Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Germanen formieren sich neu – Horstmarer gleich beim Topfavoriten

Horstmar -

Mit dem schmalsten Kader aller 16 A-Ligisten geht der TuS Germania Horstmar in die neue Saison. 18 Leute umfasst die Truppe von Trainer Bernd Borgmann. Ein paar weniger sind es am Sonntag, wenn der Bezirksliga-Absteiger bei einem der Topfavoriten aufläuft.

Freitag, 09.08.2019, 15:38 Uhr aktualisiert: 13.08.2019, 16:06 Uhr
Viele neue Gesichter beim TuS Germania Horstmar (v.l.) Trainer Bernd Borgmann, Hendrik Banken, Erik Gewald, Kevin Pereira, Florian Herdt, Timo Föllen, Niklas Völker und Benjamin Brahaj. Es fehlen: Nino Schlees, Marcel Kinscher und Julius Schnieders.
Viele neue Gesichter beim TuS Germania Horstmar (v.l.) Trainer Bernd Borgmann, Hendrik Banken, Erik Gewald, Kevin Pereira, Florian Herdt, Timo Föllen, Niklas Völker und Benjamin Brahaj. Es fehlen: Nino Schlees, Marcel Kinscher und Julius Schnieders. Foto: Franz Neugebauer

Germanen auf Völkerwanderung. Historisch gesehen ist das schon länger her, fußballerisch hingegen aktuell. Denn beim TuS Germania aus Horstmar gab es in der Sommerpause ein großes Kommen und Gehen. 15 Spieler verließen den Verein, zehn schlossen sich dem Club an. Zudem hat mit Bernd Borgmann ein neuer Trainer das Sagen.

Der freiwillige Rückzug aus der Bezirksliga hat im Umfeld der Burgmannstädter für viel Hektik und außerhalb des TuS für jede Menge Kopfschütteln gesorgt. Dass es in der kommenden Saison wieder entspannter zugeht, ist eine der Aufgaben von Borgmann. Der Coach versprüht auf jeden Fall eine Menge Optimismus.

Seine Zuversicht schöpft er aus den ansprechenden Leistungen in den Vorbereitungsspielen (vier Siege, drei Niederlagen), aber auch aus der guten Trainingsbeteiligung. „Als ich hier in Horstmar als neuer Trainer angefangen habe, hatte ich nur 13 Aktive. Die Zahl hat sich mittlerweile auf 18 erhöht“, erklärt Borgmann. Die neuen Spieler stammen ausnahmslos aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend.

Borgmann ist sich darüber im Klaren, dass es angesichts der extrem dünnen Personaldecke nicht viele Ausfälle geben darf. Ansonsten dürfte es kompliziert werden – und das ist bereits am Sonntag bei Amisia Rheine der Fall. Sechs Streichkandidaten gibt es zu beklagen, darunter Dominik Kortehaneberg und Alexander Berkenbrock, die als Führungsspieler eingeplant sind. „Das ist natürlich alles andere als optimal. Zumal ich aus der Zweiten nicht viel hochholen kann, die brauchen ja selbst Leute“, so Borgmann.

Klagen will er aber nicht, stattdessen stellt er sich der Aufgabe und passt die Taktik an. „In Rheine wollen wir kompakt stehen und Nadelstiche setzen, deren Spiel zerstören. Im 4-4-2 oder im 4-3-3“, spielt der Coach mit offenen Karten.

Mit der Partie bei den hochgehandelten Amisen beginnt zwar auf der einen Seite die Punkterunde, aber für den TuS-Trainer ist die Vorbereitung damit noch lange nicht abgeschlossen. Man würde wohl noch ein paar Wochen benötigen, damit man sich fände, stellt Borgmann in Aussicht.

In der Vorbereitung legte er großen Wert darauf, dass sich die Mannschaft besser kennenlernt – Stichwort ­„Teambuidling“. „Schließlich müssen wir auf dem Feld eine Einheit werden“, stellt der Übungsleiter klar.

Das ist der Gegner von morgen, Amisia Rheine, schon lange. Der Tabellensechste der Vorsaison peilt nun höhere Ziele an. Das machen in erster Linie die prominenten Neuzugänge deutlich. Vom Landesligisten TuS Altenberge stieß der torgefährliche Kai Sandmann dazu, vom Bezirksligameister SC Altenrheine wurden Timo Althoff sowie Kevin Beermann verpflichtet, und mit Patrick Bruns kam ein bezirksliga-gestählter Mann vom TuS Recke. Kurzum, die Elf von Trainer Thorsten Schmidt ist einer der Topfavoriten auf den Titel.

Borgmann lässt sich davon jedoch nicht einschüchtern und bleibt die Ruhe selbst: „Da kann man nichts dran ändern. Wichtig ist, dass wir uns am Sonntag nicht den Schneid abkaufen lassen. Vielleicht können wir uns ja sogar ein bisschen Selbstvertrauen für die nachfolgenden Aufgaben holen.“ Die heißen FCE Rheine II und Eintracht Rodde.

 

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