Radsport: Goldene Ehrennadel für Ludger Mester
Dieser Mann hat viel bewegt

Burgsteinfurt -

Am Sonntag hat Ludger Mester, der 35 Jahre lang die Geschicke des Radsports in Steinfurt gelenkt und geleitet hat, die Goldene Ehrennadel des Radsportverbandes NRW überreicht bekommen. Im nächsten Monat will er nicht mehr für den Vorsitz des RSV Friedenau kandidieren.

Dienstag, 26.03.2019, 17:25 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 14:35 Uhr
Ludger Mester (r., hier mit Fabian Wegmann und dessen Sohn) hat 35 Jahre lang die Geschicke der Radsportler in Stemmert gelenkt und maßgeblich dazu beigetragen, dass die beiden Rennen in Steinfurt immer noch ausgetragen werden. Am Sonntag erhielt der 68-Jährige (kl. Bild, 5.v.l.) in Duisburg die Goldene Ehrennadel des Radsportverbandes NRW.
Ludger Mester (r., hier mit Fabian Wegmann und dessen Sohn) hat 35 Jahre lang die Geschicke der Radsportler in Stemmert gelenkt und maßgeblich dazu beigetragen, dass die beiden Rennen in Steinfurt immer noch ausgetragen werden. Am Sonntag erhielt der 68-Jährige (kl. Bild, 5.v.l.) in Duisburg die Goldene Ehrennadel des Radsportverbandes NRW. Foto: privat

Ehre, wem Ehre gebührt: Nach 35 Jahren als Vorsitzender der Radsportler des RSV Friedenau Steinfurt tritt Ludger Mester bei der nächsten Jahreshauptversammlung des RSV im April in den Ruhestand. „Ich werde mein Amt in jüngere Hände übergeben“, sagt Mester, der dem Verein aber weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen will. Sein Nachfolger, der zwar schon feststeht, aber noch nicht genannt werden soll, ist 45 Jahre alt. Mester wird in diesem Jahr 69.

Darüber hinaus wird auch Daniel Mester, lange Zeit selbst auf der Leeze für das Rolinck-Team des RSV aktiv, seinen Posten als Geschäftsführer abgeben.

Als Anerkennung seiner Verdienste für den Radsport hatte der Landesverband (LV) NRW Ludger Mester und seine Frau Antonia am Sonntag nach Duisburg zur Jahreshauptversammlung des Verbandes eingeladen, wo mit Thomas Peveling ein Nachfolger für Bernd Potthoff als Präsident des LV gewählt wurde. Dort wurde Mester, neben einigen anderen Funktionären, aufgrund seiner Verdienste um den Radsport in Nordrhein-Westfalen mit der Goldenen Ehrennadel des Verbandes ausgezeichnet.

Im vorigen Jahrhundert, genauer im Jahr 1962, gründete Ernst Behrning den RSV Friedenau, damals noch ein Mehrspartenverein mit Badminton, Radsport und Leichtathletik. Mittlerweile beheimatet der RSV nur noch Radsportler. Seit 15 Jahren ist Mester, der 1966, mit 16 Jahren, zum Radsport kam, dessen Erster Vorsitzender. „Ich hatte als Lehrling bei Cyran von Ostendorf aus einen recht weiten Weg zur Arbeit und bin immer mit dem Rad gefahren. Das waren rund 30 Kilometer täglich, denn ich bin mittags immer nach Hause gefahren. Irgendwann hat die Pfarrjugend von St. Marien mal ein Rennen veranstaltet: 88 Mal um die Marienkirche. Dabei bin ich mit einem normalen Straßenrad Dritter geworden“, erzählt Mester von den Anfängen seiner Karriere. 1969 hat er als 19-Jähriger sein erstes Rennen gewonnen, den Großen Straßenpreis von Duisburg. Seitdem hat ihn der Radsport – auch nach seinem schweren Sturz beim Rennen in Wesel – nicht mehr losgelassen.

Mittlerweile ist der Vater zweier Söhne „nur“ noch als Funktionär, Organisator und Veranstalter tätig, und das mit Herzblut. „2002, als der RSV 40-Jähriges hatte, haben wir anlässlich dieses Geburtstages das ‚Rund um Steinfurt‘ ins Leben gerufen, das eigentlich eine einmalige Veranstaltung sein sollte“, erzählt er. Mit dem „Einmalig“ hat‘s nicht geklappt, denn das Rennen wurde so gut angenommen, dass es zu einer festen Größe wurde. „Rund um Steinfurt ist eines der letzten längeren Straßenrennen in NRW überhaupt. Die meisten anderen sind ja alle nur ein bis zwei Kilometer lang“, sagt Mester und denkt dabei an die Veranstaltungen mit dem Namen „60 Mal um den Kirchturm“.

Eines der schönsten Erlebnisse in seiner Zeit als Chef der Radsportler in Stemmert war der Sieg seines Sohnes Daniel 2005 in der C-Klasse. „Da ist man natürlich richtig stolz als Vater. Aber auch die großen Namen, die hier als Junioren in Steinfurt dabei waren und hinterher bei der Tour de France in Gelb fuhren, habe ich gut in Erinnerung“, bleiben spätere Größen wie Bradley McGee, Linus Gerdemann oder Fabian Wegmann, den er als Juniorenfahrer zusammen mit seinem Sohn in Spanien trainiert hat, für immer im Gedächtnis.

► Die anstehenden Termine des RSV: 6. April (Samstag), 20. Pumpernickel-RTF, 14. April (Sonntag), 18. Straßenrennen „Rund um Steinfurt“, 1. Juni (Samstag), 34. Steinfurter Abendrennen.

Rund um Steinfurt ist eines der letzten Straßenrennen in NRw überhaupt.

Ludger Mester
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