Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Tim Hellenkamp ist und bleibt ein echter Horstmarer Junge

Horstmar -

Beim TuS Germania Horstmar ist die Personaldecke augenblicklich mal so richtig dünn. Das ruft einen Routinier auf den Plan, der eigentlich deutlich kürzer treten wollte und jetzt zu einem Comeback auf Zeit überredet wurde.

Dienstag, 17.09.2019, 16:02 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 16:35 Uhr
Tim Hellenkamp wollte eigentlich kürzer treten und nur noch in der Reserve spielen. Doch mittlerweile gehört der 31-Jährige fast schon wieder zum Inventar der Ersten.
Tim Hellenkamp wollte eigentlich kürzer treten und nur noch in der Reserve spielen. Doch mittlerweile gehört der 31-Jährige fast schon wieder zum Inventar der Ersten. Foto: Thomas Strack

Eigentlich stand fest, dass Tim Hellenkamp nur noch in der Reserve spielt. Doch weil er sich selbst als „echten Horstmarer Jungen“ sieht, hat sich Hellenkamp zu einem befristeten Rücktritt vom Rücktritt entschieden und hilft nun wieder in der ersten Mannschaft aus. Am Samstag im Derby gegen Westfalia Leer (2:4) gelangen dem Mittelfeldmann sogar zwei Freistoßtore. Mit dem 31-Jährigen unterhielt sich Marc Brenzel, Sportredakteur der Westfälischen Nachrichten, über die momentane Situation beim TuS Germania.

Es schien doch klar zu sein, dass Sie nur noch in der Zweiten kicken. Aber jetzt bringen Sie es nach sechs Spieltagen schon wieder auf vier Einsätze in der ersten Mannschaft. Viele fragen sich: Wieso?

Tim Hellenkamp: Personell sieht es aktuell eben nicht gut aus. Zwölf, 13 Leute bei der Ersten, in der Reserve sind es auch nicht mehr. Da hat mich der Vorstand gefragt, ob ich in der Ersten aushelfen könnte. Das mache ich nun. Ich bin halt ein echter Horstmarer Junge.

Sie sind erst 31 Jahre jung. Körperlich sollte das drin sitzen. Warum haben Sie sich eigentlich dazu entschieden, fußballerisch kürzer zu treten?

Hellenkamp: Aus beruflichen Gründen fehlt mir einfach die Zeit. Ich bin Landwirt, und wir übernehmen gerade den elterlichen Betrieb.

Wie haben Sie als Ur-Horstmarer die Situation empfunden, als in der Rückrunde bekannt wurde, dass der Verein die erste Mannschaft freiwillig aus der Bezirksliga zurückzieht? Da blies den Entscheidungsträgern extrem viel Gegenwind in das Gesicht.

Hellenkamp: Ich kann die anderen Vereine ja verstehen, aber unser Vorstand musste entscheiden, was für den TuS Germania am besten ist. Was hätte passieren können, wenn wir in der Bezirksliga geblieben wären, zeigt die U 23 des 1. FC Gievenbeck. Die hat auch wohl personelle Probleme und in dieser Saison schon 0:11 und 0:16 verloren.

Aber Horstmar in der A-Liga auch 1:9 bei Amisia Rheine und 0:7 in Langenhorst . . .

Hellenkamp: Wir machen halt noch zu viele Fehler, es dürfen nur nicht zu viele werden. Aber das passiert nun mal, wenn viele Leute – wie bei uns – frisch aus dem Nachwuchsbereich hochkommen. Körperlich und vom Willen her sind wir gut aufgestellt, fußballerisch muss noch was dazukommen. Aber wir lernen.

Sechs Punkte sind zu diesem Zeitpunkt der Saison schon mehr, als einige dem TuS nach dem Mega-Umbruch im Sommer zugetraut haben. Was lautet das Saisonziel?

Hellenkamp: Dass es in dieser Saison schwer werden würde, wusste jeder. Daher der Klassenerhalt.

Sonntag geht es zu Vorwärts Wettringen II. Eine Mannschaft, die einen Zähler weniger auf der Habenseite hat. Ist Horstmar favorisiert?

Hellenkamp: Nein, wir sind nirgendwo der Favorit.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6937443?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686794%2F
Nachrichten-Ticker