Fußball: Bezirksliga
Drei Clubs – zwei Ziele

Steinfurt/Horstmar -

Die Entscheidungen in der Fußball-Bezirksliga versprechen Spannung pur bis zum Saisonfinale. Für die heimischen Vertreter SV Wilmsberg, SV Burgsteinfurt und TuS Germania Horstmar steht dabei einiges auf dem Spiel, wobei die Ziele der beteiligten Clubs durchaus unterschiedlich sind.

Montag, 18.02.2019, 15:58 Uhr aktualisiert: 19.02.2019, 14:50 Uhr
Horstmars Steffen Exner (li.) und Wilmsbergs Angreifer Alexander Hesener standen sich zuletzt am 9. September 2018 gegenüber. Damals siegten die Piggen mit 2:1.
Horstmars Steffen Exner (li.) und Wilmsbergs Angreifer Alexander Hesener standen sich zuletzt am 9. September 2018 gegenüber. Damals siegten die Piggen mit 2:1. Foto: Günter Saborowski

Am 26. Mai wird mit dem 34. Spieltag die Saison in der Fußball-Bezirksliga 12 beendet. Eines ist gewiss: Bis zu dem Zeitpunkt wird es in der ersten überkreislichen Spielklasse noch ein großes Hauen und Stechen geben. Mittendrin die drei heimischen Vertreter SV Wilmsberg, SV Burgsteinfurt und Germania Horstmar. Während der momentane Spitzenreiter SVW und Verfolger SVB Meisterschaft und Aufstieg ins Visier nehmen, geht es für Germania um den Klassenerhalt.

Wilmsbergs Trainer Christof Brüggemann und sein Burgsteinfurter Pendant Christoph Klein-Reesink sind einer Meinung, dass der Kreis der möglichen Titelaspiranten sechs Mannschaften umfasst. Neben den beiden Steinfurter Clubs, dem Dritten Vorwärts Wettringen und dem Viertplatzierten TuS Recke wollen die beiden Übungsleiter auch Greven 09 und erst recht nicht den SC Altenrheine abschreiben. Dieses verbietet sich schon aus Gründen gegenseitigen Respekts. „Einer von diesen Sechs wird am Ende hochgehen“, bringt Klein-Reesink die Lage auf den Punkt.

Brüggemann sieht seinen SV Wilmsberg für das Kopf-an-Kopf-Rennen gerüstet: „Unser Mannschaftskader ist seit anderthalb Jahren nahezu unverändert. Deshalb funktionieren viele Abläufe“, streicht der Trainer den Vorteil einer auf Kontinuität ausgerichteten Personalplanung heraus. Darüber hin­aus ist er überzeugt, dass sein Team aus den Erfahrungen der vergangenen Saison gelernt hat. Schon 2017/18 waren die Piggen hoffnungsvoll in die Restrunde gestartet. Die Ambitionen erhielten jedoch schon früh einen Dämpfer, denn nach 100-tägiger Winterpause reichte es aus den ersten Spielen in 2018 gegen Wettringen und die U 23 des FC Gievenbeck nur zu einem Punkt. In diesem Jahr verlief der Auftakt erfolgreicher, denn gegen Greven 09 und Laggenbeck gab es mit sechs Zählern die maximale Ausbeute.

Auch Klein-Reesink empfängt positive Signale, um den „Betriebsunfall Abstieg“ mit dem Wiederaufstieg in die Landesliga postwendend zu reparieren. Allerdings nur unter einer Prämisse. „Wir können es schaffen, wenn wir verletzungsfrei bleiben“, sagt der SVB-Coach, der im Übrigen zurzeit eine „überragende Stimmung“ im Lager seiner Mannschaft ausmacht. Dabei spielt ihm durchaus in die Karten, dass sich in allen Mannschaftsteilen Alternativen anbieten.

Ganz andere Sorgen plagen indes Germania Horstmar. Nach drei Niederlagen in Serie – davon allerdings zwei knappe gegen die Topteams TuS Recke und Burgsteinfurt – ist die Abstiegszone, die mit Platz 14 beginnt, gefährlich nahe gerückt. Nur vier Punkte beträgt der Vorsprung, was Germanias Trainer André Rodine zu der nüchternen Einschätzung veranlasst: „Wir sind mittendrin im Abstiegskampf.“ Dass sein Team konkurrenzfähig ist, hat es schon bewiesen, zuletzt beim 1:5 in Ibbenbüren allerdings kaum. Rodine: „Wenn nicht jeder Einzelne bereit ist, an seine Leistungsgrenze zu gehen, dann haben wir nicht die Qualität, um in der Bezirksliga zu bestehen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6401771?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686794%2F
Nachrichten-Ticker