Fußball: Testspiel
1. FC Köln probt in Langenhorst den Ernstfall

Ochtrup -

Es gibt Gemeinsamkeiten zwischen den Fußballerinnen und den männlichen Profis beim 1. FC Köln. Beide Teams sind im Mai in die Fußball-Bundesliga aufgestiegen. Sowohl die Männer als auch die Frauen wollen den Ruf einer „Fahrstuhlmannschaft“ ablegen. Die FC-Fußballerinnen proben im Spiel gegen den SV Meppen am Samstag in Langenhorst den Ernstfall.

Mittwoch, 31.07.2019, 17:28 Uhr aktualisiert: 31.07.2019, 17:36 Uhr
Goalgetterin Peggy Nietgen, die hier von der Meppenerin Elisa Senß attackiert wird, schoss die Fußballerinnen des 1. FC Köln am 12. Mai in die Bundesliga. Im Testspiel im Langenhorster Vechtestadion werden beide Spielerinnen am Samstag erneut aufeinandertreffen.
Goalgetterin Peggy Nietgen, die hier von der Meppenerin Elisa Senß attackiert wird, schoss die Fußballerinnen des 1. FC Köln am 12. Mai in die Bundesliga. Im Testspiel im Langenhorster Vechtestadion werden beide Spielerinnen am Samstag erneut aufeinandertreffen. Foto: imago

Was war das für ein Jubel im Südstadion, als Peggy Nietgen am 12. Mai die Fußballerinnen des 1. FC Köln in der 63. Minute zum 2:1-Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken geschossen hatte. Damit hatte der FC schon einen Spieltag vor Saisonschluss den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Im Zuge der Vorbereitung auf die mit dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg am 18. August beginnende Erstliga-Saison bestreiten die Kölnerinnen am Samstag ein Testspiel gegen den ehemaligen Zweitliga-Konkurrenten SV Meppen. Gespielt wird ab 14 Uhr im Langenhorster Vechtestadion.

Nachdem die Frauen des FC schon 2015/16 und 2017/18 ein jeweils einjähriges Intermezzo in der Beletage des deutschen Fußballs gegeben hatten, kann die Vorgabe nach dem dritten Aufstieg nur lauten: „Diesmal sind wir gekommen, um zu bleiben.“

Ein besonderer Tag war dieser 12. Mai auch deshalb, weil die FC-Frauen mit dem Aufstieg einen weiteren Anlass gegeben hatten, die Kölner Festtage zu verlängern. Denn nur eine Woche zuvor hatten bereits die Fußballprofis des FC dank eines 4:0-Sieges bei der SpVgg. Greuther Fürth den Sprung zurück in die Bundesliga bewerkstelligt. Jetzt heißt die Devise: Bloß nicht wieder absteigen! Beim FC sind sowohl die Männer als auch die Frauen darauf erpicht, den Ruf einer „Fahrstuhlmannschaft“ abzulegen.

Dass es für die Damen allerdings ein Kraftakt wird, den angestrebten Klassenerhalt in der bevorstehenden Serie zu schaffen, das wissen sie beim FC aus leidvoller Erfahrung. Denn 2015/16 und 2017/18 stieg die Mannschaft sang- und klanglos ab. 2018/19 hatten die FC-Fußballerinnen den Aufstieg nur dem Umstand zu verdanken, dass sie hinter den dominierenden, aber nicht aufstiegsberechtigten Zweitvertretungen des VfL Wolfsburg und des FC Bayern München als Drittplatzierter ebenso wie der Tabellenvierte USV Jena aufsteigen durften.

Freilich haben die Verantwortlichen mit Cheftrainer Willi Breuer aus den bitteren Erfahrungen der beiden Abstiege gelernt und den Kader auf allen Positionen verstärkt. So kamen mit der Schweizer Nationaltorhüterin Elvira Herzog, der irischen Auswahlspielerin Amber Barrett, der slowakischen Nationalspielerin Lucia Ondrusova sowie Eunice Beckmann (von Madrid CFF), Madeline Gier (Bayer Leverkusen), Rachel Rinat (ASA Tel Aviv), Francesca Calò und Sabrina Horvat (beide Werder Bremen) acht neue Spielerinnen, die die Leistungen auf ein höheres Level bringen sollen. Zudem wurde die umworbene Torjägerin Peggy Nietgen gehalten. Die 32-Jährige hatte schon mit dem FFC Frankfurt und Turbine Potsdam die Champions League, den Uefa-Cup sowie zwei Mal die Deutsche Meisterschaft und vier Mal den DFB-Pokal gewonnen. „Der Klassenerhalt wird nach wie vor eine unglaubliche Herausforderung, aber ich habe das Gefühl, dass wir besser gerüstet sind als zuvor“, erklärte Trainer Willi Breuer unlängst in einem Interview auf der Homepage des Vereins.

Die Spielerinnen brennen darauf, diesen Worten nun Taten folgen zu lassen. Das Gastspiel auf der Anlage der SpVgg Langenhorst ist zugleich die Generalprobe für die Saisoneröffnung gegen den MSV Duisburg zwei Wochen später. Für die FC-Fußballerinnen geht es Samstag auch darum, sich für einen Platz in der Startformation zu empfehlen.

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