Fußball: Staffeltag der Landesliga 4
Kicker vom TuS Altenberge sind die fairsten

Nottuln/Altenberge -

Traditionell findet der Staffeltag immer beim Meister statt. Diesmal sogar schon zum dritten Mal in Nottuln, wo Staffelleiter Gerhard Rühlow „durchs Programm“ führte.

Mittwoch, 24.07.2019, 12:08 Uhr aktualisiert: 24.07.2019, 22:34 Uhr
Mit einem Pokal und einer Urkunde im Kofferraum verließ Hermann Löhring (r.) die Sportanlage von Grün-Weiß Nottuln. Am Dienstagabend erhielt der Fußballobmann des TuS Altenberge im Rahmen des Staffeltages der Landesliga aus den Händen von Staffelleiter Gerhard Rühlow (l.) den Wanderpokal als Sieger der Fairnesstabelle überreicht. Altenberge gewann die Wertung, in der Gelbe und Rote Karten ihre Berücksichtigung finden, mit 53 Punkten knapp vor Eintracht Ahaus (54), Meister Nottuln und SV Dorsten-Hardt (jeweils 59).
Mit einem Pokal und einer Urkunde im Kofferraum verließ Hermann Löhring (r.) die Sportanlage von Grün-Weiß Nottuln. Am Dienstagabend erhielt der Fußballobmann des TuS Altenberge im Rahmen des Staffeltages der Landesliga aus den Händen von Staffelleiter Gerhard Rühlow (l.) den Wanderpokal als Sieger der Fairnesstabelle überreicht. Altenberge gewann die Wertung, in der Gelbe und Rote Karten ihre Berücksichtigung finden, mit 53 Punkten knapp vor Eintracht Ahaus (54), Meister Nottuln und SV Dorsten-Hardt (jeweils 59). Foto: Marco Steinbrenner

Zum dritten Mal gewannen die Fußballer von Grün-Weiß Nottuln am 12. Mai den Meistertitel in der Landesliga 4. Folglich zum dritten Mal veranstaltete Staffelleiter Gerhard Rühlow auch den Staffeltag im Vereinsheim am Niederstockumer Weg. „Für uns ist es eine Ehre, dieses Treffen ausrichten zu dürfen“, sagte Lothar Ullrich, Fußball-Abteilungsleiter der Grün-Weißen. „Wir feiern in diesem Jahr unser 100-jähriges Bestehen. Deshalb passt der Meistertitel wie die Faust aufs Auge.“ Die Urkunde überreichte Rühlow an Nottulns Fußball-Geschäftsführer Martin Schinke.

In seiner gewohnt lockeren sowie humorvollen Art führte Rühlow, der seit 1983 für die Staffel verantwortlich ist, durch die 88-minütige Veranstaltung und blickte zunächst auf die Saison zurück. Am elften Spieltag übernahm GW Nottuln erstmalig die Tabellenspitze und ließ sich anschließend vom Platz an der Sonne nicht mehr verdrängen. Am vorletzten Spieltag war der Meistertitel eingefahren. Neuling Westfalia Kinderhaus verpasste als Zweiter aufgrund der 1:2-Niederlage im Qualifikationsspiel gegen den FSV Gerlingen nachträglich den Sprung in die Westfalenliga. Mit dem VfB Hüls und der SG Bockum-Hövel standen, so Rühlow, „bereits verhältnismäßig früh die ersten beiden Absteiger fest“. Eine Woche vor Schluss musste sich auch der SuS Stadtlohn mit dem Gang zurück in die Bezirksliga abfinden. „Die drei Vereine gehörten der Landesliga nur ein Jahr an. So etwas kommt auch nicht oft vor.“ In der Fairnesstabelle – Gelbe und Rote Karten finden in dieser Wertung ihre Berücksichtigung – musste sich Nottuln aufgrund von 59 Punkten gemeinsam mit Dorsten-Hardt hinter dem TuS Altenberge (53) und Eintracht Ahaus (54) mit Position drei zufrieden geben.

Erfreulich sinkende Tendenzen bei den persönlichen Strafen, informierte der Staffelleiter. 21 Rote Karten und damit zwölf weniger als in der Vorsaison zeigten die Schiedsrichter. Auch die Zahl der Gelb-Roten (33 statt 34) und Gelben (893 im Vergleich zu 952) sank. Ohne Roten Karton blieben Altenberge, die SG Bockum-Hövel und der VfL Senden.

Die festgesetzten Ordnungsgelder sanken von 1950 auf 1270 Euro. Alleine 1200 Euro entfielen auf die Ahndung von Innenraumverweisen. Insgesamt zwölf, aufgeteilt auf sieben Vereine, gab es. Eintracht Ahaus, die SG Bockum-Hövel, SG Borken, SV Dorsten-Hardt, SV Herbern, GW Nottuln und der VfL Senden mussten keinen Cent Strafe zahlen.

Im Hinblick auf die am 11. August beginnende Saison 2019/20 informierte Rühlow die Vereine darüber, dass ab sofort Nachverlegungen bis maximal vier Tage später möglich sind. Voraussetzung ist, dass sich beide Vereine und der Staffelleiter einig sind. Tritt eine Mannschaft am letzten Spieltag nicht an, startet diese mit „minus drei Punkten“ in die Folgesaison.

Sehr anschaulich informierte Torsten Werner, Mitglied im Verbandsschiedsrichterausschuss, über einige Neuerungen. Bereits bei der Frauen-WM vor wenigen Wochen wurde die Änderung umgesetzt, dass Spieler bei einer Auswechslung den kürzesten Weg nehmen müssen, um das Spielfeld zu verlassen. „So soll das Zeitspiel, gerade in der Schlussphase, verhindert werden“, ergänzte Werner. Ab sofort ist es auch möglich, dass der Unparteiische Karten gegen Offizielle auf der Bank zeigen darf. „Wenn der Name der betreffenden Person nicht gesagt wird, bekommt stattdessen der Trainer Rot.“

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