Das mag früher so gewesen sein, und darauf wird in Leer auch immer noch viel Wert gelegt, doch wir haben uns auch fußballerisch entwickelt.“ Der vierte Rang in der Vorsaison sei ein prima Beispiel dafür. Die beste Platzierung der Vereinsgeschichte hat aber auch eine Kehrseite – die Leerer werden anders wahrgenommen und nicht mehr unterschätzt.

Die aktuell 21 Zähler, hochgerechnet auf die komplette Saison, und das Team vom Leerbach würde die 50-Punkte-Marke aus dem Vorjahr klar verfehlen. Doch das steht für den Bayern-Fan („Da hatte mein Onkel prägenden Einfluss“) nicht im Fokus. „Wir müssen erstmal zusehen, dass wir uns nach unten absichern. Wenn das klappt, können wir uns anders orientieren“, betont Arning, der mit seinen 1,92 Metern Größe und 90 Kilogramm Gewicht die Idealmaße einer echten Nummer neun mitbringt.

Umso erstaunlicher, dass Arning diese Rückennummer bei den Leeren nicht tragen darf. „Früher hatte ich die ja, aber als wir einen neuen Trikotsatz bekommen haben, hat sich Erik Schulte die Neun geschnappt. Ich war da einfach nicht schnell genug“, gibt Arning zu, der daher auf die 22 ausweichen musste.

Zwölf Mal hat der für eine Schöppinger Firma arbeitende Monteur in dieser Saison geknipst, was ihm Platz vier der Torschützenliste der A-Liga einbringt. Ans Revers möchte sich Arning das aber nicht heften: „Fußball ist für mich ein Team- und kein Einzelsport. Und die anderen bei uns können auch gut kicken. Oft war es doch so, dass ich bei meinen Toren nur noch den Fuß hinhalten musste.“

Wer am Sonntagnachmittag gegen die Eintrachtler die Treffer erzielt, spielt für den Angreifer keine Rolle. Hauptsache sei, die Westfalia würde gewinnen. Einen Tipp wagt Arning aber: „2:0 für uns.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6393061?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686794%2F
Nachrichten-Ticker