Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Thomas Grabowski: Nie war er so wichtig wie heute

Borghorst -

Thomas Grabowski ist bereits 39 Jahre alt und kann sich bald in die Reihe der Kicker einordnen, die, wie Markus Cool oder Reinhard Kloppenborg, noch mit 40 in der Kreisliga A Fußball spielten.

Dienstag, 02.04.2019, 16:41 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 17:01 Uhr
Von wegen Alte Herren: Thomas Grabowski (r.) schießt für die Preußen immer noch – oder wieder – seine Tore und will den Verein in der Liga halten. Mit 39 Jahren. „Alterspräsident“ der Fußball spielenden Zunft ist allerdings immer noch Markus Cool (kl. Bild, r.), der mit 46 Jahren noch in Metelen kickte und hier Grabowskis Durst stillen hilft.
Von wegen Alte Herren: Thomas Grabowski (r.) schießt für die Preußen immer noch – oder wieder – seine Tore und will den Verein in der Liga halten. Mit 39 Jahren. „Alterspräsident“ der Fußball spielenden Zunft ist allerdings immer noch Markus Cool (kl. Bild, r.), der mit 46 Jahren noch in Metelen kickte und hier Grabowskis Durst stillen hilft. Foto: Günter Saborowski

Seit sechs Spieltagen trägt Thomas Grabowski wieder das Trikot des SC Preußen und hat in diesen sechs Mal 90 Minuten bereits sieben Tore geschossen. Dabei ist der Mann, der vor elf Jahren aus der Verbandsliga vom SV Herbede nach Borghorst kam, bereits 39 Jahre alt. „Qualität setzt sich halt durch“, meint sein ehemaliger Weggefährte Reinhard Kloppenborg, der im selben Alter bei Fortuna Emsdetten ebenfalls noch gegen den Ball trat.

„Unabhängig von seinen Toren ist er enorm wichtig für uns“, sagt sein ehemaliger Mitspieler in der Landesliga und jetziger Trainer Florian Gerke. „Er ist ein Typ, hat eine gute Ansprache und reißt die jungen Spieler auf dem Platz mit. Darüber hinaus ist er sehr pflichtbewusst und jedes Mal beim Training. Er ist ganz wichtig für die Mannschaft und den Erfolg“, singt Gerke ein Loblied auf den Linksfuß.

„Na ja, immer? Wenn‘s klappt, bin ich schon beim Training dabei. Es macht ja auch sehr viel Spaß“, schränkt der so Gelobte ein, dass sein Schichtdienst es nicht immer zulässt bei den Einheiten am Platz aufzutauchen. „Wenn es möglich ist, tausche ich auch mal“, ist Grabowski jedoch bestrebt, kein Training zu verpassen. Wen wundert‘s, nach der Saison, die er mit der „Ersten“ und dem Klassenerhalt abschließen will, steigt er als Trainer der zweiten Mannschaft ins Geschäft ein.

Erstaunlich ist allerdings, dass diesen „Alten Herren“ in der Kreisliga A nicht jeden Montag sämtliche Knochen ob der manchmal kraftraubenden Spiele schmerzen. „Ein paar Probleme habe ich montags schon, je nach Spielverlauf. Wenn wir in Rückstand geraten, dann gibt man schon ein paar Prozent mehr“, verweist Grabowski auf die jüngste Partie gegen Grün-Weiß Rheine, als er nach dem 0:2-Rückstand mit zwei Toren die drei Punkte noch nach Borghorst holte.

„Zum Glück bin ich bislang von Verletzungen verschont geblieben. Mal ein Bänderriss, aber nichts wirklich Wildes“, klopft der 39-Jährige auf Holz und hofft, dass es so bleibt. „Keine Ahnung, woran das liegen könnte. Glück? Gute Muskulatur? Obwohl es an den Oberschenkeln ein bisschen weniger sein könnte, dann wäre ich vielleicht etwas schneller“, grinst Grabowski. Bloß nicht, denken jetzt wahrscheinlich viele, die sehr wohl im Gedächtnis haben, dass „Grabo“ eine Vielzahl seiner Treffer auch mit dem Kopf erzielt. Der Sprungkraft in den Oberschenkeln sei Dank.

Am Sonntag müssen die Preußen im nächsten Kellerduell beim Skiclub in Rheine antreten, der die jüngsten drei Spiele jeweils gewonnen hat und mit 25 Punkten auf Rang 13 steht. Egal, Borghorst hat zuletzt fünf Mal in Folge nicht verloren und dabei nur einmal unentschieden gespielt. Ganz sicher auch dank Grabo.

An den Oberschenkeln könnte es weniger sein, dann wäre ich vielleicht schneller.

Thomas Grabowski
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